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Prozessautomatisierung

E+H mit neuem besten Jahr

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Eine immer wichtigere Rolle spielt der Bereich Digitalisierung. Die Kunden hätten erkannt: Das industrielle Internet der Dinge verändere die Wertschöpfungsketten. Die neue Transparenz ermögliche es, Prozesse zu optimieren und an Effizienz zu gewinnen. Die Konzepte für die Industrie 4.0 nehmen konkrete Gestalt an. So brachte Endress+Hauser eine erste digitale Dienstleistung zur Analyse und Verwaltung der installierten Gerätebasis auf den Markt.

Erfolgsrezept: Kundennutzen und Loyalität

Doch neben den Zahlen zählt für das E+H-Management vor allem der konkrete Kundennutzen, an dem sich alles orientiere, wie Klaus Endress in seiner Funktion als Präsident des Verwaltungsrats betont. Darauf beruhe das Erfolgsrezept des Unternehmens. Loyalität des Kunden müsse man sich erwerben und auch einiges dafür tun, um sie zu erhalten, weiß Endress. E+H-CEO Altendorf formuliert das so: „Unsere Kunden gewinnen mit Hilfe unserer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen wertvolle Informationen aus ihren Prozessen. Durch zusätzliche Transparenz können sie ihre Anwendungen optimieren und verbessern." Als Treiber dafür sieht der Unternehmenschef Innovation und belegt dies mit 57 Produkten, die das Unternehmen mit 571 Geräteoptionen seit 2017 im Markt eingeführt hat. Auch auf die Patentneuanmeldungen ist Altendorf stolz. Weltweit habe man im letzten Jahr 261 Neuanmeldungen eingereicht.

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Als Beispiel hierfür bringt der Firmenchef den Itherm Trust Sens – ein Temperaturmessgerät, das man speziell für die Lebensmittelindustrie und die Life Sciences entwickelt habe. Es verbindet innovative Sensorik mit den Industrie- 4.0-Bedürfnissen der Endanwender. Im Unterschied zu herkömmlichen Thermometern muss der Trust Sens zum Kalibrieren nicht ausgebaut werden. Das geschieht im laufenden Betrieb automatisch. Schon ein einzelnes Messgerät könne übers Jahr unzählige Kalibrierungen durch einen Techniker ersetzen und jeden Vorgang selbstständig dokumentieren, so Altendorf. Diese Entwicklung wurde zuletzt auf der Hannover Messe mit dem Hermes Award ausgezeichnet.

Damit die Innovations-Pipeline auch zukünftig gut gefüllt bleibt, stützt sich das Unternehmen auf drei Eckpfeiler. Während man immer wieder komplementäre Technologien mit kleineren Unternehmen einkauft, arbeiten mehr als 1.000 der inzwischen über 13.000 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung. Seit einiger Zeit gibt es einen zusätzlichen dritten Weg – den des Corporate Venturing. Dazu wurden außerhalb der Unternehmensstrukturen verschiedene Start-ups mit hohen Freiheitsgraden gegründet. Das soll für Agilität und Flexibilität sorgen. In Freiburg im Breisgau hat man die Entwicklung von Produkten für die Industrie 4.0 in einem Start-up gebündelt.

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