Newsticker März: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Razzia bei japanischem Pharmakonzern nach Todesfällen

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04.03.2024

Essen (dpa) *12:27 Uhr – Evonik-Chef Kullmann: Europa braucht keinen «braunen Mob»

Mit Blick auf die Europawahlen hat Evonik-Chef Christian Kullmann Stellung gegen Rechtsextremismus bezogen. «Ein wirtschaftlich prosperierendes Europa braucht eines nicht: einen braunen Mob in den europäischen Parlamenten und einen braunen Mob, der hier zusätzlich versucht, sich Einfluss zu verschaffen», sagte Kullmann am Montag bei der Bilanzpressekonferenz des Chemiekonzerns in Essen. «Wir als Konzern stehen hier klar für eine demokratische, liberale, tolerante Politik für ein tolerantes Europa und setzen uns auch entsprechend dafür ein.»

Dass die Wirtschaft sich nur um wirtschaftliche Dinge kümmern solle, halte er für falsch. Als Manager, als Persönlichkeit, die im öffentlichen Leben Verantwortung habe, könne man sich einem gesellschaftlichen Diskurs nicht entziehen. «Es ist ja völlig absurd anzunehmen, dass nur Politiker Politik machen und nur Unternehmer machen Wirtschaft und nur Gewerkschafter machen Sozialarbeit. Sondern wir leben in einer offenen Gesellschaft und es gibt den Marktplatz in der öffentlichen Diskussion.» Dazu müssten sich alle einbringen, die meinen, eine Position zu haben, wie man das noch besser machen könnte. «Denn nur dann funktioniert eine solche Gesellschaft.»

In einem Interview der «Süddeutschen Zeitung» hatte der Vorstandsvorsitzende Ende November die AfD als «eine braun durchwirkte Partei» bezeichnet. «Sie gefährdet Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit, Menschenrechte», so Kullmann damals. «Die AfD schadet unserer Volkswirtschaft, unserer Gesellschaft, unserer Zukunft. Deshalb müssen alle, die in diesem Land Verantwortung tragen, hier eine sehr klare Position beziehen. Sei es in der Kultur, der Wissenschaft, der Politik oder eben der Wirtschaft.»

Düsseldorf (dpa) *07:58 Uhr – Henkel erwartet weniger Wachstum

Der Konsumgüterkonzern Henkel rechnet mit einem schwächeren Wachstum, will aber profitabler werden. Organisch soll der Umsatz in diesem Jahr um zwei bis vier Prozent zulegen, wie das Düsseldorfer Unternehmen am Montag mitteilte. Dabei klammert der Konzern hinter Marken wie Persil, Pril und Pattex Effekte wie Übernahmen und Wechselkursveränderungen sowie die Geschäfte in Russland und die Inflation in der Türkei aus.

2023 hatte Henkel höhere Preise durchgesetzt und dafür einen Knick beim Volumen in Kauf genommen. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr organisch um 4,2 Prozent auf 21,5 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte und Restrukturierungskosten bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) stieg um rund ein Zehntel auf 2,56 Milliarden Euro.

Essen (dpa) *07:20 Uhr – Evonik stellt Verwaltung neu auf – 2000 Stellen werden gestrichen

Der Chemiekonzern Evonik streicht im Zuge eines großangelegten Verwaltungsumbaus viele Stellen. «Weltweit sollen bis zu 2000 Stellen entfallen, davon überproportional viele Führungspositionen», teilte der Konzern am Montag mit. In Deutschland seien davon rund 1500 Stellen betroffen. Insgesamt beschäftigt der Konzern 33.000 Mitarbeiter. Die jährlichen Kosten sollen nach Abschluss des Programms 2026 um rund 400 Millionen Euro niedriger liegen als bisher. Erste Auswirkungen werde es bereits 2024 geben.

Evonik hatte im September angekündigt, die Verwaltung auf Basis eines zu erarbeitenden Modells spürbar straffen zu wollen. «Die erste Phase ist jetzt abgeschlossen», hieß es am Montag. Die Zahl der Hierarchieebenen unterhalb des Vorstands werde auf maximal sechs verringert. Prüf- und Freigabeverfahren sollen erheblich beschleunigt werden.

Essen (dpa/lnw) *07:12 Uhr –Chemiekonzern Evonik geht vorsichtig ins neue Jahr

Der Chemiekonzern Evonik rechnet nach einem schwierigen Jahr 2023 mit keiner schnellen Erholung. «Wir dürfen uns auch bei leichten Erholungssignalen nichts vormachen: Was wir derzeit erleben, ist keine konjunkturelle Schwankung, sondern eine massive, konsequente Veränderung unseres wirtschaftlichen Umfelds», sagte Konzernchef Christian Kullmann am Montag. Bei einem erwarteten Umsatz von 15 Milliarden bis 17 Milliarden Euro peilt er einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,7 Milliarden bis 2,0 Milliarden Euro an. Das wäre zumindest eine leichte Verbesserung des operativen Gewinns.

Im vergangenen Jahr musste Evonik bei einem Umsatzrückgang um 17 Prozent auf knapp 15,3 Milliarden Euro einen Rutsch des operativen Ergebnisses um ein Drittel auf 1,66 Milliarden Euro hinnehmen. Unter dem Strich steht ein Verlust von 465 Millionen Euro – nach einem Überschuss von 540 Millionen im Jahr zuvor. Das Minus resultiert auch aus Wertminderungen für Geschäftsteile.

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