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Kommt jetzt der intelligente Öltank? Die Top-Themen der Tank Storage Germany

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Komplette Leerung hochviskoser Medien

Natürlich stellt das Handling von Ölen und Kraftstoffen ganz eigene Anforderungen an die Industrie: Um auch schmierende Flüssigkeiten sowie scherempfindliche oder chemisch aggressive Medien fördern zu können, braucht es die richtigen Pumpen. Hersteller wie Netzsch stellten in Hamburg ein breites Portfolio an Lösungen für jede Förderaufgabe vor, von den Schraubenspindelpumpen der Notos-Serie

Bei hochviskosen Medien, wie sie im Öl- und Treibstoffsektor typisch sind, gibt es häufig Probleme beim ‚Stripping‘, also dem restlosen Entleeren von lLgertanks. Häufig bleiben dabei Reste zurück, die das Nutzvolumen des Tanks deutlich verringern. Um den maximalen Ertrag zu sichern, nutzen immer mehr Unternehmen Schraubenspindelpumpen, die ein gutes Ansaugverhalten mit niedrigen NPSHr-Werten kombinieren und eine restlose Leerung selbst von Rohöl- oder Bitumen-Speichern ermöglichen. Anders als Kreiselpumpen haben diese keien festen Betriebspunkt, sondern arbeiten über das gesamte Viskositätsspektrum bis hin zu 50.000 cSt mit sehr guten Wirkungsgraden.

Dabei lassen sie sich flexibel für verschiedene Viskositäten mit nahezu konstantem Förderstrom einsetzen, wobei man diesen über die Pumpendrehzahl über einen weiten Förderbereich regulieren kann. Auf diese Weise optimiert sich die Gewinnspanne der Rohstoff- und Verarbeitungsbetriebe, was speziell bei nicht erneuerbaren Gütern ins Gewicht fällt, wiessen Spezialisten. Ein echter Kostenfaktor bei Dieselpreisen von beispielsweise über 1.000 € pro m³.

Auf Temperatur und im Fluss

Dabei bewähren sich die Pumpen des Typs Notos von Netzsch bereits vielfach im praktischen Einsatz. Je nach Anwendung und Situation sind diese als zweispindlig einflutige-, dreispindlige- oder zweispindlig zweiflutige Modelle erhältlich (2NS, 3NS oder 4NS), wobei in rund 90 Prozent aller Fälle 4NS verbaut werden, da sie das beste Ansaugverhalten und hohe Förderströme bieten, erklärt der Hersteller. So lies eines der weltgrößten Umschlagsunternehmen für Erdölprodukte seine 4NS-Pumpen in einem englischen Terminal mit einem zusätzlichen Heizmantel ausstatten, um das Bitumen in den Pumpen auf Temperatur zu halten.

Die Heizung sorgt dabei für Mediumstemperaturen zwischen 130 und 200 °C, wodurch das Material bei einer vergleichsweise fließfähigen Viskosität von 500 cSt gehalten werden kann. Die Leistung der Pumpen bleibt von der Hitze unbeeinträchtigt, die robusten Aggregate sind für Temperaturen bis 300 °C ausgelegt.

Ein brasilianischer Ölkonzern etwa fördert mit drei 4NS-Schraubenspindelpumpen Heizöl mit 605 cSt bei 60 °C und 15 bar Druck bei einer stabilen Durchflussrate von 130 m³/h. Grundlage dafür sind – neben der baulich bedingten Trennung zwischen Lager und Fördergut – unter anderem die speziell für den Einsatzfall ausgewählten Werkstoffe von Grauguss über Chrom-Nickel-Stahl bis zu Hastelloy-Legierungen, aus denen die Pumpen konstruiert werden.

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