Futter- und Düngemittelherstellung Kontinuierlicher „All-in-one“-Prozess in der Futter- und Düngemittelherstellung

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Leistungsfähige Verfahrenstechnik spielt bei der Produktion von hochwertigem Monocalciumphosphat (MCP) eine mindestens ebenso wichtige Rolle wie die Qualität der eingesetzten Rohstoffe – das gilt insbesondere für die Mischtechnik, wie das Anwendungsbeispiel bei einem russischen Futter- und Düngemittelhersteller zeigt. Vor Trocknung und Siebung kommt hier ein anwendungsspezifisch konzipierter Pflugschar-Mischer von Lödige zum Einsatz.

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Pflugschar-Mischer der Baureihe KM – D (Bild: Lödige)
Pflugschar-Mischer der Baureihe KM – D (Bild: Lödige)

Nach einer im Februar 2010 veröffentlichten Studie der UNO-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) wächst der weltweite Fleischverzehr weiter enorm: Das starke Wachstum der Viehwirtschaft wird FAO-Schätzungen zufolge in den nächsten Jahrzehnten anhalten. Bis 2050 rechnet die Organisation mit einer Verdoppelung der jährlichen Fleischproduktion auf 463 Millionen Tonnen weltweit. Daraus resultiert nicht zuletzt ein zunehmender Bedarf an qualitativ hochwertigen Mineralfuttern. Um am Weltmarkt bestehen zu können, müssen Futtermittel-Hersteller deshalb ihre Kapazitäten erhöhen sowie ihre Produktionsprozesse verbessern und rationalisieren.

Das gilt insbesondere für die Herstellung von Monocalciumphosphat (MCP). Denn als Phosphat ist das Calciumsalz mit der chemischen Formel Ca(H2PO4)2 x H2O ein wesentlicher Bestandteil von Futter- und Phosphatdüngemitteln. Das farblose, in Wasser mäßig lösliche Pulver wird durch die Reaktion von reiner Phosphorsäure und Calciumcarbonat hergestellt.

Auch für Balakovo Mineralnie Udobrenia (BMU) mit Sitz im russischen Balakowo, Hersteller von Dünge- und Futtermittel im großen Maßstab, spielt die Produktion von hochwertigem MCP eine entscheidende Rolle. Ausgewählte Rohstoffe sind dort eine zentrale Voraussetzung für ein Endprodukt mit guter Phosphor-Verdaulichkeit und einem sehr hohen Reinheitsgrad mit einem äußerst geringen Gehalt an unerwünschten Fremdstoffen. Die zweite Voraussetzung: leistungsfähige Verfahrenstechnik.

BMU plante deshalb bereits 2006 die Inbetriebnahme einer neuen Misch- und Granulieranlage. Dabei bestanden zwei zentrale Anforderungen: ein Durchsatz von 20 Tonnen pro Stunde (t/h) und eine Körnung von 0,2 bis 2,0 mm bei einer Gutkornausbeute von mindestens 70 Prozent. Die Entscheidung fiel schließlich auf einen Hochleistungsmischer aus deutscher Produktion: einen anwendungsspezifisch konzipierten Lödige Pflugschar-Mischer der Baureihe KM – D.

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