Synthese-Benzin Freiberger Wissenschaftler synthetisieren Benzin

Redakteur: Sonja Beyer

Erster Erfolg für Freiberger Forscher: Am Standort Reiche Zeche haben sie STF-Benzin entwickelt, das sich auch aus nachwachsenden Rohstoffen gewinnen lässt. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Neben der Versuchsanlage für STF-Benzin in Freiberg (im Bild) nutzt das Forschungsvorhaben auch eine Syntheseganlage, die den Rohstoff für das Benzin liefert. (Bild: TU Bergakademie Freiberg/Detlev Müller)
Neben der Versuchsanlage für STF-Benzin in Freiberg (im Bild) nutzt das Forschungsvorhaben auch eine Syntheseganlage, die den Rohstoff für das Benzin liefert. (Bild: TU Bergakademie Freiberg/Detlev Müller)

Freiberg – Die TU Bergakademie Freiberg hat am Standort Reiche Zeche Zukunftsprojekte für das Nach-Erdölzeitalter vorgestellt. Seit Anfang 2010 forschen dort im Netzwerk Deutsches Energie-Rohstoff-Zentrum Wissenschaftler daran, wie sich Kohle und Biomasse durch neuartige Vergasungs- und Stoffwandlungstechnologien stofflich nutzen lassen. Der erste Erfolg ist das Syngas-to-Fuel (STF)-Benzin, ein Treibstoff aus Synthesegas, der aus der neuen Syngas-to-Fuel-Versuchsanlage auf der Reichen Zeche stammt. Das STF-Benzin entsteht aus Synthesegas, das sich aus fossilen sowie aus nachwachsenden Rohstoffen oder aber beiden gemeinsam gewinnen lässt.

Die Freiberger Versuchsanlage wurde im Rahmen eines Verbundforschungsvorhabens der Chemieanlagenbau Chemnitz (CAC) und der TU Bergakademie aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Freistaats Sachsen gefördert und von der CAC kofinanziert. Das Forschungsvorhaben nutzt eine weitere technische Versuchsanlage auf der Reichen Zeche: eine HP-POX-Anlage, die mittels Hochdruckvergasung aus gasförmigen oder flüssigen Kohlenwasserstoffen ein Synthesegas erzeugt, das sich sehr gut als Ausgangsstoff für das STF-Benzin eignet.

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