Gummiabfälle recyclen Gummirecycling in einem Planetwalzenextruder

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Um Altgummi ohne thermische und chemische Belastung zu recyclen, versucht Entex Rust & Mitschke den ausgehärteten Kautschuk in einem Planetwalzenextruder zu devulkanisieren, um daraus Produkte zu gewinnen, die sich erneut zur Gummiherstellung eignen.

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Entex versucht in einem Forschungsprojekt ein effizientes Verfahren für die Gummirecycling zu entwickeln. (Bild: Entex)
Entex versucht in einem Forschungsprojekt ein effizientes Verfahren für die Gummirecycling zu entwickeln. (Bild: Entex)

Bochum – Das Unternehmen Entex Rust & Mitschke startet ein Forschungsprojekt mit dem Ziel, ein Verfahren zum Recycling von Gummiabfällen zur Marktreife zu entwickeln. Neben Altreifen geht es dabei auch um ausgediente Schläuche, Förderbänder und Dachbahnen.

Im Zentrum des Projekts steht ein Planetwalzenextruder, in dem Altgummi devulkanisiert und die Vernetzungsbrücken von Gummielastomeren aufgebrochen werden. Der Kautschuk soll sich dank der großen Abtauschfläche des Extruders unter genau einstellbaren und kontrollierbaren thermischen Bedingungen verarbeiten lassen.

„Unser Ziel ist ein robustes, kontinuierliches Verfahren, dessen Produkt sich erneut für die Produktion hochwertiger Gummiartikel einsetzen lassen“, erläutert Harald Rust, geschäftsführender Gesellschafter von Entex.

Entex sieht gegenüber bisherigen Techniken des Gummirecyclings deutliche Vorteile: Weder sollen im Recyclingprozess die Substrate extrem aufgeheizt oder gekühlt werden, noch sollen Chemikalien in erheblichem Umfang zum Einsatz kommen. Die deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert das Projekt über eine Laufzeit von eineinhalb Jahren.

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