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Processnet Jahrestreffen Fluiddynamik und Trenntechnik

Grundlagenforschung trifft ‚Best Practice‘ – Impulse für Strömungstechnik und Trennverfahren erwartet

| Autor/ Redakteur: Wolfgang Ernhofer, Dominik Stephan / Wolfgang Ernhofer

Drei Tage lang war das Vogel Convention Center (VCC) in Würzburg Treffpunkt für die Fachgruppe Fluiddynamik und Trenntechnik von Processnet. Wissenschaftler und Forscher haben sich mit ihren Kollegen aus der Industrie getroffen, auf hohem Level diskutiert und den Dialog zwischen Hochschulen und den Unternehmen vorangetrieben.

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Das Jahrestreffen der Processnet-Fachgemeinschaft Fluiddynamik und Trenntechnik war gut besucht. Ca. 250 Teilnehmer nutzten die drei Tage im VCC in Würzburg um zu netzwerken und den wissenschaftlichen Austausch zu intensivieren.
Das Jahrestreffen der Processnet-Fachgemeinschaft Fluiddynamik und Trenntechnik war gut besucht. Ca. 250 Teilnehmer nutzten die drei Tage im VCC in Würzburg um zu netzwerken und den wissenschaftlichen Austausch zu intensivieren.
(Bild: Ernhofer/PROCESS)

Würzburg – Man kennt sich auf dem Jahrestreffen der Processnet-Fachgruppe Fluiddynamik und Trenntechnik. Die meisten der ca. 250 Teilnehmer aus Deutschland und Österreich sehen sich nicht zum ersten Mal und schätzen den fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen in entspannter Atmosphäre. In Vorträgen und Foren diskutierten Strömungsspezialisten, Reaktionsexperten und Trenntechnikprofis Themen von Reaktordesign bis Analyseverfahren – Dabei wurden aktuellen Forschungsthemen ebenso berücksichtigt wie Erfahrungswerte aus der Industrie.

Schnittstelle zwischen Forschung und Industrie

Die Mischung aus Trendthemen, aktueller Grundlagenforschung und Best-Practice-Impulsen kommt auch bei den Teilnehmern an: Dr. Regina Benfer von der BASF freut sich „den Austausch mit Universitäten suchen zu können und mehr über neue Entwicklungen in der Fluidverfahrenstechnik zu erfahren“. Bei 84 Tandem- Übersichts- und Fachvorträgen sowie 63 Posterbeiträgen zu Schwerpunktthemen wie Adsorbtion, Advanced Fluids, Mehrphasenströmungen und Thermodynamik war genügend Gesprächsstoff für den wissenschaftlichen Austausch geboten.

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Anlass zur Diskussion gab es genug: „Unsere Expertise wird gebraucht werden, um die drängenden Fragen der Zukunft zu beantworten“, betonte Phillip Westmoreland von der North Caroline State University in seinem vielbeachteten Plenarvortrag. In Zeiten von Biokraftstoffen und alternativen Rohstoffen der Forscher ein neues „Goldenes Zeitalter“ der Chemie – eine These, die im Saal gern gehört wurde. Wie lebendig und innovativ die Branche ist, unterstrichen Vorträge und Präsentationen aus Forschung und Industrie.

Kulinarische und wissenschaftliche Leckerbissen

„Ich habe meine Forschungsergebnisse vorgestellt und fand es sehr interessant diese mit Kollegen, die auch in diesem Bereich forschen, zu diskutieren“, berichtet Andreas Bednarz, dessen Forschungsprojekt durch Evonik gefördert wird. Der Wissenschaftliche Mitarbeiter am Lehrstuhl Thermische Verfahrenstechnik an der RWTH Aachen hat außerdem die Gelegenheit genutzt „bei anderen Vorträgen über den Tellerrand der eigenen Forschung zu schauen“.

Für die entspannte Atmosphäre sorgte auch das Rahmenprogramm mit Essen im Traditionslokal Alten Kranen und einem fränkischen Schlemmerbuffet beim Conference Dinner während einer Schifffahrt durch das Maintal. Kulinarische und wissenschaftliche Leckerbissen, ein Konzept das den Teilnehmern schmeckt: „Man trifft auf diesen Fachveranstaltungen wirklich jeden der in Deutschland und Österreich auf diesem Gebiet arbeitet“, sagt Professor Johannes Kinast. Der Wissenschaftler arbeitet an Simulationen von Multiphasensystemen und nutzte im VCC „eine der wenigen Chancen High-Level-Diskussionen führen zu können“.

Highlights und Trendthemen

Beim Jahrestreffen gab es viele heiße Themen, die für Diskussionsstoff gesorgt haben, u.a. Metallerzlaugung mit seltenen Erden und die Phytoextraktion zur Arzneimittel- und Salbenherstellung. „Die Themen Wasser, Energie, Gesundheit und Ernährung bestimmen die aktuelle Arbeit“, erzählt der Chairman der Veranstaltung, Professor Dr. Hans-Jörg Bart von der TU Kaiserslautern. Der Vorsitzende der Fachgemeinschaft betont den Praxisbezug der Forschungsarbeiten: „Wenn sie in einen Haushalt oder ein Auto schauen, dann finden sie immer etwas von unserer Fachgruppe.“

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