Fracking

Energiequelle Schiefergas – Fakten, Pros und Contras

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Eine Megawattstunde konventionell gefördertes Erdgas kostet an den Großhandelsbörsen etwa 25 Euro (Stand: März 2014). Rund 30 Prozent der vom ZEW befragten Energiemarktexperten gehen davon aus, dass dieser Preis auf 40 bis 50 Euro pro Megawattstunde steigen muss, damit sich die Ausbeutung unkonventioneller Gasvorkommen in der EU überhaupt erst rechnet. 34 Prozent der Befragten erwarten sogar, dass der Großhandelspreis für unkonventionelle Gase auf 50 bis 60 Euro bzw. darüber hinaus steigen muss, damit die Ausbeutung von Schiefergas, Kohleflözgas und Tight Gas in größerem Stil in Angriff genommen wird. „Die Förderung von unkonventionellem Erdgas in der EU ist somit auf absehbare Zeit unwirtschaftlich“ sagt Florens Flues, Umweltökonom am ZEW.

Wege aus der Abhängigkeit

PRO: Der Konflikt um die Krim ist mehr als ein Fingerzeig, uns die Abhängigkeit von Gaslieferungen aus Russland vor Augen zu führen. Deutschland importiert aus Russland jeweils mehr als ein Drittel seines Gas- und Ölbedarfs. Gegenwärtig deckt die heimische Förderung rund zwölf Prozent unseres Gasverbrauchs. Eine Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe beziffert nach konservativen Schätzungen das heimische Schiefergas-Potenzial auf rund 1,3 Billionen m3. Diese Ressource stellt ein Vielfaches der heimischen konventionellen Gasreserven und Gasressourcen dar und könnte den Gesamtverbrauch des Industrielandes Deutschland rund 13 Jahre decken – ausgehend von der heute verfügbaren Technik. Die wird erfahrungsgemäß immer effizienter, womit die Reserven wachsen.

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