Newsticker März: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Razzia bei japanischem Pharmakonzern nach Todesfällen

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19.03.2024

Penzberg (ots) *16:03 Uhr – Roche eröffnet Entwicklungszentrum für Gentherapie in Penzberg

Mit einem Festakt haben Teresa Graham, globale Pharma-Chefin von Roche, Prof. Dr. Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma in Deutschland, Paul Wiggermann, Werkleiter Roche in Penzberg, und zahlreiche Mitarbeiter des Unternehmens die offizielle Einweihung des neuen Gentherapie-Entwicklungszentrums in Penzberg nahe München gefeiert. Die Veranstaltung fand am 19. März im virtuellen Beisein des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder sowie international renommierter Vertreter aus Wissenschaft und Forschung statt. Mit der Investitionssumme von rund 90 Millionen Euro bekenne sich Roche damit wiederholt zum Innovationsstandort Deutschland und zahlt auf die „Nationale Strategie für Gen- und Zelltherapien“ der Bundesregierung ein. Am Standort entwickelt das Unternehmen künftig hochinnovative Wirkstoffe für Gentherapien, sogenannte Genvektoren, und stellt diese für klinische Studien her.

Die Gentherapie gilt als Schlüsseltechnologie der modernen Medizin mit enormem Potenzial zur Heilung zahlreicher schwerer Krankheiten. Roche hat daher bereits im Jahr 2021 mit den Planungen und dem Bau des neuen Entwicklungszentrums für die Gentherapie am Standort Penzberg begonnen. In der neuen Hightech-Einrichtung treibt Roche künftig die Entwicklung von Genvektoren für neuartige Gentherapien voran. Zudem sollen diese hier im Industriemaßstab für klinische Studien hergestellt werden. Diese Genvektoren, oder auch "Genfähren" genannt, eröffnen als Transportvehikel für DNA völlig neuartige Möglichkeiten, die Ursachen verschiedenster schwerer Erkrankungen auf DNA-Ebene zu behandeln und künftig sogar heilen zu können.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) *14:18 Uhr – Hessische Chemiebranche nach Krisenjahr mit wenig Zuversicht

Die hessische Chemiebranche schaut nach einem Produktionseinbruch 2023 mit wenig Zuversicht auf das laufende Jahr. «Konjunkturell gibt es keine Impulse und die Nachfrage ist weiter schwach. Strukturell haben wir mit Überregulierung und im internationalen Vergleich mit hohen Arbeitskosten zu kämpfen», sagte Dirk Meyer, Hauptgeschäftsführer von Hessenchemie, am Dienstag in Frankfurt.

Gregor Disson, Geschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie Hessen, verwies auf die im internationalen Vergleich hohen Energiepreise, die der energieintensiven Branche zu schaffen machten. Der Ausbau erneuerbarer Energien schreite voran, jedoch sei eine umfassende Versorgung zu wettbewerbsfähigen Konditionen noch nicht absehbar.

Im Vergleich zum Vorjahr verbuchte die chemisch-pharmazeutische Industrie in Hessen 2023 mit gut 57.000 Beschäftigten kräftige Rückgänge bei Produktion (-7,9 Prozent) und Umsatz (-8,1 Prozent). In der Chemie allein brach die Produktion um fast 16 Prozent ein. Betrachtet man die beiden vergangenen Geschäftsjahre, bedeute das einen Rückgang von knapp 26 Prozent, sagte Oliver Coenenberg, Vorstandschef des Arbeitgeberverbandes Hessenchemie. Der Chemieumsatz sank 2023 um 22 Prozent auf knapp 14,9 Milliarden Euro.

Die Pharma-Industrie hingegen zeigte sich robuster, auch wenn der Boom rund um Corona-Impfstoffe abgeebbt ist. Ihr Umsatz wuchs bei steigenden Preisen auf 16,8 Milliarden Euro (+8,9 Prozent zum Vorjahr), die Produktion stagnierte. «Für das laufende Jahr erwarten wir lediglich eine Seitwärtsbewegung», so Coenenberg.

In der einer Verbandsumfrage bewerteten die Branchenfirmen ihre Situation als kritisch. 58 Prozent der 83 Teilnehmer stuften die Geschäftslage als «kaum befriedigend» oder «schlecht» ein, 40 Prozent erwarten demnach ein weiteres Absinken der Produktion, 53 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung der Ertragssituation. 43 Prozent planen laut der Angaben, ihre inländischen Investitionen zurückzufahren.

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