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Quantencomputer

Forschungszentrum Jülich und Google vereinbaren Partnerschaft

| Redakteur: Alexander Stark

Das Forschungszentrum Jülich und Google wollen künftig gemeinsam die Entwicklung von Quantencomputern vorantreiben. Die Partnerschaft wird neben gemeinsamen Forschungsaktivitäten auch die Ausbildung von Experten auf dem Gebiet der Quantentechnologien und Quantenalgorithmen beinhalten, teilten die Unternehmen mit.

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Rechnerhalle des Jülich Supercomputing Centre (JSC)
Rechnerhalle des Jülich Supercomputing Centre (JSC)
(Bild: Forschungszentrum Jülich GmbH, Ralf-Uwe Limbach)

Berlin; Mountain View/USA; Jülich – Google arbeitet bereits seit Jahren an der Entwicklung von Quantenprozessoren und Quantenalgorithmen. Die Erforschung neuer Technologien für Quantencomputer ist zugleich einer der Schwerpunkte des Forschungszentrums Jülich. Das Forschungszentrum plant den Betrieb eines europäischen Quantencomputers mit 50 bis 100 supraleitenden Qubits, der im Quanten-Flaggschiffprogramm der EU entwickelt und am Forschungszentrum Jülich der Forschung und Industrie zugänglich gemacht werden soll. Die groß angelegte Forschungsinitiative zielt darauf ab, die Entwicklung von Quantentechnologien in Europa zu beschleunigen und ist mit einem Fördervolumen von 1 Milliarde Euro für einen Zeitraum von zehn Jahren ausgestattet.

Google und das Forschungszentrum Jülich haben nun angekündigt, sich künftig insbesondere bei der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern und Experten gegenseitig unterstützen zu wollen. Ein Mangel an Fachleuten auf dem Gebiet des Quantencomputing sei jetzt schon absehbar, ähnlich wie er heute bereits im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu beobachten ist, so Dr. Markus Hoffmann, Leiter "Quantum Partnerships" bei Google.. Aus diesem Grund investiere Google bereits jetzt in die Ausbildung und Förderung von akademischen Spitzenkräften.

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Die Partnerschaft setzt auf einen regelmäßigen wissenschaftlichen Austausch. Am Forschungszentrum Jülich sollen Hands-on-Workshops und Spring Schools ausgerichtet werden. Die Jülich Unified Infrastructure for Quantum Computing, kurz JUNIQ, werde für die Ausbildung von Spezialisten in der Industrie verfügbar und über die Cloud europäischen Nutzern zugänglich sein, erklärt Prof. Kristel Michielsen, Leiterin der Arbeitsgruppe Quantum Information Processing am Jülich Supercomputing Centre (JSC).

Darüber hinaus wollen Google und das Forschungszentrum Jülich gemeinsam auf dem Gebiet der Quanten-Hardware und Quantenalgorithmen forschen. Forscherinnen und Forscher beider Partner sollen damit die Möglichkeit bekommen, Simulationen auf den Superrechnern am Jülich Supercomputing Centre (JSC) durchzuführen und mit Googles Quantenprozessoren zu experimentieren.

Bereits heute arbeiten das Forschungszentrum Jülich und Google in mehreren Forschungsprojekten zusammen, die mit einem Google Faculty Research Award ausgezeichnet wurden. Prof. Kristel Michielsen und Prof. Tommaso Calarco vom Forschungszentrum Jülich hatten den Forschungspreis 2018 erhalten. Eine weitere Auszeichnung ging 2015 an Prof. Frank Wilhelm-Mauch von der Universität des Saarlandes, mit dem das Forschungszentrum Jülich im Teilprojekt Open Super Q des europäischen Quanten-Flaggschiffprogramms kooperiert.

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