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Messtechnik auf der Drinktec 2013

Getränkeindustrie benötigt flexible und zuverlässige Messtechnik

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Automatisierungstechnische Komponenten für die Getränkeindustrie müssen nicht nur hohen Hygienestandards genügen, sondern auch dem Wunsch nach Flexibilität, Optimierung und Effizienz. Wie dies gelingt, zeigen Messtechnik-Hersteller auf der Drinktec vom 16. bis 20. September 2013 in München.

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Smartsens ist die erste Serie von digitalen 2-Leiter-Analysesensoren mit integrierter Transmittertechnologie.
Smartsens ist die erste Serie von digitalen 2-Leiter-Analysesensoren mit integrierter Transmittertechnologie.
(Bild: Krohne)

Brauereien setzen unter Umständen andere Prioritäten, als dies weltweit agierende Lebensmittelkonzerne bei Milchprodukten tun. Häufig sind in der Getränkeindustrie daher maßgeschneiderte Automatisierungslösungen gefordert. Allerdings gibt es auch viele Gemeinsamkeiten, wie Gunther Walden, Leiter Food & Beverage bei der Siemens-Division Industry Automation, anmerkt: „Es stehen Lösungen im Mittelpunkt, mit denen Unternehmen ihre Produktivität steigern können. Diese Angebote zielen darauf ab, bei hoher Produktqualität die Total Cost of Ownership (TCO) der Anlagenbetreiber zu reduzieren sowie die Flexibilität zu erhöhen.“

Die moderne Milchverarbeitung erfordert beispielsweise effiziente und perfekt ineinandergreifende Prozesse – von der Anlieferung der Rohmilch über deren Untersuchung und Vorbereitung sowie die verschiedenen Prozesse in der Molkerei bis hin zu Verpackung, Lagerung und Versand. Wie dies funktionieren kann, zeigt die Software-Erweiterung Dairy Functional Toolset (DFT) von Siemens. Diese ergänzt das Prozessleitsystem Simatic PCS 7 um wesentliche Funktionen für milchverarbeitende Betriebe. Damit lassen sich spezifische Arbeitsabläufe wie Milchentnahme, Pasteurisierung, Separation, die Produktion von Käse oder Joghurt sowie die abschließende Reinigung von Rohrleitungen und Tanks über das Prozessleitsystem von Siemens steuern.

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Wichtige Prozessschritte sind entsprechend den gültigen Standards der Branche bereits angelegt und lassen sich mit geringem Aufwand an die jeweilige Anwendung anpassen. Des Weiteren erfasst und archiviert die Siemens-Lösung kontinuierlich herstellungsbezogene Daten wie etwa Temperatur, Rührzeiten, pH-Wert oder Lagerorte. Die Daten können anschließend in übergelagerte MES (Manufacturing Execution System) oder ERP (Enterprise Ressource Planning)-Systeme exportiert werden. Das durchgängige Datenmanagement stellt eine gleichbleibend hohe Produktqualität und Rückverfolgbarkeit von der Rohmilch bis zum fertigen Produkt sicher.

Komplettlösungen – alles aus einer Hand

Um den Anwenderforderungen gerecht zu werden, liefern einige Unternehmen nicht nur die Automatisierung, sondern bieten Komplettlösungen, so auch Esau & Hueber und Bauer Water. Beide Unternehmen sind in der Lage, das komplette Spektrum von der Wasseraufbereitung über Sudhaus (System Nerb), Würzebelüftung, Hefe-Technologie, Gärung und Lagerung bis hin zur Karbonisierung, Wasserentgasung, Blending und Abwasserbehandlung abzudecken.

Das vollautomatische Zusammenspiel der einzelnen Anlagenteile garantiert die hauseigene Winbrew Automation, ein offenes, auf MS Windows basierendes System mit Visualisierung, Schrittketteneditor und Protokollierung der Prozessdaten für die optimale Rückverfolgbarkeit der verschiedenen Produktionschargen. Zudem wird auf der Drinktec in München ein Hefemanagement gezeigt, das mit der YPM-Fuzzy-Logic-Überwachung in Verbindung mit einer Inline-Hefezellzahl- und Restextraktmessung das Alleinstellungsmerkmal der nach eigenen Angaben ersten wirklich vollautomatischen Propagationsanlage am Markt bietet.

Damit der Prozess überhaupt optimiert werden kann, benötigen die Betreiber verlässliche Daten aus dem Prozess. Mehr auf der nächsten Seite.

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