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Gehälter Gehälter in der Chemie-/Pharmabranche im Vergleich

| Autor / Redakteur: Carmen Wilhelm / Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Chemiker ist nicht gleich Chemiker. Zumindest nicht, wenn es um das Eingemachte geht: das Gehalt. Während große Chemiekonzerne mehr als der Hälfte der Berufseinsteiger über 56.000 Euro Jahresgehalt zahlen, müssen sich Beschäftigte außerhalb der Industrie größtenteils mit weit weniger begnügen. So kommt jeder zweite im Gesundheitswesen beschäftigte Chemiker nicht über die Grenze von 40.000 Euro im Jahr hinaus.

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Die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern sind teils gravierend. So verdient ein Chemiker in Hessen durchschnittlich 44,5 % mehr als sein Kollege in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern sind teils gravierend. So verdient ein Chemiker in Hessen durchschnittlich 44,5 % mehr als sein Kollege in Mecklenburg-Vorpommern.
(Bild: Fotolia (Photo-K))

Personalverantwortung und Promotion wirken sich positiv auf das Einkommen aus. Nach Angaben von Gehalt.de steigern Pharmareferenten ihren Verdienst durch zusätzliche Personalverantwortung um bis zu 35,7 %, Produktmanager gar um bis zu 38,1 %. Die Gehaltsverbesserung durch Promotion ist zwar vergleichsweise kleiner, zahlt sich aber dennoch aus: bis zu 11 % mehr Gehalt im Vergleich zu nicht-promovierten Chemikern. Dabei sei jedoch anzumerken, dass sich die Verdienste mit steigendem Gehalt minimal angleichen.

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Die Top-Verdiener arbeiten in Hessen.

Im Bundesländervergleich der Chemiker-Gehälter schneidet der Westen deutlich besser ab als der Osten Deutschlands. Das Gehaltsgefälle zwischen Hessen und Mecklenburg-Vorpommern verläuft für Chemiker durchschnittlich in einer Spanne von satten 44,5 %.

Drei von vier Labormitarbeitern in Sachsen etwa verdienen weniger als 28.200 Euro jährlich. In Rheinland-Pfalz hingegen liegt die dementsprechende Grenze bereits bei knapp über 36.500 Euro/Jahr. Dieses Ost-West-Ungleichgewicht zieht sich durch annähernd alle Branchen.

Genannte Labormitarbeiter und Chemielaboranten bilden das untere Ende der Gehaltslisten, knapp gefolgt von den Chemie- und Medizintechnikern. Jeweils 75 % dieser Chemiker kamen gemäß einer Statistik von Gehalt.de im Jahr 2004 auf ein Einkommen unterhalb von 46.000 Euro im Jahr. Demgegenüber bezog jeder zweite Produktmanager ohne Personalverantwortung schon ein Jahresgehalt von über 52.000 Euro. Diese und weitere statistische Werte und Gehaltsvergleiche entnehmen Sie bitte der Bildergalerie.

* Die Autorin ist Praktikantin bei PROCESS. Email: redaktion@process.de

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