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Pumpen-Überwachung

Elektronische Überwachung von Pumpenprozessen

| Autor/ Redakteur: Christian Vogt / Jörg Kempf

Durch den zunehmenden Kostendruck werden Anlagen heute mit immer weniger Personal betrieben, so dass die automatisierte Überwachung der Prozesse immer mehr an Bedeutung gewinnt. Das trifft auch auf die Pumpen zu.

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Das Messprinzip: Die Überwachung des Betriebszustandes erfolgt durch die Messung der aufgenommenen Motorleistung der Pumpe.
Das Messprinzip: Die Überwachung des Betriebszustandes erfolgt durch die Messung der aufgenommenen Motorleistung der Pumpe.
( Bild: Sondermann )

Jeder Anwender von Kreiselpumpen kennt das Problem: Häufig fallen Pumpen nicht nur durch kontinuierlichen Verschleiß, sondern vorzeitig durch kritische Betriebsbedingungen wie Trockenlauf, Heißlauf oder Kavitationsbetrieb aus. Sie stellen einen erheblichen Anteil der Ausfallursachen – insbesonders bei Neuanlagen. Dies fängt schon bei der Inbetriebnahme an, wo die Pumpen für den „Start-up“ noch nicht im regulären Regelbetrieb gefahren werden und dabei durch fehlendes Medium, falsche Ventilstellungen etc. heiß- bzw. trockenlaufen. Oft kommen auch Designfehler in der Verrohrung in dieser Phase aufgrund von Pumpenschäden ans Tageslicht. Beim ersten Mal wird dann einfach die Pumpe ausgetauscht und Lehrgeld gezahlt, erst bei wiederholt auftretenden Schäden macht man sich auf die Suche der Ursache hierfür. Bei anderen Anwendungen lassen sich kritischen Betriebsbedingungen verfahrenstechnisch nicht vermeiden, um so wichtiger ist hierbei eine ständige Überwachung des Betriebszustandes.

Genau hier setzt das neue Überwachungssystem RPR-Control-100 für Kreiselpumpen an. Die Überwachung des Betriebszustandes erfolgt durch die Messung der aufgenommenen Motorleistung der Pumpe. Der Leistungsbedarf einer Kreiselpumpe steigt mit steigender Förderleistung, durch eine Leistungsmessung mit hoher Auflösung kann so exakt der Betriebszustand der jeweiligen Pumpe ermittelt werden. Im Zustand Trockenlauf mit keinem oder nur wenig Medium im Pumpengehäuse ist der Leistungsbedarf am geringsten. Beim Heißlauf (d.h. Förderung gegen eine geschlossene Druckleitung) mit entsprechend keiner oder nur sehr geringer Förderleistung liegt der Leistungsbedarf der Pumpe etwas höher, mit weiter ansteigender Förderleistung kommt die Pumpe dann in den regulären Betriebsbereich mit ebenfalls entsprechend ansteigendem Leistungsbedarf. Das obere Ende des Betriebsbereiches ist durch den Überlastbereich begrenzt, der entweder durch die maximale zur Verfügung stehende Motorleistung oder durch den maximal zulässigen Volumenstrom für die Pumpengröße charakterisiert ist.

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