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Chemiemärkte weltweit Internationale Chemiebranche: Geprägt von Unternehmenskäufen

| Redakteur: MA Alexander Stark

Die Chemie zeichnet sich nicht nur durch starke Handelsaktivitäten aus. Die Branche ist auch durch Unternehmenskäufe und grenzüberschreitende Beteiligungen international aktiv. Diese und andere Fakten zur weltweiten Chemiebranche hat der VCI in seiner Foliensammlung „Chemiemärkte weltweit“ mit wichtigen Kennzahlen zusammengefasst.

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Die internationale Chemiebranche ist von starken M&A-Aktivitäten geprägt.
Die internationale Chemiebranche ist von starken M&A-Aktivitäten geprägt.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Frankfurt am Main – Die Foliensammlung „Chemiemärkte weltweit“ des VCI gibt einen Überblick über Produktion, Handel und Verbrauch von Chemikalien auf allen wichtigen Märkten und stellt die Verflechtung der deutschen Chemieindustrie mit dem Ausland dar. Rankings zu Umsatz, Handel und Verbrauch nach Ländern und Sparten geben einen schnellen Überblick über die Global Player in der Chemie.Die Kernbotschaften der Analyse: Die Chemiebranche ist von Unternehmenskäufen geprägt. Über 50 % der grenzüberschreitenden Mergers and Acquisitions (M&A) im Verarbeitenden Gewerbe weltweit entfielen 2019 auf die Chemie- und Pharmaindustrie. Die M&A Aktivitäten sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

Die globale Chemie zeichnet sich nicht nur durch starke Handelsaktivitäten aus. Die Branche ist auch durch Unternehmenskäufe und grenzüberschreitende Beteiligungen international aktiv.
Die globale Chemie zeichnet sich nicht nur durch starke Handelsaktivitäten aus. Die Branche ist auch durch Unternehmenskäufe und grenzüberschreitende Beteiligungen international aktiv.
(Bild: Unctad/ VCI)

Außerdem zeigt die Foliensammlung, dass der weltweite Chemiemarkt groß ist und dynamisch wächst. In den vergangen Jahren kam es zu strukturellen Verschiebungen: Die Wachstumszentren liegen nicht mehr in den großen Industrieländern, sondern in den aufstrebenden Schwellenländern. Investitionen finden in den Wachstumszentren und in Ländern mit geringen Energie- und Rohstoffkosten statt. Der Kapazitätsaufbau dort verstärkt den Strukturwandel. Europa profitiert über den Außenhandel von den Wachstumsmärkten.

Asien gewinnt immer stärker an Bedeutung im internationalen Chemiegeschäft. Die Wirtschaftskrise 2009 hat diesen Trend noch verstärkt. Investitionen finden vor allem in Asien statt. Das Produktionswachstum ist überdurchschnittlich. Die asiatischen Länder gewinnen Weltmarktanteile hinzu. Neue Wettbewerber entstehen.

Amerika ist zwar insgesamt auf Pharmazeutika, Konsumchemie und Spezialchemie konzentriert. Insbesondere in Nordamerika sind aber dank des Shalegas-Booms in den vergangenen Jahren vor allem die Investitionen in die Grundstoffchemie gestiegen. Hier stieg die Wettbewerbsfähigkeit.

Europas Chemie leidet zwar unter der globalen Wachstumsschwäche. Dank ihrer Stärke im Handel und bei Innovationen kann die Branche aber vom Wachstum anderer Regionen profitieren.

Der Standort Deutschland und die deutschen Chemieunternehmen profitieren von der globalen Chemienachfrage – über Exporte und auch über Investitionen. Deutsche Chemieunternehmen sind längst Global Player und investieren weltweit. Gleichzeitig steigt aber auch die Konkurrenz aus dem Ausland und der Wettbewerbsdruck nimmt zu.

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