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Alternative Energiequellen

Konsortium erforscht Einsatz von grünem Wasserstoff am Rotterdamer Hafen

| Redakteur: Alexander Stark

BP, Nouryon und der Rotterdamer Hafen haben sich zusammengeschlossen, um die Herstellung von grünem Wasserstoff durch Wasserelektrolyse für die BP-Raffinerie in Rotterdam, Niederlande, zu erforschen. Sie hätte das Potenzial, erhebliche Einsparungen bei den CO2-Emissionen zu erzielen.

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Mit dem 250-Megawatt-Elektrolyseur will der Hafen Rotterdam eine Vorreiterrolle bei der Energiewende übernehmen.
Mit dem 250-Megawatt-Elektrolyseur will der Hafen Rotterdam eine Vorreiterrolle bei der Energiewende übernehmen.
(Bild: Nouryon)

Rotterdam – Die Rotterdamer Raffinerie von BP verwendet derzeit Wasserstoff aus Kohlenwasserstoffen, um Produkte zu entschwefeln. Die vollständige Ersetzung durch grünen Wasserstoff, der unter Nutzung erneuerbarer Energien aus Wasser gewonnen wird, könnte es nach heutigem Stand ermöglichen, die CO2-Emissionen um 350.000 Tonnen pro Jahr zu reduzieren.

Die Parteien haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, im Rahmen derer sie die Machbarkeit einer 250-Megawatt-Wasserelektrolyse-Einheit untersuchen wollen, die auf Grundlage erneuerbarer Energien bis zu 45.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr erzeugt. Das Werk wäre das größte seiner Art in Europa.

Nouryon würde die Anlage auf Grundlage seiner Position in der nachhaltigen Elektrochemie bauen und betreiben. Der Hafen Rotterdam würde die lokale Infrastruktur einrichten und Möglichkeiten für die weitere Entwicklung eines Hubs für grünen Wasserstoff in dem Gebiet prüfen.

Die Partner beabsichtigen, im Jahr 2022 eine endgültige Investitionsentscheidung für das Projekt zu treffen. Laut Allard Castelein, CEO des Rotterdamer Hafens, wäre dieser 250-Megawatt-Elektrolyseur ein deutliches Zeichen dafür, dass Rotterdam in der Lage sei, eine Vorreiterrolle bei der Energiewende zu übernehmen.

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