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Digitalisierung von Prozessanlagen

Endress+Hauser trifft Hersteller und Anwender beim „Open Integration Partner Meeting“

| Redakteur: Alexander Stark

Beim Open Integration Meeting Anfang Juni im schweizerischen Reinach berichteten Vertreter der Chemie- und Pharmaindustrie, wie sie von dem Partnerprogramm bei der Digitalisierung ihrer Prozessanlagen profitieren.
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Beim Open Integration Meeting Anfang Juni im schweizerischen Reinach berichteten Vertreter der Chemie- und Pharmaindustrie, wie sie von dem Partnerprogramm bei der Digitalisierung ihrer Prozessanlagen profitieren. (Bild: Endress+Hauser)

35 „Open Integration“-Partner haben sich zum ersten Erfahrungs- und Gedankenaustausch bei Endress+Hauser im schweizerischen Reinach getroffen. Dort berichteten unter anderem Global Player aus Chemie- und Pharmaindustrie, wie sie von dem Partnerprogramm bei der Digitalisierung ihrer Prozessanlagen profitieren – und was sie sich für die Zukunft wünschen.

Reinach/Schweiz – Das Ziel des Partnerprogramms „Open Integration“ von Endress+Hauser ist eine einfache, schnelle und herstellerübergreifende Integration von Komponenten und Geräten mit verschiedenen Automatisierungssystemen. Auch die Kundenzufriedenheit soll damit weiter gesteigert werden.

Mit dem Partnerprogramm lädt der Automatisierungsspezialist Anbieter von Leittechnik, Feldbus-Infrastruktur, Messtechnik und Aktorik ein, das Zusammenspiel ihrer Produkte im Interesse ihrer Kunden noch intensiver zu testen und zu dokumentieren. Zu den Kooperationspartnern zählen Auma Riester, Bürkert, Festo, Flowserve, Hima Paul Hildebrandt, Honeywell Process Solutions, Mitsubishi Electric, Pepperl + Fuchs, Phoenix Contact, Rockwell Automation, Schneider Electric und Turck.

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Offene Standards als Basis

Vor Multi-Vendor-Anlagen haben selbst erfahrene Automatisierer Respekt. Das gilt jedoch mittlerweile auch für Komplettlösungen „aus einer Hand“. Denn die digitale Kommunikation – die Voraussetzung zur umfänglichen Nutzung der vorhandenen Intelligenz in Feld und System – stellt ernstzunehmende Anforderungen an die Integration.

Die Lösung dazu liegt nach Ansicht des Unternehmens in offenen Kommunikationsstandards (Hart, Profibus, Foundation Fieldbus, EtherNet/IP oder Profinet) sowie offenen Integrationsstandards (FDT, EDD, FDI). Die Referenztopologien bilden aus nahezu unendlich vielen Möglichkeiten praxisrelevante Kombinationen ab – für Anwendungen in Chemie, Life Sciences, Lebensmittel, Öl & Gas, Kraftwerke & Energie, Grundstoffe & Metalle sowie Wasser & Abwasser.

Branchentypische Anforderungen wie Explosionsschutz, Verfügbarkeit oder Redundanz werden in diesen Referenztopologien berücksichtigt. Jede Topologie wird im Einklang mit den Partnern im Testlabor in Reinach umfassend getestet, dokumentiert und im Anschluss als Empfehlung veröffentlicht.

Interoperabilitätstests schaffen Mehrwert

Und wie profitieren die Kunden vom Partnerprogramm „Open Integration“? Jedes Problem, das die Integrationsexperten im Vorfeld der Inbetriebnahme finden, lässt sich im Labor wesentlich kostengünstiger lösen als später auf der Baustelle. Die Kunden bekommen konkrete und validierte Vorschläge für die Automatisierung ihrer Anlagen an die Hand, die weit über etablierte Konformitäts- und Interoperabilitätstests hinausgehen und eine reibungslose Integration gewährleisten.

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Entwicklungen wie IIoT und APL werden die Anwender vor neue Herausforderungen stellen und Integrationstests noch mehr Gewicht verleihen. Umso wichtiger sei es, dass die „Open Integration“-Partner nachhaltig zusammenarbeiten, so das Unternehmen. In diesem Punkt waren sich die anwesenden Firmenvertreter auf Kunden- und Anbieterseite einig. Cybersicherheit werde in der Zukunft eine zentrale Rolle spielen, ebenso wie das Thema Konnektivität. Zudem gelte es, Neueinsteigern in den Automatisierungsmarkt wie IBM oder Amazon wirkungsvolle Strategien entgegenzusetzen.

Kundenwünsche als Entwicklungstreiber

Beim Erfahrungs- und Gedankenaustausch Anfang Juni in Reinach wurde deutlich: Die Prozessindustrie wünscht sich offene, interoperable Systeme und keine proprietären Lösungen. Einer der Anwender sehnt sich einen einheitlichen, strukturierten Zugriff auf statische Asset-Informationen via QR- und RFID-gestützte Typenschilder nach DIN 91406 herbei. Auch eine standardisierte Diagnose gemäß NE 107 steht ganz oben auf der Wunschliste.

Diese und weitere offene Fragen will Endress+Hauser zusammen mit seinen Kooperationspartnern zeitnah angehen, um den Kunden mit „Open Integration“ noch größeren Mehrwert bei der Digitalisierung ihrer Prozessanlagen zu bieten. Das gemeinsame Ziel: zufriedene Kunden, die die Möglichkeiten der Digitalisierung umfangreich und risikoarm nutzen können.

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