Positive Quartalszahlen Evonik übertrifft Prognosen für erstes Quartal deutlich

Quelle: Pressemitteilung

Mit einem erfolgreichen Start ins Jahr 2022 hat Evonik die Erwartungen des Kapitalmarkts deutlich übertroffen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs auf Basis vorläufiger Zahlen im ersten Quartal auf 735 Millionen Euro. Die Analysten hatten rund 652 Millionen Euro erwartet.

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Evonik konnte für das erste Quartal 2022 überraschend gute Zahlen vorlegen.
Evonik konnte für das erste Quartal 2022 überraschend gute Zahlen vorlegen.
(Bild: Evonik)

Essen – Das Quartalsergebnis von Evonik überrascht selbst die Analysten: 735 Millionen Euro und damit 83 Millionen Euro über den Erwartungen, konnte der Spezialchemiekonzern verbuchen. „Wir konnten über alle Divisionen hinweg die Verkaufspreise erfolgreich anpassen und damit höhere variable Kosten kompensieren“, begründete Vorstandschef Christian Kullmann die positiven Quartalszahlen. „In einem Umfeld, geprägt von Unsicherheiten und Engpässen, ist Evonik gut ins Jahr gestartet.“

Treiber des Wachstums sind aktuell vor allem die Divisionen Nutrition & Care sowie Performance Materials. Das Geschäft mit essenziellen Aminosäuren, die in der Tierernährung zum Einsatz kommen, profitierte von steigender Nachfrage und höheren Preisen. Hier zahlt sich aus, dass das Unternehmen die drei Regionen Asien, Europa und Amerika mit jeweils einer World-Scale-Produktionsanlage in Singapur, Antwerpen und Alabama zuverlässig und kostengünstig beliefern kann. Deutliches Ergebniswachstum verzeichnen zudem die Geschäfte mit Drug-Delivery-Systemen sowie mit Wirkstoffen für kosmetische Anwendungen.

Die Division Performance Materials profitierte von einer höheren Nachfrage und verbesserten Verkaufspreisen für C4-Produkte. Mit ihren Naphtha-basierten Preisklauseln fungiert sie im aktuellen Umfeld als natürliche Absicherung gegen höhere Ölpreise.

Diese Entwicklungen schlagen sich auch im Konzernumsatz nieder. Er stieg in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 34 % auf 4,5 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss legte um 49 % auf 356 Millionen Euro zu.

Der Free Cashflow betrug im ersten Quartal 133 Millionen Euro, im Vorjahresquartal waren es 312 Millionen Euro. „Die Kosteninflation und insbesondere höhere Rohstoffkosten haben den Wert unserer Vorräte erhöht“, sagt Finanzvorstand Ute Wolf. „Zudem haben wir vorsorglich höhere Lagerbestände aufgebaut, um uns für mögliche Unterbrechungen von Lieferketten zu rüsten.“

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Auf Basis der reduzierten weltwirtschaftlichen Wachstumsannahmen hat Evonik die Erwartungen für das Gesamtjahr 2022 überprüft. „Wir leben in Zeiten besonderer wirtschaftlicher Unsicherheiten“, sagt Kullmann. „Hohe Energiepreise und erhebliche Unsicherheiten in der Rohstoffversorgung belasten die Industrie und die gesamte Volkswirtschaft.“

Der Konzern erwartet nun ein weltweites Wachstum von 3,3 %. „Auf Basis unseres starken Jahresauftakts und der Annahme einer sich nicht weiter verschärfenden geopolitischen Situation bestätigen wir unseren Ausblick für das Gesamtjahr“, sagt Kullmann. Das Unternehmen erwartet ein bereinigtes Ebitda zwischen 2,5 Milliarden und 2,6 Milliarden Euro und einen Umsatz von 15,5 Milliarden bis 16,5 Milliarden Euro. Im Jahr 2021 erzielte Evonik ein bereinigtes Ebitda von 2,38 Milliarden Euro und einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Die vollständigen Zahlen veröffentlicht der Konzern wie geplant am 6. Mai 2022.

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