Newsticker März: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Razzia bei japanischem Pharmakonzern nach Todesfällen

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14.03.2024

Ludwigshafen (ots) *15:51 Uhr – Chemie-Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz antworten auf Forderung der IGBCE

„Die Chemieindustrie erlebt einen gravierenden Wandel voller Unsicherheiten. Gleichzeitig sind die Auftragsbücher leer und die Produktion ist nicht ausgelastet. Erste Anlagen wurden bereits abgeschaltet. Diesen Realitäten werden wir uns in den kommenden Tarifverhandlungen stellen müssen“, kommentiert Bernd Vogler die aktuellen Forderungen der Gewerkschaft IGBCE nach mehr Lohn.

Der Hauptgeschäftsführer der Chemieverbände Rheinland-Pfalz bekommt von den Mitgliedsunternehmen besorgte Rückmeldungen: „Bürokratie, Energie und Logistik treiben die Kosten in die Höhe. Die Branche steckt in einer strukturellen Krise und die Politik bietet wenig Perspektive, damit die Chemie wieder in Fahrt kommt. Die Sozialpartnerschaft ist gefragt wie nie zuvor“, unterstreicht Vogler.

Mit Blick auf die anstehenden Tarifverhandlungen zeigen die Arbeitgeber Verständnis für die Sorgen der Beschäftigten. Gleichzeitig betont Vogler, „dass in der Chemieindustrie bereits die mit Abstand höchsten Löhne gezahlt werden. Daher sollten wir gemeinsam die Standorte erhalten und den Wandel gestalten. Denn Beschäftigte und Unternehmen sitzen in einem Boot“. Die Verhandlungen für die rund 68.500 Chemie-Tarifbeschäftigten in Rheinland-Pfalz beginnen am 15. April in Frankenthal.

Leipzig (dpa) *13:16 Uhr – Klagen gegen Rosneft-Treuhandverwaltung liegen auf Eis

Die Klagen gegen die Treuhandverwaltung der Anteile des russischen Ölkonzerns Rosneft an der Großraffinerie PCK im brandenburgischen Schwedt liegen derzeit auf Eis. Auf Antrag der Beteiligten seien die Verfahren zur ersten und zweiten Verlängerung der Treuhandverwaltung ruhend gestellt worden, sagte eine Sprecherin des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig am Donnerstag. Gegen die dritte Verlängerung, die am 7. März bekanntgegeben worden war, sei bislang noch keine Klage von Rosneft eingereicht worden.

Der Bund hatte vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im September 2022 mit der Treuhandverwaltung faktisch die Kontrolle über Rosneft Deutschland und RN Refining & Marketing übernommen. Die Unternehmen sind Mehrheitseigner der wichtigen PCK-Raffinerie in Schwedt sowie zwei weiterer Anlagen. Die Maßnahme ist jeweils auf sechs Monate befristet und wurde inzwischen dreimal verlängert.

Die Verfahren würden nun so lange nicht mehr weiterbetrieben, bis die Beteiligten eine Fortführung verlangten, sagte die Gerichtssprecherin. Hintergrund der Anträge, die Klagen ruhend zu stellen, sei die Diskussion um einen möglichen Verkauf der Rosneft-Anteile. Die Bundesregierung hofft, dass sich Rosneft aus dem Raffineriegeschäft in Deutschland zurückzieht und dringt darauf, dass der russische Staatskonzern seine Mehrheitsanteile verkauft. Mit der erneuten Verlängerung der Treuhandverwaltung seien sechs Monate Zeit gewonnen worden. Vor einem Jahr hatte das Bundesverwaltungsgericht die erste Phase der Treuhand-Anordnung durch das Bundeswirtschaftsministerium für rechtmäßig erklärt und Rosneft-Klagen abgewiesen.

Bad Vilbel (dpa) *10:03 Uhr – Arzneikonzern Stada wächst – Finanzinvestoren prüfen Ausstieg

Der Arzneihersteller Stada hat 2023 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Bei rezeptfreien Medikamenten ist der Grippostad-Hersteller zum größten Anbieter in Deutschland aufgestiegen, wie Chef Peter Goldschmidt dem «Handelsblatt» unter Berufung auf Marktforschungsdaten sagte. «Wir haben damit Bayer abgelöst.» Unterdessen prüfen die Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven nach der Abspaltung des Russland-Geschäfts weiter einen Verkauf oder Börsengang des Unternehmens mit Sitz im hessischen Bad Vilbel. Kreisen zufolge sind die Gespräche fortgeschritten.

Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen den Umsatz bereinigt um Sonder- und Währungseffekte um 14 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs um 19 Prozent auf 802 Millionen Euro. Ein starkes Deutschlandgeschäft, neue Produkte sowie der Ausbau des Vertriebs der Markenprodukte schoben Stada an, wie Goldschmidt sagte. Unterm Strich stieg der Gewinn auf 342 Millionen Euro, 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Alle Sparten – Nachahmermedikamente, freiverkäufliche Arzneien und Spezialpharmazeutika – legten zu. Der Bereich rezeptfreie Arzneien, darunter das Grippemittel Grippostad und das Hustenmittel Silomat, steuerte rund 43 Prozent zum Umsatz bei und wurde zum wichtigsten Segment.

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Die Jahreszahlen sind bereinigt um das Russlandgeschäft. Die Stada-Eigentümer, die Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven, hatten entschieden, es auszugliedern. Hintergrund sind Pläne für einen Verkauf oder einen Börsengang von Stada. Das Russland-Geschäft, das zuletzt mehr als 15 Prozent zum Umsatz beitrug, galt als Hürde. Ein Kauf von Stada inklusive Russland-Aktivitäten galt zumindest für Interessenten aus Europa oder den USA kaum als vertretbar. Stada hatte sich trotz des Ukraine-Kriegs nicht aus Russland zurückgezogen und verwies auf die medizinische Versorgung der Menschen vor Ort.

Über einen milliardenschweren Verkauf oder Börsengang von Stada gibt es schon länger Spekulationen. Gegenüber dem «Handelsblatt» äußerte sich Goldschmidt nicht konkret. Das Unternehmen und seine Eigentümer prüften «ständig Optionen für die weitere Entwicklung der Stada-Gruppe, die einen Verkauf oder einen Börsengang beinhalten können», sagte er.

Serra Do Salitre, Brasilien (ots/PRNewswire) *02:53 Uhr – Eurochem nimmt Phosphatdüngerkomplex in Brasilien in Betrieb

Eurochem feierte die Eröffnung seiner neuen Produktionsanlage für Phosphatdünger in Serra do Salitre, Bundesstaat Minas Gerais, Brasilien. Der neue Phosphatminen- und -anlagenkomplex mit einer Gesamtinvestition von fast einer Milliarde Dollar wurde in Rekordzeit errichtet und wird über eine jährliche Produktionskapazität von einer Million Tonnen moderner Phosphatdünger verfügen, wodurch die Zuverlässigkeit der einheimischen Phosphatdüngerlieferungen an die brasilianischen Landwirte erheblich gesteigert werde.

Die Anlage biete eine moderne integrierte Phosphatdüngerproduktion mit geringem Wasserverbrauch, einem vollständig geschlossenen Wasserkreislauf und einem sauberen Energieerzeugungssystem, das seinen eigenen Dampf wiederverwendet und bis zu 40 % des gesamten Energiebedarfs der Anlage erzeugt.

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