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Schüttgut-Logistik in der Pharmaindustrie

Innerbetrieblicher Rohstofftransport aus einer Hand

| Autor/ Redakteur: Matthias Hänsel / Tobias Hüser

Die Schüttgut-Logistik wirft stets dieselben Fragen auf: Wie können wir unsere Produkte schonend und sicher in den Prozess einbringen und austragen? Wie lässt sich ein reibungsloser Transport zwischen den einzelnen Verarbeitungsschritten realisieren? Egal ob bei Neuprojekten oder bestehenden Anlagen, es gilt die Prozessschritte intelligent zu verknüpfen.

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Einweg-Wäge-Isolator EWI von Hecht Technologie
Einweg-Wäge-Isolator EWI von Hecht Technologie
(Bild: Hecht Technologie)

In der pharmazeutischen Industrie werden die eingesetzten Stoffe immer aktiver und damit auch gefährlicher. Bei vielen dieser Stoffe sind Grenzwerte von OEB 5 (Occupational Exposure Band) einzuhalten, um das Personal effektiv vor den Folgeschäden zu schützen. Das bedeutet, dass eine Umgebungskontamination von maximal < 1 µg/m3 nicht zu überschreiten ist. Somit muss sichergestellt werden, dass der gesamte Prozess von der Wareneingangskontrolle über die Granulierung und Tablettierung bis hin zur Verpackung sicher und geschlossen ist.

Einweg-Folien-Systeme von Hecht Technologie bieten hier einen großen Vorteil gerade bei der Bemusterung und Einwaage der Rohstoffe. Das Unternehmen hat bereits für viele Kunden der Pharmabranche eine vollständig geschlossene Prozesskette realisiert. Zur Bemusterung im Wareneingang findet man häufig Laminar Flow Einheiten (Abk.: LF). Diese LF Einheiten schützen das Produkt während der Bemusterung durch HEPA gefilterte Luft.

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Den Bediener schützen sie aber nur bedingt. Durch die Arbeit am offenen Gebinde kommt der Bediener auch mit dem Produkt in Kontakt. Das EPS (Einweg-Probenahme-System) schließt diese Lücke. Die zu bemusternden Gebinde werden über eine Folientechnologie, an den in das EPS integrierten Einwegisolator, angeschlossen.

Aktiv-passiv Wägetechnik

Nach der Bemusterung und Freigabe wird der Einsatzstoff vor der Produktion in die geforderte Menge portioniert. Dies geschieht in einem Wägebereich. Auch hier muss der Schutz stets gewährleistet werden. Die Gebinde werden ähnlich wie beim Probenahmesystem über ein Foliensystem an den Isolator angedockt. Eine zusätzliche Hubvorrichtung für das Gebinde erleichtert die Entnahme des Produktes im Folienisolator.

Neu ist die aktiv–passiv Wägetechnik. Durch diese Technologie können erstmals Produkte in einem Isolator gewogen werden, ohne dass sich die Wägeplattform im Isolator befindet. Hecht Technologie hat eine Technik entwickelt, bei der die Wägeplattform außerhalb des Isolators befestigt und durch eine spezielle Durchführung im Isolator mit einer Schale verbunden ist. Genauigkeiten von +/- 1 g können hiermit erreicht werden.

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