Sensoren IST weiht Neubau ein – in Toggenburg werden Hightech-Sensoren entwickelt

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Mehr als 14 Millionen Schweizer Franken hat die Innovative Sensor Technology IST in ihren neuen Firmensitz im schweizerischen Ebnat-Kappel investiert. Anfang September fand die Einweihungsfeier des neuen Gebäudes statt. PROCESS war dabei.

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IST-Geschäftsführer Dr. Mirko Lehmann: „Wir sind bekannt dafür, dass wir die Wünsche unserer Kunden schnell verstehen, auch schwierige Entwicklungen angehen und diese zügig umsetzen.“
IST-Geschäftsführer Dr. Mirko Lehmann: „Wir sind bekannt dafür, dass wir die Wünsche unserer Kunden schnell verstehen, auch schwierige Entwicklungen angehen und diese zügig umsetzen.“
(Bild: IST)

„Die IST AG ist eine High-Tech-Perle der Ostschweizer Wirtschaft“, lobten die Toggenburger Nachrichten Ende April dieses Jahres anlässlich des Tags der offenen Tür, zu dem die Sensorspezialisten die Öffentlichkeit in ihr neues Firmengebäude einluden. Frühzeitig hatte dies auch Endress+Hauser erkannt, schlug bereits 2005 zu, übernahm das Unternehmen, entwickelte es in den Folgejahren weiter und investierte kräftig – in Mitarbeiter, in Anlagen, Betriebsmittel und Prozesse sowie auch in den neuen Firmensitz in Ebnat-Kappel im Toggenburg im Herzen des Kantons St.Gallen. Das dreistöckige Gebäude wurde in weniger als anderthalb Jahren Bauzeit errichtet und bietet den knapp 100 Beschäftigten ein modernes Arbeitsumfeld mit optimalen Arbeitsabläufen in Produktion, Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung.

Anfang September wurde der Neubau im Beisein zahlreicher Gäste feierlich eingeweiht. Wie bestellt zeigte sich der Spätsommer pünktlich zur Feier von seiner besten Seite, und so durften die beiden Gastgeber Dr. Mirko Lehmann, Geschäftsführer von IST, und Klaus Endress, CEO der Endress+Hauser-Gruppe, mit dem Wetter um die Wette strahlen. Schließlich sei, so die beiden Chefs unisono, die IST in den vergangenen Jahren zu einem sehr gesunden Unternehmen der Endress+Hauser-Gruppe geworden.

Sensorik mit Leidenschaft

Das Erfolgsrezept: Die Schweizer haben sich der Sensorik mit Leidenschaft verschrieben! Ob Temperatur, Feuchte, Strömung oder Leitfähigkeit: IST entwickelt, fertigt und vertreibt hochwertige Sensoren zum Messen verschiedenster Parameter. Ebenso breit gefächert wie die Messparameter sind die Einsatzbereiche – von der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik über die Medizintechnik und die Prozessmesstechnik bis hin zur Luft- und Raumfahrt. An den drei Standorten Ebnat-Kappel (Schweiz), Roznov (Tschechien) und Las Vegas (USA) stellt das Unternehmen mit mehr als 160 Mitarbeitenden jährlich über zehn Millionen Sensoren her – viele davon in Kleinserien – und vertreibt diese auf allen fünf Kontinenten. „Wir sind durch und durch international aufgestellt“, betont Lehmann.

Die Sensoren überwachen z.B. Trinkwasser, Klimaanlagen oder sorgen dafür, dass Staubsauger, Waschmaschinen und Abgassonden ordnungsgemäß ihren Job erledigen. Doch auch „außerhalb“ von Mutter Erde finden sich die High-Tech-Minis: Verbaut in Wetterballonen oder Satelliten heben sie gerne einmal ab. Stolz präsentiert Lehmann solch spezielle Sensoren fürs Weltall und schmunzelt: „Hier gibt es nie Reklamationen, die kommen nie zurück.“

Spezialisten in Dünnschicht-Technologie

Spezialisiert ist das Unternehmen auf Sensoren in Dünnschicht-Technologie. „Der Produktionsprozess stellt höchste Anforderungen an den Workflow und die Infrastruktur“, erklärt Dr. Jörn Lützen, Mitglied der Geschäftsleitung und Projektleiter des Neubaus. „Im neuen, eigenen Gebäude finden wir dafür nun ideale Bedingungen vor.“ Etwa die Hälfte der über 5000 Quadratmeter Nutzfläche dient der Fertigung und Entwicklung, davon sind 800 Quadratmeter als Reinraum ausgelegt. „Reinste Bedingungen sind für uns ein Muss, da im unteren Mikrometerbereich schon kleinste Verschmutzungen die Herstellung der Sensoren unmöglich machen“, erläutert Lützen.

Gut 4000 unterschiedliche Produkte hat IST im Angebot, und jedes Jahr kommen mehr als 200 dazu. „Die neuen Produktionsräume erhöhen unsere Flexibilität“, betont Lehmann. Nicht zuletzt erlaubt es das größere Raumangebot, die Entwicklung neuer Produkte voranzutreiben – etwa Biosensoren oder Sensoren für die Gas-Analyse. „Wir sind bekannt dafür, dass wir die Wünsche unserer Kunden schnell verstehen, auch schwierige Entwicklungen angehen und diese zügig umsetzen. Dafür braucht es ein reibungsloses Zusammenspiel zwischen allen Abteilungen, welches im Neubau etwa durch eine kreativ gestaltete Innenarchitektur gefördert wird.“

Prächtige Ausblicke

Bis 2012 war IST mit anderen Mietern in Räumen im Nachbarort Wattwil untergebracht, verteilt über mehrere Etagen. Geschäftsführer Mirko Lehmann war es wichtig, mit dem Betrieb in der Region im Osten der Schweiz zu bleiben. „Zum einen wohnen die meisten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier im Toggenburg. Zum anderen inspiriert uns das neue Gebäude mit seiner schönen, ruhigen und natürlichen Umgebung zu noch mehr Leistung und macht uns attraktiv für potenzielle Mitarbeiter. Auch unsere Geschäftspartner kommen sehr gerne hierher.“ Wer einmal vor Ort war, weiß, wovon Lehmann spricht. Allein die Kantine im zweiten Obergeschoss bietet durch eine große Glasfront einen prächtigen Blick auf die Churfirsten, die Toggenburger Hausberge. Ebenso prächtig sind die Aussichten in die (Sensor-)Zukunft. Mirko Lehmann: „Die Region hat noch viel Potenzial für eine weitere gute Entwicklung.“

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