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Granulier-Anlage GMP-gerecht granulieren mit dem Rotoformverfahren

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Das Sandvik-Rotoform-Prinzip ist in der Kombination von Rotoform- und Stahlbandkühler ein umweltfreundlichen Verfahren zur Produktion von sehr gleichmäßigen, formstabilen und natürlich annähernd staubfreien Pastillen. Die vierte Generation kann jetzt auch GMP-gerecht ausgestattet werden.

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Mit dem Rotoform-Verfahren lassen sich gleichmäßige, hemisphärisch, staubfreie Pastillen herstellen.
Mit dem Rotoform-Verfahren lassen sich gleichmäßige, hemisphärisch, staubfreie Pastillen herstellen.
(Bild: Sandvik)

Das Rotoform-Prinzip von Sandvik bringt seit vielen Jahren Pastillen für viele Anwendungen hervor. Die vierte Generation, die neue Rotoform 4G, ist besonders vielseitig und kann nach den GMP-Richtlinien einer Good Manufactoring Practice ausgerüstet werden, um besonderen Anforderungen in der pharmazeutischen Industrie sowie bei der Herstellung von Lebensmitteln (z.B. Schokolade ) gerecht zu werden. Hierbei wird das gesamte Maschinendesign entsprechend angepasst. Die eingesetzten Bauteile bestehen aus Edelstählen und aus FDA-zugelassenen Materialien. So besteht die Rotoform-Einheit für diese Applikationen aus hochlegiertem Edelstahl und der Rotoform wird mit einem Zahnriemenantrieb ausgerüstet, statt mit dem sonst üblichen Kettenantrieb.

Eine verfahrenstechnische Anlage nach dem Rotoform-Prinzip ist in der Regel als integriertes System konzipiert. Zu dem Verfestigungsprozess gehören die Produktaufgabe über den Rotoform, die Verfestigung über den Stahlbandkühler und der Produkt-Abnahmeeinrichtung. Das Kernstück dieses Systems ist der Rotoform, bestehend aus einem voll beheizten, feststehenden Innenkörper und einem perforierten, rotierenden Zylinder (Außenrohr). Das flüssige Produkt wird von der Seite beschickt (volumetrische Pumpe) und über das Außenrohr, das sich konzentrisch um den Innenkörper dreht, über die gesamte Nutzbreite des Stahlbandes vertropft. Die während der Verfestigung freigesetzte Wärme wird durch das rostfreie Edelstahlband an das Kühlwasser abgegeben, das mithilfe eines ausgeklügelten Sprühsystems gegen die Bandunterseite gesprüht wird. Durch die höchst effektive Wärmeübergänge des Edelstahlbandes und die somit erreichte Kühlung, erstarren die Schmelzetropfen auf dem Edelstahlband rapide und werden am Ende des Stahlbandkühlers als feste, trockene, freifließende und staubfreie Pastillen abgenommen – ideal für den Transport, die Lagerung und eine gewünschte Weiterverarbeitung.

Robust und flexibel

Mit diesem flexiblen, gleichzeitig aber sehr robusten High-Tech-Verfahren können Schmelzen bis zu einer Aufgabetemperatur von 320 °C und bis zu einer Viskosität von etwa 30 000 mPas verarbeitet werden. Abhängig vom Produkt können Pastillen im Bereich von etwa 1,5 bis 30 mm hergestellt werden. Der Durchmesser der Pastillen kann durch einfache Verstellung von Parametern während des laufenden Betriebes verändert werden. Sollte eine größere Durchmesser-Änderung gewünscht werden, lässt sich auch das Rotoform-Außenrohr schnell austauschen.

Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist die große Umweltfreundlichkeit. Durch die strikte Trennung von Kühlmedium und Produkt durch das gedichtete Stahlband werden weder die Produktpastillen noch das Kühlwasser verunreinigt. Durch die rapide Kühlung und Verfestigung – im Bereich von wenigen Sekunden bis mehreren Minuten – kann das Produkt nur höchst wenig Sauerstoff aufnehmen. Ebenso ist in der Regel das Austreten von Gasen und oder Dämpfen minimal oder gering.

Sandvik Process Systems unterhält weltweit mehrere Testcenter, in denen die Rotoform-Technologie mit Kundenprodukten getestet und vorgeführt werden kann. Außerdem stehen einige transportable Anlagen für Versuche und Pilotproduktionen in Kundenanlagen und -laboratorien zur Verfügung.

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