Mit Blick auf die Europawahlen hat Evonik-Chef Christian Kullmann Stellung gegen Rechtsextremismus bezogen. «Ein wirtschaftlich prosperierendes Europa braucht eines nicht: einen braunen Mob in den europäischen Parlamenten und einen braunen Mob, der hier zusätzlich versucht, sich Einfluss zu verschaffen», sagte Kullmann am Montag bei der Bilanzpressekonferenz des Chemiekonzerns in Essen. «Wir als Konzern stehen hier klar für eine demokratische, liberale, tolerante Politik für ein tolerantes Europa und setzen uns auch entsprechend dafür ein.»
Dass die Wirtschaft sich nur um wirtschaftliche Dinge kümmern solle, halte er für falsch. Als Manager, als Persönlichkeit, die im öffentlichen Leben Verantwortung habe, könne man sich einem gesellschaftlichen Diskurs nicht entziehen. «Es ist ja völlig absurd anzunehmen, dass nur Politiker Politik machen und nur Unternehmer machen Wirtschaft und nur Gewerkschafter machen Sozialarbeit. Sondern wir leben in einer offenen Gesellschaft und es gibt den Marktplatz in der öffentlichen Diskussion.» Dazu müssten sich alle einbringen, die meinen, eine Position zu haben, wie man das noch besser machen könnte. «Denn nur dann funktioniert eine solche Gesellschaft.»
In einem Interview der «Süddeutschen Zeitung» hatte der Vorstandsvorsitzende Ende November die AfD als «eine braun durchwirkte Partei» bezeichnet. «Sie gefährdet Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit, Menschenrechte», so Kullmann damals. «Die AfD schadet unserer Volkswirtschaft, unserer Gesellschaft, unserer Zukunft. Deshalb müssen alle, die in diesem Land Verantwortung tragen, hier eine sehr klare Position beziehen. Sei es in der Kultur, der Wissenschaft, der Politik oder eben der Wirtschaft.»
Düsseldorf (dpa) *07:58 Uhr – Henkel erwartet weniger Wachstum
Der Konsumgüterkonzern Henkel rechnet mit einem schwächeren Wachstum, will aber profitabler werden. Organisch soll der Umsatz in diesem Jahr um zwei bis vier Prozent zulegen, wie das Düsseldorfer Unternehmen am Montag mitteilte. Dabei klammert der Konzern hinter Marken wie Persil, Pril und Pattex Effekte wie Übernahmen und Wechselkursveränderungen sowie die Geschäfte in Russland und die Inflation in der Türkei aus.
2023 hatte Henkel höhere Preise durchgesetzt und dafür einen Knick beim Volumen in Kauf genommen. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr organisch um 4,2 Prozent auf 21,5 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte und Restrukturierungskosten bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) stieg um rund ein Zehntel auf 2,56 Milliarden Euro.
Essen (dpa) *07:20 Uhr – Evonik stellt Verwaltung neu auf – 2000 Stellen werden gestrichen
Der Chemiekonzern Evonik streicht im Zuge eines großangelegten Verwaltungsumbaus viele Stellen. «Weltweit sollen bis zu 2000 Stellen entfallen, davon überproportional viele Führungspositionen», teilte der Konzern am Montag mit. In Deutschland seien davon rund 1500 Stellen betroffen. Insgesamt beschäftigt der Konzern 33.000 Mitarbeiter. Die jährlichen Kosten sollen nach Abschluss des Programms 2026 um rund 400 Millionen Euro niedriger liegen als bisher. Erste Auswirkungen werde es bereits 2024 geben.
Evonik hatte im September angekündigt, die Verwaltung auf Basis eines zu erarbeitenden Modells spürbar straffen zu wollen. «Die erste Phase ist jetzt abgeschlossen», hieß es am Montag. Die Zahl der Hierarchieebenen unterhalb des Vorstands werde auf maximal sechs verringert. Prüf- und Freigabeverfahren sollen erheblich beschleunigt werden.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Essen (dpa/lnw) *07:12 Uhr –Chemiekonzern Evonik geht vorsichtig ins neue Jahr
Der Chemiekonzern Evonik rechnet nach einem schwierigen Jahr 2023 mit keiner schnellen Erholung. «Wir dürfen uns auch bei leichten Erholungssignalen nichts vormachen: Was wir derzeit erleben, ist keine konjunkturelle Schwankung, sondern eine massive, konsequente Veränderung unseres wirtschaftlichen Umfelds», sagte Konzernchef Christian Kullmann am Montag. Bei einem erwarteten Umsatz von 15 Milliarden bis 17 Milliarden Euro peilt er einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,7 Milliarden bis 2,0 Milliarden Euro an. Das wäre zumindest eine leichte Verbesserung des operativen Gewinns.
Im vergangenen Jahr musste Evonik bei einem Umsatzrückgang um 17 Prozent auf knapp 15,3 Milliarden Euro einen Rutsch des operativen Ergebnisses um ein Drittel auf 1,66 Milliarden Euro hinnehmen. Unter dem Strich steht ein Verlust von 465 Millionen Euro – nach einem Überschuss von 540 Millionen im Jahr zuvor. Das Minus resultiert auch aus Wertminderungen für Geschäftsteile.