Newsticker Juni: Aktuelles aus der ProzessindustrieGerichtsurteil gegen Bayer +++ Pfizer-Chef sagt Merz ab und stellt Investitionen in Frage
Quelle: dpa
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Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.
Tula/Jaroslawl/Moskau (dpa) *08:23 Uhr – Ukraine trifft Industrieanlagen in Russland
Die Ukraine hat mit Drohnenangriffen auf Russland in Industrieanlagen in den Gebieten Tula und Jaroslawl Brände ausgelöst. In der südlich von Moskau gelegenen Region Tula berichtete Gouverneur Dmitri Miljajew, dass Trümmer einer abgeschossenen Drohne auf das Gelände einer Chemiefabrik in Nowomoskowsk gefallen seien. In sozialen Netzwerken gab es Berichte und nicht überprüfbare Videoaufnahmen von einem Brand. Demnach wurde der für die Kriegswirtschaft wichtige Betrieb Asot getroffen.
Asot ist eines der größten Chemiewerke Russlands, das vor allem Dünger, aber auch Bestandteile für die Produktion von Munition in Rüstungsbetrieben herstellt. Der Gouverneur machte zunächst keine Angaben zum Ausmaß der Schäden oder möglichen Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung.
Im Gebiet Jaroslawl sprach Gouverneur Michail Jewrajew von einem Drohnenangriff auf Industrieobjekte für die Lagerung von Kraftstoffen. Es sei zu einem Brand gekommen. Verletzte gebe es nicht, teilte der Beamte mit.
Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von insgesamt 249 Flugobjekten in verschiedenen Regionen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete, es seien mehrere Drohnenangriffe abgewehrt worden. Der Flughafen Schukowski musste laut Behörden wegen Luftalarms geschlossen werden. Einschränkungen gab es demnach auch am Hauptstadtflughafen Domodedowo.
Die Ukraine verteidigt sich in dem seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg mit Gegenangriffen auf die Industrieanlagen des Nachbarlandes. Diese vor allem mit Drohnen ausgeführten und inzwischen zunehmenden Attacken treffen immer wieder auch Industrieanlagen, die für die russische Kriegswirtschaft wichtig sind.
Die Schäden sind bisweilen massiv und wirken sich inzwischen auch auf die Versorgung mit Kraftstoffen aus. Berichte über Benzin-Engpässe an Tankstellen gibt es inzwischen sogar aus dem weit von der Ukraine entfernten Tatarstan, aber auch aus Moskau und St. Petersburg. Besonders schwierig ist die Lage auf der von Russland schon 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Die russische Regierung betont, dass die Lage unter Kontrolle sei.
12.06.2026
Nürnberg (ots) *07:59 Uhr – Deutschland verschläft die KI-Revolution – Siemens-Chef Busch schlägt Alarm
Siemens-Chef Roland Busch sieht Deutschland bei industrieller Künstlicher Intelligenz unter erheblichem Zeitdruck.
Politik und Wirtschaft müssten in einen Krisenmodus schalten, sagte Busch beim Big Bang Nürnberg Management Summit in Nürnberg. «Das Schlimmste im Krisenmodus ist Stillstand.»
KI sei keine Mode, sondern eine Schlüsseltechnologie, die Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend verändern werde. «Dampf hat 60 Jahre gebraucht, Strom 30, Computer und Internet 15. Bei KI reden wir jetzt von sieben oder acht Jahren - drei sind schon vorbei», sagte Busch. Deutschland müsse sich deshalb stärker fokussieren und schneller entscheiden.
Bei industrieller KI habe Deutschland trotz Rückständen in anderen Bereichen noch eine Chance, sagte der Siemens-Chef. Europa habe den Wettbewerb um digitale Plattformen weitgehend verloren, auch bei großen KI-Basismodellen liege die Führung nicht hier. «Bei industrieller KI ist Deutschland am Scheideweg.» Gerade in der Verbindung von KI mit Maschinenbau, Automatisierung, industriellen Daten und realen Produktionsprozessen verfüge Deutschland über wichtige Voraussetzungen.
Der Mittelstand habe die Bedeutung von KI vielfach erkannt, müsse aber schneller in die Umsetzung kommen, sagte Busch. Dazu gehörten das Teilen von Daten, digitale Plattformen und kürzere Innovationszyklen. Siemens arbeite bereits mit sieben führenden Maschinenbauern zusammen, die Produktions- und Maschinendaten teilten. Ziel sei es, Modelle für industrielle KI-Anwendungen aufzubauen.
