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Dichteabhängigkeit der organischen Phase
Bei dem hier betrachteten Prozess ist vor allem die organische Phase ein wertvoller Stoff, der möglichst ohne Verunreinigungen in den Prozess zurückgeführt werden soll. Eine mögliche Verunreinigung besteht dabei im Wesentlichen aus der wässrigen Phase. Zwischen diesen beiden Flüssigkeiten besteht ein Dichteunterschied. Eine verunreinigte leichte Phase hat demnach im Vergleich zur reinen organischen Flüssigkeit eine höhere Dichte. Dies ist in Bild 4 grafisch dargestellt. Die Dichte des Wertstoffes kann insofern als Indikator für die Verunreinigung der organischen Phase ausgewertet werden.
Systembeschreibung
Das hier vorgestellte System ist in Bild 6 schematisch dargestellt. Der Dekanter ist als Dreiphasendekanter ausgeführt, wie oben beschrieben. Die wässrige Phase wird über den Trommelaußendurchmesser in einen Fänger abgeworfen und über das Dekantergestell abgeführt. Die organische Phase wird über eine Schälscheibe unter Druck abgeführt.
In diese Ableitung ist neben dem standardmäßig installierten Manometer auch ein Dichtemessgerät integriert. In der Regeleinheit wird das gemessene Dichtesignal gemäß Bild 5 bezüglich einer Verunreinigung durch die wässrige Phase ausgewertet, und mit einem Grenzwert verglichen. Wird der zulässige Grenzwert überschritten, erfolgt eine entsprechende Ansteuerung des Ventils, so dass sich ein höherer Ableiterdruck ergibt.
Mit steigendem Ableiterdruck erhöht sich die Eintauchtiefe der Schälscheibe im Teich, was gleichbedeutend ist mit einer Erhöhung der Teichtiefe. Gemäß dem oben beschriebenen Zusammenhang wird damit auch die Verschiebung der Trennzone nach außen erreicht. Dies ist im Bild 7 anhand eines Diagrammes dargestellt. Dadurch vergrößert sich das Volumen der organischen Phase in der Trommel, und die Verweilzeit im Zentrifugalfeld steigt. Als Ergebnis wird durch die von außen induzierte Erhöhung des Ableiterdruckes eine Verbesserung des Reinheitsgrades der organischen Phase erzielt.
Wird der Ableiterdruck zu stark erhöht, ergibt sich zwar eine besonders reine organische Phase. Andererseits kommt es aber auch zu einem erhöhten Verlust der organischen Phase in die wässrige Phase, und ggf. in den Feststoff. Hier kann der Betreiber die Parameter Durchsatzleistung, Ertrag an organischer Phase und Reinheitsgrad der organischen Phase optimal an die jeweils gegeben Betriebs - Situation anpassen.
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