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Sicherheit: Gefahrstoffe Kommt nun das Gefahrstofflager im Duisburger Hafen?

Redakteur: Dominik Stephan

Logistikdienstleister Greiwing sieht das Projekt eines Gefahrstofflager-Neubaus im Duisburger Hafen auf einem guten Weg. Ein Erörterungstermin habe geholfen, viele der Bedenken gegen das Lager für 3000 Tonnen nicht brennbaren Bariumchlorids auszuräumen, hieß es aus Firmenkreisen.

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Insgesamt sollen in Duisburg künftig 3000 Tonnen nicht brennbaren Bariumchlorids gelagert werden.
Insgesamt sollen in Duisburg künftig 3000 Tonnen nicht brennbaren Bariumchlorids gelagert werden.
(Bild: Greiwing)

Greven/Duisburg – „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Erörterungstermins und gehen davon aus, dass wir mit unseren detaillierten Erklärungen und Informationen die meisten Bedenken ausräumen konnten“, sagt Klaus Beckonert, Geschäftsführer von Greiwing Logistics for You. Der Logistkdienstleister plant in Duisburg auf 1300 m² ein Palettenlager für Bariumchlorid. Die Baukosten sind mit 5,5 Millionen Euro kalkuliert.

Die meisten Bedenken gegen die Pläne des Grevener Logistikdienstleisters kreisten erwartungsgemäß um das Thema Sicherheit: Welche Gefahren gehen im Falle eines Brandes von dem Lager aus? Was passiert, wenn es auf dem Transport bzw. bei der Verladung des Bariumchlorids zu einem Unfall kommt? Wie ist das Lager gegen Erbeben gesichert? Wie wird verhindert, dass giftige Stäube austreten? „Ich bin guter Dinge, dass wir die Einwender davon überzeugen konnten, dass wir die Sicherheit der Anlage außerordentlich ernst nehmen“, sagt Beckonert. So werde Greiwing nicht nur sämtliche Vorschriften und Auflagen für den Bau und Betrieb des Gefahrstofflagers erfüllen, sondern teilweise freiwillig darüber hinausgehen. Beispielsweise werde die Löschwasserwanne drei Zentimeter höher gebaut als vorgeschrieben. „Es steht außer Frage, dass wir in allen Bereichen die geltenden und bewährten Regeln der Technik einhalten oder sogar übertreffen“, so Beckonert.

Greiwing: Mit detaillierten Informationen die meisten Bedenken ausgeräumt

Entkräften konnte Greiwing auch die Bedenken eines drohenden Verkehrschaos durch die Lieferverkehre zum und vom Gefahrstofflager. Da das Bariumchlorid per Schiff angeliefert werde und das Greiwing-Areal über einen direkten Zugang zum Duisburg Intermodal Terminal (DIT) verfüge, erfolge ausschließlich der Abtransport per Lkw. Und dieser beschränke sich auf zwei Fahrten am Tag, die zudem über eine feste Route führten, die dem Positivnetz des Stadt Duisburg entspreche. „Fahrten durch Wohngebiete wird es daher nicht geben“, versichert der Greiwing-Geschäftsführer.

Das Unternehmen rechnet nun mit der Erteilung der erforderlichen Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz in den nächsten Wochen. Der Baubeginn erfolgt, sobald die Genehmigung vorliegt. Der Bau der Anlage wird voraussichtlich neun Monate in Anspruch nehmen.

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