In der Industrie müssten KI-Systeme besonders verlässlich sein, sagte Busch. Siemens setze deshalb auf physikbasierte Simulationen, um KI-Ergebnisse zu überprüfen und für Fabriken und Produktionsprozesse nutzbar zu machen. Zugleich warnte Busch vor übertriebenen Bewertungen im internationalen Technologiesektor. Viele Bewertungen seien «massiv überzogen».
Stand: 08.12.2025
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11.06.2026
Mainz (dpa/lrs) *16:27 Uhr – Schnieder sucht Verbündete für Erhalt von Pharmastandort
Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) sorgt sich um den Pharmastandort Rheinland-Pfalz. «Die Pharmawirtschaft ist nicht in allen Bundesländern so stark wie bei uns», sagte der Regierungschef im Sommerinterview von «17:30 Sat.1 live». «Das heißt, man muss jetzt auch Verbündete suchen.»
Sollte es im Zuge der geplanten Gesundheitsreform der Bundesregierung auch Herstellerrabatt auf patentgeschützte Medikamente geben, sei zu befürchten, dass künftig die Forschung an innovativen Medikamenten nicht mehr in Deutschland stattfinde. Das betreffe mehrere Pharmafirmen, erklärte Schnieder. «Da müssen wir ran, da müssen wir jetzt auch zeigen, dass wir diesen Weg gerne anders hätten.»
Die Pharmakonzerne Boehringer Ingelheim und Eli Lilly hatten jüngst die Kürzung von Investitionen in Deutschland angekündigt und als Grund dafür die Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitswesen genannt. Der Ministerpräsident hatte danach angekündigt, sich im Bundesrat für Änderungen bei den Sparplänen der Bundesregierung im Gesundheitswesen einsetzen. Die Landesregierung steht deswegen im Kontakt mit den beiden Unternehmen und der Bundesregierung.
Mainz (dpa/lrs) *15:31 Uhr – Wirtschaftsstandort: Schweitzer und Steiniger uneins
Der rheinland-pfälzischen SPD-Fraktionschef Alexander Schweitzer fordert von der Bundesregierung, bessere Bedingungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu schaffen. Mit diesem Ziel sei die Koalition angetreten, mahnte Schweitzer, der auch kommissarisch SPD-Landeschef ist, in Mainz. «Die Ergebnisse lassen allerdings auf sich warten.»
Gerade die Entscheidungen der Pharmariesen Eli Lilly, Boehringer Ingelheim oder Pfizer machten dies deutlich, erklärte der SPD-Politiker. Die Unternehmen hatten jüngst die Kürzung von Investitionen in Deutschland angekündigt und als Grund dafür die Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitswesen genannt.
CDU-Generalsekretär Johannes Steiniger mahnte dagegen mit Blick auf die Krankenkassenbeiträge: «Die SPD im Bund darf sich hier nicht in die Büsche schlagen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil muss endlich dafür sorgen, dass die Kosten für Bürgergeldempfänger aus Steuermitteln finanziert werden.» Dann müsse über Belastungen für die Pharmaindustrie gar nicht diskutiert werden.
Im Bundestag lägen konkrete Vorhaben auf dem Tisch - etwa die Flexibilisierung der Arbeitszeit und die Beschleunigung von Infrastrukturprojekten. «Hier können ganz konkret bessere Bedingungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland geschaffen werden», sagte der Bundestagsabgeordnete. «Wer bessere Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland fordert, sollte die vorhandenen Reformvorhaben auch mittragen.»
Berlin (ots) *12:20 Uhr – Deutsche Umwelthilfe erwirkt Gerichtsurteil gegen den Chemiekonzern Bayer wegen Greenwashing-Versprechen
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat erfolgreich gegen den Chemiekonzern Bayer auf Unterlassung verbrauchertäuschender Aussagen zum Klimaschutzengagement des Unternehmens vor dem Landgericht Köln geklagt (Az. 84 O 21/26). Da sich das Unternehmen nicht fristgerecht gegen die Klimaklage der DUH verteidigt hat, erging gegen Bayer ein Versäumnisurteil.
Bayer hat damit geworben, bis 2050 «Netto-Null-Emissionen» erreichen zu wollen, ohne konkret zu erklären, wie das Versprechen umgesetzt werden soll. In der Werbung finden sich lediglich Hinweise für den Zeitraum bis 2030, wie Bayer die künftigen «Null-Emissionen» erreichen will. Informationen dazu, wie das Unternehmen den vollumfänglichen Ausgleich ab 2050 erreichen will, fehlten in Gänze. Nach Einleitung des Rechtsverfahrens der DUH hatte Bayer die Werbung zwar geändert, aber keine Erklärung abgegeben, diese Aussage zukünftig zu unterlassen.
