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Industrie 4.0 / Internet of Things Emerson startet Operational-Certainty-Initiative: So lassen sich Ertrag und Effizienz steigern

| Redakteur: Gerd Kielburger

Gehört Ihre Produktion bereits zu den Top-Quartil-Performern oder sind Sie enttäuscht, weil Sie trotz jahrelanger Optimierungsmaßnahmen keine wesentlichen Effizienzsteigerungen erreicht haben? Wenn letzteres zutrifft, dann könnten Sie möglicherweise Interesse an einer neuen Operational-Certainty-Initiative von Emerson haben. Damit soll die Profitabilität, Sicherheit und Zuverlässigkeit von Prozessanlagen gesteigert werden soll. Ein neues digitales Ökosystem mit dem Industrie 4.0 individuell und skalierbar realisiert werden kann, macht's möglich.

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Steve Sonnenberg, CEO bei Emerson Automation Solutions, bei der Präsentation des neuen digitalen PlantWeb Ökosystems. Für ihn hat Emerson damit die Basis geschaffen, damit Kunden mittels IIoT ihre Kapitalrendite verbessern können.
Steve Sonnenberg, CEO bei Emerson Automation Solutions, bei der Präsentation des neuen digitalen PlantWeb Ökosystems. Für ihn hat Emerson damit die Basis geschaffen, damit Kunden mittels IIoT ihre Kapitalrendite verbessern können.
(Bild: PROCESS, G. Kielburger)

Mit Industrie 4.0 oder industrielles Industry of Things (IIoT) finden nicht nur neue Schlagworte, sondern auch gewaltige Veränderungsprozesse Einlass in die Prozessindustrie. Angesichts eines zunehmenden Drucks, bessere Finanzergebnisse vorzulegen, hat der US-Automatisierungskonzern Emerson das 'Operational Certainty-Programm' vorgestellt. Das Programm basiert auf technologischer und ingenieurwissenschaftlicher Basis und soll zu einer deutlichen Performance-Steigerung führen. Haben die Spezialisten von Emerson recht, dann schlummert in den Produktionsprozessen der Prozessindustrie weltweit nach wie vor ein Einsparpotenzial von rund 1 Billion US-Dollar. Eine gewaltige Summe, die in vielen produzierenden Unternehmen bisher aus vielerlei Gründen nicht gehoben werden konnte.

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Trotz jahrelanger Programme zur Optimierung der Betriebsabläufe seien viele produzierende Unternehmen angesichts der tatsächlich erreichten Verbesserungen zunehmend enttäuscht. Aufgrund nur begrenzt verfügbarer Leistungsvergleiche mit Konkurrenzunternehmen und bestehender Ungewissheit darüber, welche Ansätze den größten Ertrag bringen könnten, sind nach Einschätzung von Andreas Fuchs, Deutschland-Chef von Emerson Automation Solutions, zahlreiche Betreiber in jahrzehntealten Arbeitsweisen gefangen, die nicht auf modernen digitalen Technologien basieren, wodurch die finanzielle Performance stagniert.

Für Fuchs spiegelt das Feedback vieler Anwender- und Betreiber die Unsicherheit sehr gut wider. Immer wieder seien die gleichen Antworten zu hören: Man sei dazu ausgebildet worden, die Anlagen zu bedienen und am Laufen zu halten, nicht aber um alles zu ändern. Die Botschaft ist klar: Industrie 4.0 oder IoT muss in den Produktionsbetrieben noch viel deutlicher und besser erklärt werden. Mehr Aufklärung tut Not.

So wundert es denn auch nicht, dass in manch veralteten Produktionsstätten immer noch die Denke verbreitet scheint, man könne das Problem aussitzen. Anwender bzw. Betreiber steckten oftmals fest in dem Widerspruch, dass dramatisch bessere Ergebnisse benötigt würden, neue Ansätze aber aufgrund einer Risikoabneigung keine Chance erhalten, war zu erfahren. Den Unternehmen fehle die Gewissheit, welche Investitionsoption die finanzielle Performance entscheidend nach vorn bringen würde.

Leistungsvergleiche als Lösungsansatz

Dabei zeigen von Emerson vorgelegte Branchendaten, dass bei 65 Prozent aller Investitionsprojekte mit einem Umfang von über einer Milliarde US-Dollar die geplanten finanziellen Resultate und die gesetzten Fristen verpasst werden. In Zeiten weltweiter Investitionskürzungen stehe die Industrie aktuell unter gewaltigem Druck, finanzielle Zielwerte mit den vorhandenen Anlagen zu erreichen, erklärt auch Steven Sonnenberg, Chairman von Emerson Automation Solution. Sonnenberg appelliert daher an die Betreiber moderne digitale Technologien einzusetzen. Sie seien der Schlüssel zum erfolgreichen Festlegen und Erreichen neuer Leistungsziele und der Hebel, um Art und Weise der Konzeption, Planung und Umsetzung von Investitionsprojekten zu transformieren.

Erreicht werden sollen die Performance-Steigerungen durch neue Erkenntnisse anhand von Leistungsvergleichen mit Konkurrenzunternehmen. So lassen sich nach Expertenmeinung bewährte Verfahren und Technologien besser sichtbar machen, so dass das Spitzenquartil in den Bereichen Sicherheit, Zuverlässigkeit, Produktion und Energiemanagement erreicht werden kann. Hinter dem aus der Mathematik entliehenen Begriff verbirgt sich nichts anderes, als die 25 Prozent der vergleichbaren Unternehmen mit den besten operativen und finanziellen Ergebnissen.

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