Altötting (dpa/lby) *16:16 Uhr – Tennet und Bayernwerk wollen Stromnetz im Chemiedreieck ausbauen
Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet und das Bayernwerk als Verteilnetzbetreiber wollen das bayerische Chemiedreieck besser an das Stromnetz anschließen. Der steigende Strombedarf dort erfordere einen Ausbau der Strominfrastruktur, teilten Tennet und Bayernwerk am Mittwoch mit. Auf dem Weg hin zur Klimaneutralität werden die Firmen künftig deutlich mehr elektrische Energie benötigen. Tennet plant eine neue 380-Kilovolt-Höchstspannungs-Freileitung zwischen Burghausen und Simbach am Inn, je ein neues Umspannwerk in Burghausen und Simbach sowie eine neue Schaltanlage bei der Gemeinde Zeilarn. Die Bayern Bayernwerk Netz wiederum will das 110-Kilovolt-Hochspannungsnetz in der Region erneuern und erweitern und zwei Umspannwerke neu bauen.
Das Bayernwerk beginnt dieses Jahr mit Bauarbeiten. Tennet nimmt die Suche nach Standorten für die Umspannwerke und die Planung eines Trassenkorridors auf. Die Bürger sollten frühzeitig informiert werden, hieß es.
Die Netzausbaupläne basieren den Angaben zufolge auf Strombedarfsprognosen der Wacker Chemie, der OMV Deutschland und des Chemieparks Gendorf. Um die Energiewende voranzutreiben und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren, setzten die Unternehmen im Chemiedreieck auf die Transformation ihrer Industrieprozesse. Im Fokus steht dabei die Elektrifizierung.
Die Unternehmen gehen davon aus, dass ihr Bedarf bis 2050 beim 2,5-fachen des heutigen Strombezugs liegen wird, nämlich bei rund zwei Gigawatt. Für die regional und international bedeutenden Chemieunternehmen sei der Ausbau von entscheidender Bedeutung, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und den Wirtschaftsstandort langfristig zu sichern.
Laut der Initiative Chemdelta Bavaria - ein Zusammenschluss von im Chemiedreieck ansässigen Firmen - werden dort schon jetzt mehr als fünf Terawattstunden Strom pro Jahr verbraucht. Das sei rund ein Prozent des gesamtdeutschen Strombedarfs.
Der Ausbau des Wechselstromnetzes wie der großen Gleichstrom-Trassen Südostlink oder Südlink dient insgesamt der Versorgung Bayerns mit Strom aus dem Norden. Dieser sei unverzichtbar, Bayern bleibe ein Importland von Energie, hieß es bei Tennet. Dennoch helfe auch jede vor Ort produzierte Kilowattstunde.
In dem neuen Verteilnetz soll laut Bayernwerk auch mehr lokal erzeugter Ökostrom aufgenommen und verteilt können, etwa aus dem geplanten Windpark im Altöttinger Forst. Er sollte mit rund 40 Windrädern rechnerisch ein Zehntel des Strombedarfs im Chemiedreieck erzeugen. Es gibt jedoch in der Region Widerstände.
Wien (dpa) *14:23 Uhr – Österreich macht Weg frei für mehr Gas aus dem Westen
Österreich hat den Weg für den Ausbau einer Gaspipeline zwischen Deutschland und der Alpenrepublik frei gemacht. Der Ministerrat in Wien verabschiedete am Mittwoch ein entsprechendes Energiepaket. Österreich solle durch den Ausbau der West-Austria-Gasleitung (WAG) auf etwa 40 Kilometern unabhängiger und krisenfester werden, erklärte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP). Das Ziel sei, die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern. Durch die Pipeline könne auch Wasserstoff transportiert werden.
Die bisherige Pipeline ist laut Betreiber Gas Connect Austria in erster Linie auf den Gastransport von Ost nach West ausgerichtet. Angesichts des Ukrainekriegs und des möglichen Ausbleibens russischer Gas-Lieferungen soll nun der Transport auch von West nach Ost optimiert werden. Das Projekt soll nach bisherigen Planungen 200 Millionen Euro kosten und Mitte 2027 in Betrieb gehen. Österreich importiert zurzeit im Gegensatz zu anderen EU-Staaten immer noch viel Gas aus Russland. Mit der Pipeline könne mehr Flüssiggas und norwegisches Gas über Deutschland nach Österreich fließen, hieß es.
Holzminden (dpa) *09:32 Uhr – Symrise verdient 2023 weniger
Der Duftstoff- und Aromenhersteller Symrise hat im vergangenen Geschäftsjahr deutlich weniger verdient. Zwar stiegen die Erlöse 2023 um 2,4 Prozent auf 4,73 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Mittwoch mitteilte. Aus eigener Kraft, also Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen ausgeklammert, betrug das Plus 7,9 Prozent. Unter dem Strich blieben mit 340 Millionen Euro Nettogewinn aber 16 Prozent weniger übrig als 2022. Dabei bekam der Dax-Konzern unter anderem einen Abbau von Lagerbeständen auf Kundenseite zu spüren. Wegen niedrigerer Rohstoffpreise mussten zudem Vorräte abgewertet werden. Die Dividende soll dennoch um fünf Cent auf 1,10 Euro steigen. In diesem Jahr will Symrise wieder profitabler werden und strebt eine höhere Gewinnmarge an.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.