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: «Der Chemieriese Bayer betreibt mit dem Schlagwort 'Netto-Null-Emissionen' nichts weiter als dreistes Greenwashing und lässt offen, was davon überhaupt Realität ist. Der Skandalkonzern muss endlich mit ehrlichen Klimaschutzmaßnahmen seinen enormen ökologischen Fußabdruck verringern und ehrlich darüber kommunizieren. Die Klimakrise lässt sich nur lösen, wenn auch Chemiekonzerne wie Bayer beginnen, ihren ökologischen Fußabdruck zum Beispiel durch ein Ende der Glyphosatproduktion verringern und durch transparente Informationen klimabewusst handeln. Genau dafür kämpfen wir mit unserer Klimaklage.»
Agnes Sauter, Leiterin Ökologischer Verbrauchschutz und Marktüberwachung bei der DUH: «Unternehmen wie Bayer, die mit Zukunftsversprechen schöne Bilder zeichnen, vermitteln den Eindruck, klimabewusst und verantwortungsvoll für eine lebenswerte Zukunft zu wirtschaften. Ausschlaggebend für informierte Kaufentscheidungen und wirksamen Klimaschutz sind aber nachvollziehbare, konkrete und evidenzbasierte Maßnahmen. Die lassen Konzerne wie Bayer häufig vermissen. Wichtig sind insbesondere auch Informationen dazu, in welchem Umfang Emissionen verbleiben und wie mit diesen verfahren wird.»
Die EU-Kommission hat einem Gutachter am Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) zufolge zu Unrecht Informationen zu Corona-Impfstoffverträgen zurückgehalten. Generalanwalt Athanasios Rantos schlug vor, entsprechende Urteile der Vorinstanz gegen die Brüsseler Behörde zu bestätigen. Die Richterinnen und Richter am EuGH folgen der Einschätzung der Generalanwältinnen und Generalanwälte oft, aber nicht immer. Mit einer Entscheidung ist in einigen Monaten zu rechnen.
Die EU-Kommission hatte während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 im Namen der Mitgliedstaaten Verträge mit Pharmaunternehmen verhandelt und den Kauf von Impfstoff abgeschlossen. Zuständig für die Verhandlungen war ein Team aus einigen Kommissions-Beamten und Fachleuten aus den Ländern. Laut Mitteilung des EU-Gerichts wurden 2,7 Milliarden Euro freigegeben, um eine verbindliche Bestellung von über einer Milliarde Impfstoffdosen aufzugeben.
In veröffentlichten Verträgen wurden Namen der Mitglieder des Verhandlungsteams und bestimmte Vertragsklauseln über die Entschädigung der Pharmaunternehmen geschwärzt - laut Kommission zum Schutz etwa von Privatsphäre und geschäftlichen Interessen.
Generalanwalt Rantos wies auf ein besonderes öffentliches Interesse hin, transparent mit den Verhandlungen über die Impfstoff-Verträge umzugehen. Nur anonymisierte Erklärungen über mögliche Interessenkonflikte der Verhandlungsführer offenzulegen, reiche nicht aus, um deren Unparteilichkeit wirksam überprüfen zu können. Bei den Entschädigungsklauseln hält der Generalanwalt das Argument der Kommission für nicht ausreichend belegt, dass eine Offenlegung Geschäftsinteressen der Pharmaunternehmen schädige.
EU-Abgeordnete und Privatpersonen forderten 2021 den Zugang zu den Verträgen und anderen Dokumenten, um ihre Bedingungen zu verstehen und sich von der Wahrung des öffentlichen Interesses zu überzeugen. Die EU-Kommission unter Leitung der deutschen CDU-Politikerin Ursula von der Leyen gewährte diesen aber nur teilweise. Gegen die Entscheidung der Brüsseler Behörde zogen die Parlamentarier und Privatpersonen vor das Gericht der EU. Es entschied 2024 zu ihren Gunsten. Die Kommission hatte die Urteile vor dem EuGH angefochten.
10.06.2026
Frankfurt/Main (dpa) *15:58 Uhr – Pfizer-Chef sagt Merz ab und stellt Investitionen in Frage
Der US-Pharmakonzern Pfizer sagt aus Ärger über Sparvorgaben der Bundesregierung ein Treffen mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) ab und stellt Investitionen in Deutschland auf den Prüfstand. In einem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, kritisiert Vorstandschef Albert Bourla die Pläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und zieht seine Teilnahme an einem Investorentreffen zurück. Zuvor hatte das «Handelsblatt» berichtet.
