Newsticker März: Aktuelles aus der Prozessindustrie

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06.03.2024

Altötting (dpa/lby) *16:16 Uhr – Tennet und Bayernwerk wollen Stromnetz im Chemiedreieck ausbauen

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet und das Bayernwerk als Verteilnetzbetreiber wollen das bayerische Chemiedreieck besser an das Stromnetz anschließen. Der steigende Strombedarf dort erfordere einen Ausbau der Strominfrastruktur, teilten Tennet und Bayernwerk am Mittwoch mit. Auf dem Weg hin zur Klimaneutralität werden die Firmen künftig deutlich mehr elektrische Energie benötigen. Tennet plant eine neue 380-Kilovolt-Höchstspannungs-Freileitung zwischen Burghausen und Simbach am Inn, je ein neues Umspannwerk in Burghausen und Simbach sowie eine neue Schaltanlage bei der Gemeinde Zeilarn. Die Bayern Bayernwerk Netz wiederum will das 110-Kilovolt-Hochspannungsnetz in der Region erneuern und erweitern und zwei Umspannwerke neu bauen.

Das Bayernwerk beginnt dieses Jahr mit Bauarbeiten. Tennet nimmt die Suche nach Standorten für die Umspannwerke und die Planung eines Trassenkorridors auf. Die Bürger sollten frühzeitig informiert werden, hieß es.

Die Netzausbaupläne basieren den Angaben zufolge auf Strombedarfsprognosen der Wacker Chemie, der OMV Deutschland und des Chemieparks Gendorf. Um die Energiewende voranzutreiben und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren, setzten die Unternehmen im Chemiedreieck auf die Transformation ihrer Industrieprozesse. Im Fokus steht dabei die Elektrifizierung.

Die Unternehmen gehen davon aus, dass ihr Bedarf bis 2050 beim 2,5-fachen des heutigen Strombezugs liegen wird, nämlich bei rund zwei Gigawatt. Für die regional und international bedeutenden Chemieunternehmen sei der Ausbau von entscheidender Bedeutung, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und den Wirtschaftsstandort langfristig zu sichern.

Laut der Initiative Chemdelta Bavaria - ein Zusammenschluss von im Chemiedreieck ansässigen Firmen - werden dort schon jetzt mehr als fünf Terawattstunden Strom pro Jahr verbraucht. Das sei rund ein Prozent des gesamtdeutschen Strombedarfs.

Der Ausbau des Wechselstromnetzes wie der großen Gleichstrom-Trassen Südostlink oder Südlink dient insgesamt der Versorgung Bayerns mit Strom aus dem Norden. Dieser sei unverzichtbar, Bayern bleibe ein Importland von Energie, hieß es bei Tennet. Dennoch helfe auch jede vor Ort produzierte Kilowattstunde.

In dem neuen Verteilnetz soll laut Bayernwerk auch mehr lokal erzeugter Ökostrom aufgenommen und verteilt können, etwa aus dem geplanten Windpark im Altöttinger Forst. Er sollte mit rund 40 Windrädern rechnerisch ein Zehntel des Strombedarfs im Chemiedreieck erzeugen. Es gibt jedoch in der Region Widerstände.

Wien (dpa) *14:23 Uhr – Österreich macht Weg frei für mehr Gas aus dem Westen

Österreich hat den Weg für den Ausbau einer Gaspipeline zwischen Deutschland und der Alpenrepublik frei gemacht. Der Ministerrat in Wien verabschiedete am Mittwoch ein entsprechendes Energiepaket. Österreich solle durch den Ausbau der West-Austria-Gasleitung (WAG) auf etwa 40 Kilometern unabhängiger und krisenfester werden, erklärte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP). Das Ziel sei, die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern. Durch die Pipeline könne auch Wasserstoff transportiert werden.

Die bisherige Pipeline ist laut Betreiber Gas Connect Austria in erster Linie auf den Gastransport von Ost nach West ausgerichtet. Angesichts des Ukrainekriegs und des möglichen Ausbleibens russischer Gas-Lieferungen soll nun der Transport auch von West nach Ost optimiert werden. Das Projekt soll nach bisherigen Planungen 200 Millionen Euro kosten und Mitte 2027 in Betrieb gehen. Österreich importiert zurzeit im Gegensatz zu anderen EU-Staaten immer noch viel Gas aus Russland. Mit der Pipeline könne mehr Flüssiggas und norwegisches Gas über Deutschland nach Österreich fließen, hieß es.

Holzminden (dpa) *09:32 Uhr – Symrise verdient 2023 weniger

Der Duftstoff- und Aromenhersteller Symrise hat im vergangenen Geschäftsjahr deutlich weniger verdient. Zwar stiegen die Erlöse 2023 um 2,4 Prozent auf 4,73 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Mittwoch mitteilte. Aus eigener Kraft, also Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen ausgeklammert, betrug das Plus 7,9 Prozent. Unter dem Strich blieben mit 340 Millionen Euro Nettogewinn aber 16 Prozent weniger übrig als 2022. Dabei bekam der Dax-Konzern unter anderem einen Abbau von Lagerbeständen auf Kundenseite zu spüren. Wegen niedrigerer Rohstoffpreise mussten zudem Vorräte abgewertet werden. Die Dividende soll dennoch um fünf Cent auf 1,10 Euro steigen. In diesem Jahr will Symrise wieder profitabler werden und strebt eine höhere Gewinnmarge an.

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