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Natürlich sind auch Armaturen-Hersteller gefragt, wenn es um sichere Anlagen und Prozesse mit gefährlichen Medien geht. Absperrklappen wie die 3-fach exzentrischen, metallisch dichtenden Tri-Con-Klappen von Zwick, die als universell einsetzbares Produkt für verschiedene Anwendungen bei niedrigen sowie hohen Temperaturbereichen von bis zu 815°C oder Probeentnahmesysteme wie sie die Firma Barthel für Feststoffe, Flüssigkeiten, Flüssiggase, Gase, Schmelzen oder Suspensionen für Temperaturen bis 900 °C und Druckbereiche bis 325 bar anbietet, fanden reges Interesse.
Und natürlich müssen diese nicht nur geregelt, sondern auch angetrieben werden: Die Stellantrieb-Experten von Auma zeigten, dass es auch bei Pipelines und Öltanks nicht immer hydraulisch oder pneumatisch sein muss. Elektrische Stellantriebe überzeugen aus Sicht des Herstellers mit hoher Energieeffizienz (ohne Druckverluste durch Leckagen) auch in kritischen Atmosphären. So lieferten die Müllheimer über 500 explosionsgeschützte Stellantriebe für das am Koole Tankstorage Minerals Terminal in Rotterdam.
Integration auf Antriebsebene
Die Anlage ist für den dortigen Hafen beim Be- und Entladen von brennbaren Flüssigkeiten von zentraler Bedeutung und umfasst neben der Verladestation 101 Lagertanks mit einer Lagerkapazität von 1 100 000 Kubikmetern und Mischanlagen. Alle Anlagenteile sind über ein Pipelinenetzwerk verbunden, über das Biodiesel und Rohölprodukte inklusiver Kraftstoffadditive verteilt werden.
2014 hatte der Betreiber Koole das Schwerölterminal neben der riesigen Shell Pernis Ölraffinerie übernommen und sich entschieden, das Rohrleitungssystem, das alle Anlagenteile verbindet, zu modernisieren. Ab Dezember 2014 lieferte Auma Benelux die neuen Stellantriebe der Baureihe SAEx in mehreren Chargen. Alle Antriebe sind mit der intelligenten Stellantriebssteuerung ACExC ausgestattet, über die die Antriebe in das Profibus Netzwerk integriert sind. Die Anforderung nach einem zusätzlichen Eingang, um die Anlage per NOT-Befehl in einen sicheren Zustand fahren zu können, konnte dabei der ACExC einfach erfüllt werden, erklärt Auma.
Zusammenarbeit: Plattform für den Austausch
Des Weiteren gab es Gelegenheit, mit Lucas Ruland von der NIBC Bank Deutschland über die Finanzierung von Tanklagern zu sprechen und einen Einblick in die Perspektive des Bankwesens und der Institutionen auf die Thematik zu erhalten – ein Thema, das immens wichtig ist, da bei älteren Anlagen häufig ein Neubau einem aufwändigen Retrofit vorgezogen wird.
Um die Zusammenarbeit der Branchenexperten auch über die Veranstaltung hinaus zu stärken, wurde auf der Messe die Global Tank Storage Association (GTSA) ins Leben gerufen. Der Verband soll die Bedürfnisse der Industrie gegenüber der Politik und Regulierungsbehörden vertreten und eine Plattform für den fachlichen Austausch unter seinen Mitgliedern bieten. Im Aufsichtsrat sitzen Manager führender Terminals aus der ganzen Welt von den USA bis Asien. Wer der Gesellschaft als Chairman vorstehen wird soll beim ersten Treffen des Gremiums im Dezember 2017 in London beschlossen werden.
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