«Nach reiflicher Überlegung muss ich Ihnen leider mitteilen, dass ich bei dieser Gelegenheit nicht teilnehmen kann», heißt es in dem Schreiben an Merz mit Blick auf einen im Herbst geplanten «Invest in Germany Summit» der Bundesregierung.
Die Sparpläne erschwerten langfristige Investitionen und gefährdeten die nötige Planungssicherheit. Pfizer beschäftigt in Deutschland mehr als 3.000 Menschen und betreibt einen wichtigen Standort in Freiburg.
Doch für globale Unternehmen seien Investitionsentscheidungen «von der Zuverlässigkeit, Transparenz und Beständigkeit des politischen Umfelds bestimmt», schreibt Bourla. Nun würden die Bedingungen neu bewertet. «Infolgedessen überprüfen wir unsere externen Verpflichtungen sowie den Zeitpunkt, den Umfang und die künftige Priorisierung bestimmter geplanter Investitionen in Deutschland.»
Gesundheitsministerin Warken will die Krankenkassen mit dem «Beitragssatzstabilisierungsgesetz» 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlasten und so steigende Beiträge verhindern. Geplant sind auch schärfere Sparvorgaben für die Pharmabranche: So sollen die Herstellerrabatte, die Arzneikonzerne Krankenkassen gewähren müssen, deutlich steigen.
Die Pläne hatten großen Ärger in der Pharmabranche hervorgerufen. So teilte der US-Pharmakonzern Eli Lilly mit, dass er wegen der Sparpläne eine Investition von 2,5 Milliarden Dollar in einen neuen Standort im rheinland-pfälzischen Alzey halbieren will. Und der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim will geplante Investitionen von 900 Millionen Euro in Deutschland stoppen - ebenfalls mit Verweis auf die Sparvorgaben.
Kritik kam von der Vorstandschefin des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann. In der Gesetzlichen Krankenversicherung gebe es ein Defizit im zweistelligen Milliardenbereich, dem Milliardengewinne von Eli Lilly und Boehringer Ingelheim gegenüberstünden. Dass diese Firmen nun versuchten, «sich mit einer an Nötigung grenzenden Androhung von Investitionskürzungen ihrem Beitrag zu den dringend benötigten Einsparungen in der GKV zu entziehen, ist absolut inakzeptabel».
(CSU) sieht die Sicherstellung der Produktion bei der Ölraffinerie PCK trotz des Stopps kasachischen Öls auf einem guten Weg. Einen Durchbruch bei den anhaltenden Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und Polen gibt es aber noch nicht.
Russland stoppte im Mai die Durchleitung kasachischen Rohöls durch die Druschba-Pipeline - das macht rund 20 Prozent der verarbeiteten Menge der Raffinerie PCK aus. Im Gespräch ist seit Wochen, dass stattdessen mehr Öl über den Hafen Danzig zur PCK kommen soll. Klement zeigte sich im Wirtschaftsausschuss des Landtages zuversichtlich, dass alternative Routen für künftige Öllieferungen gefunden werden.
Nach Angaben der Ministerin signalisierte Polen, dass es «unterstützungswillig» sei. Jedoch habe die polnische Seite Vorbehalte gegen direkte Verhandlungen mit Rosneft Deutschland - Mehrheitseigner der Raffinerie PCK in Schwedt im Nordosten Brandenburgs, so Klement.
Die Raffinerie gehört zu 54 Prozent deutschen Töchtern des russischen Staatskonzerns Rosneft, die wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine unter Treuhandverwaltung des Bundes stehen. Beteiligt an der Raffinerie sind zudem der Öl- und Erdgaskonzern Shell und das Energieunternehmen Eni.
Da PCK mehrere Anteilseigner und Polen Bedenken gegen Rosneft habe, werde geprüft, «wer wem was abkaufen könnte», sagte Klement. «Da gibt es unterschiedliche Varianten.» Ende April hatte die CSU-Politikerin noch gesagt, eine Lösung, wie es nach dem Mai weitergehe für die PCK, solle für Juni da sein.
Trotz des Ausfalls kasachischen Öls lag die Auslastung der PCK laut Ministerin dank der Reserven im Mai bei 82 Prozent. Wie lange der Lieferstopp andauert, ist weiterhin offen. Das Industrieunternehmen PCK beliefert weite Teile Nordostdeutschlands und den Großraum Berlin mit Treibstoffen.