Energieversorgung Kley und Gabriel nehmen BHKW bei Merck in Betrieb

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Hoher Besuch in Darmstadt: Superminister Sigmar Gabriel und Merck-Chef Karl-Ludwig Kley haben zusammen ein neues Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen. Die Anlage wird in die Energiezentrale am Standort integriert und soll die Stromversorgung für Forschung und Produktion sichern.

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Karl-Ludwig Kley (li.) und Sigmar Gabriel nehmen mit einem Stromkabel das neue Blockheizkraftwerk in Darmstadt in Betrieb.
Karl-Ludwig Kley (li.) und Sigmar Gabriel nehmen mit einem Stromkabel das neue Blockheizkraftwerk in Darmstadt in Betrieb.
(Bild: Merck)

Darmstadt – Der Vorsitzende der Geschäftsleitung von Merck, Karl-Ludwig Kley, hat gemeinsam mit dem Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, ein neues Blockheizkraftwerk am Unternehmenssitz in Darmstadt in Betrieb genommen. Mit seinen eigenen Energiezentralen will das Unternehmen langfristig die Erzeugung von Strom, Wärme und Kälte für die Herstellung seiner pharmazeutischen und chemischen Hightech-Produkte sicherstellen.

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Aktuell investiert Merck rund 27 Millionen Euro in den Bau von zwei Energiezentralen. Neben der aktuell in Betrieb gegangenen ersten Anlage, die künftig die pharmazeutische Produktion und Forschung des Standorts mit Energie versorgen wird, ist eine weitere im Bau, die unter anderem den Kältebedarf der chemischen Betriebe und Labore decken soll. Insgesamt investiert Merck in den Jahren 2013 und 2014 rund 250 Millionen Euro, um den Standort Darmstadt im Rahmen des Transformations- und Wachstumsprogramms „Fit für 2018“ zukunftsfähig zu machen.

Appell an die Politik: Wettbewerbsfähigkeit erhalten

„Mit dem Bau unserer Energiezentralen investieren wir nicht nur in den Standort Darmstadt, wir leisten auch einen Beitrag zur Energiewende in Deutschland“, sagte Kley bei der Inbetriebnahme des neuen Blockheizkraftwerks.

Gleichzeitig forderte der Firmenchef von der Politik, Planungssicherheit und gute Rahmenbedingungen für künftige Investitionen von Unternehmen sicherzustellen und bei allen Reformvorhaben die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie im Auge zu behalten. Hierbei appellierte er besonders an Bundeswirtschaftsminister Gabriel, da das Ministerium in seiner Querschnittsfunktion alle nötigen Kompetenzen bündele, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen auch künftig zu gewährleisten.

Die dezentrale Energieversorgung bei Merck sei nicht nur effizient und ressourcenschonend, sie trage auch dazu bei, die Stromnetze zu entlasten. So leistet das Unternehmen einen Beitrag, die Ziele der Bundesregierung bei der Kraft-Wärme-Kopplung und dem Klimaschutz zu unterstützen.

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