Kontinuierlichen Mengenmessung Durchfluss von Schüttgütern direkt in der Luftförderrinne messen

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Wenn einfache Handlöscher zur Kontrolle des Förderprozesses nicht mehr ausreichen, schlägt die Stunde der kontinuierlichen Mengenmessung. Ein Messsystem von SWR engineering erlaubt den automatisierten Blick in die Luftförderrinne.

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Messung des Volumenstroms von Kalksteinmehl
Messung des Volumenstroms von Kalksteinmehl
( Bild: SWR engineering )
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Um den Förderprozess in Luftförderrinnen angemessen zu automatisieren, reichen Handlöscher oder Schichtfenster häufig nicht aus. Hier ist dann eine kontinuierliche Mengenmessung gefragt. Mit SlideControl hat die Firma SWR engineering eine Lösung für diese Messaufgabe entwickelt. Das Messprinzip basiert auf zwei unabhängig voneinander arbeitenden Messungen. Mithilfe des Korrelationsverfahrens wird mit zwei am unteren Ende einer Finne befindlichen Elektroden, die Geschwindigkeit des Fördergutes erfasst. Mit einer weiteren, über die ganze Länge in der Finne angebrachten Elektrode, wird der Füllstand in der Rinne gemessen. Diese beiden Messgrößen plus das bekannte und immer konstante Breitenmaß der Rinne werden miteinander verrechnet und als Mengensignal ausgegeben.

Die separate Auswerteelektronik hat zwei Analogausgänge. Diese können wahlweise belegt werden. Somit kann sich der Nutzer immer zwei der drei vorhandenen Messgrößen Geschwindigkeit, Füllhöhe oder Volumenstrom als 4…20 mA-Signal ausgeben lassen. Letztere Größe kann auch als Mengenstrom ausgegeben werden. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der Anwender den Dichtewert des zu messenden Materials als Faktor hinterlegt. Der Volumenstrom wird mit einer Genauigkeit von zwei Prozent ausgegeben.

Die Auswerteelektronik ist je nach Anspruch des Anwenders, in zwei Ausführungen erhältlich. Für raue Prozessumgebungen steht eine Feldelektronik in Schutzart IP65 zur Verfügung. Diese Variante wird verwendet, wenn eine vor-Ort-Displayanzeige erforderlich ist. Die zweite Variante der Elektronik ist in Form einer Hutschine für den Schaltschrank erhältlich. Die Parametrierung erfolgt in diesem Fall über ein Notebook.

Die in den Materialstrom eintauchende Finne wird bis auf das Membrangewebe gesetzt. Die messbare Materialhöhe liegt bei maximal 250 mm. Die Finne aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) weist laut Hersteller in nachweislich abrasiven Materialen Standzeiten von mindestens einem Jahr auf. Die Steckkonstruktion soll den Austausch vereinfachen und beschleunigen. Eine Neukalibrierung ist bei Finnentausch nicht nötig.

Wenn sich Material oberhalb der Grenzschicht an der Finne absetzt, kann dies dazu führen, dass ein zu hoher Füllstand ausgegeben wird. Dieses Problem lässt sich mithilfe eines nachrüstbaren mechanischen Klopfers lösen. Das System kann in der Standardausführung bis zu einer Materialtemperatur von 80 °C, optional bis zu 120 °C eingesetzt werden.

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