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Prozessautomatisierung

E+H mit neuem besten Jahr

| Redakteur: Gerd Kielburger

E+H hat mit der Analytics App eine erste digitale Dienstleistung zur automatisierten Analyse und Verwaltung der installierten Gerätebasis auf den Markt gebracht.
E+H hat mit der Analytics App eine erste digitale Dienstleistung zur automatisierten Analyse und Verwaltung der installierten Gerätebasis auf den Markt gebracht. (Bild: Endress + Hauser)

Glänzende Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2017 präsentieren die People for Process Automation, wie man sich bei Endress+Hauser selbst nennt. Das Unternehmen ist in den Märkten um 6,5 % gewachsen und im Bereich der Prozessmesstechnik sogar 8 % im Plus. Nach eigenen Maßstäben ein neues bestes Jahr.

Basel/Schweiz – Neue Höchstmarken bei Auftragseingang, Nettoumsatz, Gewinn und Beschäftigung. Kein Zweifel, bei Endress+Hauser ist man mit Blick auf das Jahr 2017 rundum zufrieden und auch der Ausblick auf das laufende Jahr ist überaus positiv. Das Unternehmen wächst 2017 über sämtliche Branchen hinweg auf 2,241 Milliarden Euro – vorneweg jene Bereiche, die nahe an den täglichen Bedürfnissen der Menschen, nahe am Konsum sind: Lebensmittelindustrie, Life Sciences sowie Wasser- und Abwassersektor, Grundstoffe und Metalle und chemische Industrie.

Auch die Öl- und Gasindustrie hat wieder zum Wachstum beigetragen, auch wenn noch nicht das Niveau der Vorjahre erreicht ist. Lediglich der Kraftwerks- und Energiesektor kann mit dem Wachstum der anderen Segmente nicht mithalten. Uneinheitlich dagegen die Entwicklung in den verschiedenen Regionen. Während man in den USA und China dynamisch wachsen konnte und sich Südamerika nicht zuletzt aufgrund der Rezession in Brasilien unterdurchschnittlich entwickelte, gab es nur ein mageres Plus in Deutschland.

Die Gründe für die in Summe ausgezeichnete Performance seien vielschichtig, erklärt Endress+Hauser CEO Matthias Altendorf. Bezogen auf die verschiedenen Arbeitsgebiete steche wieder die Analyse heraus, so der Unternehmenslenker. Die Flüssigkeitsanalyse sei weiterhin ein Wachstumsmotor. In der laserbasierten Gas-Analyse wie auch bei Raman- Analysatoren liege das Unternehmen deutlich zweistellig im Plus. Und auch das Laborgeschäft habe sich positiv entwickelt, auch wenn man bei Analytik Jena ein anspruchsvolles Jahr hinter sich hatte. Im Kerngeschäft der analytischen Geräte und bioanalytischen Systeme konnte man wachsen, vor allem im Schlüsselmarkt China.

Dienstleistungsgeschäft legt zu

Außerdem habe man eine erste Kooperation im Laborbereich mit einem gemeinsamen Key-Account-Kunden von Analytik Jena und Endress+Hauser gewonnen. Eines der großen Synergieziele der Analytik Jena-Übernahme. Von der Belebung in der Lebensmittelindustrie, den Life Sciences, der chemischen Industrie sowie im Öl- und Gasgeschäft konnte auch die Durchflussmesstechnik profitieren. Vor allem hochgenaue Coriolis-Messtechnik sind dort gefragt. Im Bereich der Füllstandmesstechnik hat laut Altendorf die Erneuerung des Radar-Portfolios dem Geschäft wichtige Impulse gegeben.

Drei weitere Akquisitionen stärken seit 2017 das Angebot der Gruppe zur Messung und Analyse qualitätsrelevanter Parameter. Die Systeme von Sens Action messen Konzentrationen in Flüssigkeiten, die Sensoren von IMKO Micromodultechnik detektieren die Feuchte in Feststoffen. Die Technologie von Blue Ocean Nova erlaubt es, spektroskopische Verfahren direkt in den Produktionsprozess zu integrieren. Im Laborbereich fokussierte sich Analytik Jena noch stärker auf das Kerngeschäft mit Instrumenten und bioanalytischen Systemen.

Endress+Hauser gewinnt begehrten Hermes Award

Auszeichnung auf Hannover Messe

Endress+Hauser gewinnt begehrten Hermes Award

23.04.18 - In diesem Jahr gewinnen die Messtechnik-Spezialisten von Endress+Hauser den Hermes Award für ihr selbstkalibrierendes Thermometer Itherm Trustsens. Der Industriepreis ist einer der international renommiertesten Auszeichnungen. Die Preisübergabe erfolgte im Rahmen der Eröffnungsfeier der Hannover Messe durch die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek. lesen

Auch das Dienstleistungsgeschäft konnte, vor allem durch die Kompetenz und zunehmend Anzahl an Kalibrierzentren für die Messgeräten, zulegen. Als einen der wenigen Wermutstropfen sieht man im Management dagegen die Entwicklung im Bereich Automatisierungslösungen. Offensichtlich konnte man das Angebot – vor allem wegen der derzeit noch starken Fokussierung für dieses Segment in der Öl/Gasindustrie – nicht voranbringen. Im Gegenteil: es war sogar rückläufig. Um das zu ändern sollen die Strukturen angepasst und diese Lösungen außerdem zukünftig stärker im Food- und Beverage-Segment angeboten werden, wie das für Vertrieb und Service zuständige Executive-Board-Mitglied, Nikolaus Krüger, ergänzt.

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