Hygienepumpen Fass- und Containerpumpen bieten zertifizierte Sicherheit

Autor / Redakteur: Anke Geipel-Kern / Matthias Back

Ein neuer europäischer Standard bringt die Lebensmittelhersteller in Zugzwang. Glücklich, wer auf Komponenten zurückgreifen kann, die bereits nach der neuen Norm zertifiziert sind. Eine Pumpenserie erfüllt schon die neuen Sicherheitsstandards.

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Die Flux Food-Pumpen dürfen das „Glas und Gabel“-Symbol tragen.
Die Flux Food-Pumpen dürfen das „Glas und Gabel“-Symbol tragen.
(Bild: Fotolia, Flux)

Glas und Gabel zieren seit kurzem die Fass- und Containerpumpen der Pumpenserie Flux Food und signalisieren so Lebensmittelherstellern Sicherheit. Damit hat der Pumpenspezialist aus Maulbronn auf die Anforderungen von zwei neuen EU-Verordnungen reagiert, die seit Mai letzten Jahres gelten. Hinter den Kürzeln EU 1935/2004 sowie 10/2011 verbergen sich Anforderungen, die weitreichende Konsequenzen für alle Materialien haben, die in irgendeiner Form mit Lebensmitteln in Berührung kommen können.

Weichmacher in Fertigsoßen sorgen für Wirbel

Auf den ersten Blick scheint das nur Verpackungen wie Plastikschalen oder -becher zu betreffen, die Äpfel, Käse, Joghurt oder Pudding umhüllen, wer genauer hinsieht, entdeckt aber, dass auch bei der industriellen Verarbeitung von Lebensmitteln viele Apparate und Komponenten mit ganz unterschiedlichen Werkstoffen eine wichtige Rolle spielen. Email, Keramik, Edelmetall und Kunststoff sind typische Materialien, die in der Lebensmittelherstellung eingesetzt werden und für die die neuen Regeln gelten.

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Aufgeschreckt durch Funde von Weichmachern in Fertigsoßen und anderen Gerichten haben die Experten der Europäischen Union besonders Kunststoffe ins Visier genommen und neue Regeln erlassen, die die Migration von niedermolekularen Chemikalien aus Plastik begrenzen sollen. Damit gibt es zum ersten Mal innerhalb der Europäischen Union nicht nur einen rechtlichen Rahmen für die Anforderungen an Kunststoffe sondern auch eine Definition der Prüfmethoden, die Grundlage der Zertifizierung sind.

FDA schert aus

Das Dilemma der Komponentenhersteller dabei: Die Harmonisierung gilt nur innerhalb der Europäischen Union, die FDA kocht wieder einmal – wie so oft – ihr eigenes Süppchen und bewertet das Risiko durch die eingesetzten Materialien anders. Im Klartext heißt das, Werkstoffe, die in den USA den Segen der FDA bekommen haben, erhalten nicht automatisch auch das EU-Zertifikat. Es sei ein weit verbreiteter Irrtum, dass innerhalb der Europäischen Union FDA-Konformität allein ausreicht, sagen die Flux-Experten.

Das Unternehmen bietet bereits seit 1995 Pumpen der Baureihe F 427 und F 560 an, welche die FDA-Anforderungen erfüllen und auch 3-A-zertifiziert sind. Im Gegensatz zu der EU-Verordnung und den FDA-Anforderungen geht es bei der in den USA geforderten Zertifizierung nach den 3-A Sanitary Standards der amerikanischen Lebensmittelbranche zusätzlich um besondere Anforderungen an die Pumpenkonstruktion. Dazu gehört z.B., dass die Pumpen totraumarm, leicht zerlegbar sowie Motor und Pumpenwelle getrennt sind.

Da die neuen Pumpen der Flux Food-Serie (siehe Bildergalerie) sowohl die EU-Verordnung als auch die FDA-Anforderungen erfüllt, zahlt sich die Investition gerade auch für internationale Konzerne aus, denn auf dem amerikanischen Markt kann nur Fuß fassen, wer vor den Augen der FDA-Inspektoren Gnade gefunden hat.

Ein wichtiger Aspekt ist auch die Einsatzbreite der Pumpen: Hochviskose Mayonnaise stellt ebensowenig ein Problem dar wie niedrigviskose Vinaigrette. Die FP 430 Food ist Ex-geschützt und darf sogar für Alkohol fördern.

* Die Autorin ist stellvertretende Chefredakteurin PharmaTEC. E-Mail-Kontakt: anke.geipel-kern@vogel.de

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