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CO2-neutrales Bier

Energieautarke Brauerei von Krones gewinnt Energy Efficiency Award

| Redakteur: Tobias Hüser

CO2-neutrales Bier? Das mag im ersten Moment nach einer unrealistischen Wirtshausidee klingen. Doch der Technologiekonzern Krones hat einen Plan ausgetüftelt, mit dem sich eine energieautarke und CO2-neutrale Brauerei auf die Beine stellen lässt. Für die „Brewery of the Future“ hat das Unternehmen jetzt den Energy Efficiency Award 2017 erhalten.

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In der Kategorie Publikumspreis wurde Krones mit dem Energy Efficiency Award 2017 für seine „Brewery of the Future“ ausgezeichnet. Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung, Ralph Schneid, Product Management Breweries von Krones, Norbert Ottmann, Beratung Energiekonzepte Fabriken von Krones (v.l.n.r.) bei der Preisübergabe.
In der Kategorie Publikumspreis wurde Krones mit dem Energy Efficiency Award 2017 für seine „Brewery of the Future“ ausgezeichnet. Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung, Ralph Schneid, Product Management Breweries von Krones, Norbert Ottmann, Beratung Energiekonzepte Fabriken von Krones (v.l.n.r.) bei der Preisübergabe.
(Bild: Dena)

Berlin – Das Forschungsprojekt „Brewery of the Future“ beschäftigt die Krones Entwickler bereits seit einigen Monaten. Im September dieses Jahres war das Konzept schließlich so weit ausgereift, dass es auf der Branchenleitmesse Drinktec zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte.

Dass das Thema energieeffizientes Brauen nicht nur beim Fachpublikum, sondern auch bei den Konsumenten ankommt, zeigte sich am 20. November beim Kongress der Deutschen Energie-Agentur (kurz: Dena): Die „Brewery of the Future“ gewann den Publikumspreis des Energy Efficiency Awards. Zur Wahl standen insgesamt drei Finalisten, die im Vorfeld des Wettbewerbs von einer Fachjury ermittelt wurden.

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60 % Energieeinsprung für Brauerei-Betreiber

Die praktische Umsetzung der energieautarken Brauerei erfolgt mittels mehrerer fein aufeinander abgestimmter Technologien. Zu deren Kernkomponenten zählen:

  • eine Biogasanlage zum Verwerten der Reststoffe;
  • ein modifiziertes BHKW zum Gewinnen von Wärme und Strom;
  • eine kontinuierliche Sieben-Tage-Produktion zum Abbau von Lastspitzen;
  • die Energieschaukel EquiTherm, die überschüssige Energie aus dem Sudhaus anderen Prozessschritten zuführt;
  • sowie eine neuentwickelte Abfülltechnik, die im Prozess benötigte Kühlenergie für Sekundärprozesse ermöglicht.

Bei einem Produktionsvolumen von 2,6 Millionen Hektolitern Bier erzeugt die Brauerei in Summe einen jährlichen Überschuss von 1.534 MWh Wärme sowie 1.066 MWh Strom, der sich an andere Abnehmer weiterverkaufen lässt. Laut Krones beläuft sich die Einsparung an elektrischer Energie im Vergleich zu einer Standardbrauerei auf 30 %, bei thermischer Energie sogar auf rund 60 %.

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