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Hot Spots oder Cold Spots gleichermaßen unerwünscht
Im Isolator werden die Oberflächentemperaturen während des Dekontaminationsprozesses betrachtet. Dadurch lassen sich so genannte „hot spots“ und „cold spots“ erkennen, die den Prozess maßgeblich beeinflussen können. „Hot spots“ nennt man Bereiche, die eine erhöhte Temperatur gegenüber den restlichen Isolator-Oberflächen aufweisen.
An diesen Stellen ist eine niedrigere Abtötung der biologischen Indikatoren zu erwarten, da durch die höhere Temperatur die daraus resultierende relative Feuchte sinkt. Ein Ausbleiben von Kondensation ist an diesen Stellen möglich – die Kondensation ist jedoch für eine erfolgreiche Dekontamination zwingend notwendig, weil die Abtötung der Sporen nahe der Sättigungsgrenze am effizientesten ist.
Ein gegenteiliger Effekt ist hingegen bei „cold spots“ zu beobachten: Hier kommt es aufgrund der kälteren Temperaturen zu einer höheren relativen Feuchte, was zu stärkerer Kondensation an diesen Stellen im Isolator führt.
Die Kondensation wirkt sich zwar positiv auf die Inaktivierung der BIs aus. Jedoch neigen diese Stellen dazu, Ansammlungen von flüssigem Wasserstoffperoxid zu bilden, welches dann an anderen Positionen fehlt. Ansammlungen von flüssigem Wasserstoffperoxid sollen zudem vermieden werden, da sie auf Dauer Oberflächen angreifen können.
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