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Personalmeldungen DSM, Fluor, der Nationale Wasserstoffrat, Solvay und Evonik besetzen wichtige Posten

| Redakteur: MA Alexander Stark

In den Aufsichtsräten und Vorständen von Royal DSM, dem Nationalen Wasserstoffrat, Solvay und Evonik wurden wichtige Führungsaufgaben vergeben. PROCESS hat die Personalmeldungen aus der Prozessindustrie für Sie zusammengefasst.

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Aus den Vorständen und Aufsichtsräten der Prozessindustrie gibt es Neues zu berichten.
Aus den Vorständen und Aufsichtsräten der Prozessindustrie gibt es Neues zu berichten.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Würzburg – Wie Royal DSM mitteilte, nominiert der Aufsichtsrat für die am 6. Mai 2021 stattfindende Jahreshauptversammlung der Aktionäre Carla Mahieu für die Ernennung zum neuen Aufsichtsratsmitglied. Sie soll die Nachfolge von Pauline van der Meer Mohr antreten, die dem Aufsichtsrat seit 2011 angehört.

Nach 10 Jahren im Aufsichtsrat von DSM wird van der Meer Mohr zum Ende ihrer laufenden Amtszeit nach der Hauptversammlung zurücktreten. Mit der Nominierung von Mahieu will der Aufsichtsrat sein starkes personelles und organisatorisches Profil in einem internationalen Geschäftsumfeld beibehalten. Darüber hinaus wird Mahieu die Wissens- und Kompetenzbasis des Aufsichtsrates in Bezug auf Sicherheit, Digitalisierung, Governance, Compliance und öffentliche Angelegenheiten erweitern. Um sich mit dem Unternehmen vertraut zu machen, wird sie ab 30. September 2020 als Beobachterin im Aufsichtsrat vertreten sein.

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Mahieu (1960, niederländischer Staatsangehöriger) ist Global Head of Human Resources und Mitglied des Vorstands von Aegon. Sie wurde 2010 zum Global Head of Human Resources und 2016 zum Mitglied des Vorstands ernannt. Unter ihrer Führung hat sie die weltweite Personalabteilung aufgebaut, die globale Personalstrategie entwickelt und mit der strategischen Ausrichtung von Aegon in Einklang gebracht. Mahieu ist auch Mitglied der Aufsichtsräte der Vodafone Ziggo Group und der Royal BAM Group.

Teri McClure wird neues Vorstandsmitglied von Fluor

Mit Wirkung vom 1. Oktober 2020 ernannte Fluor Teri P. McClure zum Direktor des Unternehmens. McClure wird in den Audit- und Governance-Ausschüssen des Vorstands tätig sein und die Gesamtzahl der Vorstandsmitglieder auf 13 erhöhen.

McClure war fast 25 Jahre lang bei United Parcel Service (UPS) tätig, wo sie zuletzt als Chief Human Resources Officer und Senior Vice President, Personalwesen, fungierte. Zu ihren früheren Positionen im Unternehmen gehörten leitende Führungspositionen in den Bereichen Recht, Compliance und öffentliche Angelegenheiten sowie die Funktion als General Counsel und Sekretärin des Unternehmens. McClure ist derzeit als Vorstandsmitglied bei GMS, Jet Blue Airways Corporation und Lennar Corporation aktiv.

Die in Kansas City geborene McClure hat einen Bachelor-Abschluss in Marketing und Wirtschaft der Washington University in St. Louis und einen Doktortitel in Rechtswissenschaften der Emory University School of Law in Atlanta.

Klaus Schäfer in Nationalen Wasserstoffrat berufen

Die Bundesregierung hat Dr. Klaus Schäfer, Chief Technology Officer (CTO) von Covestro, in den Nationalen Wasserstoffrat berufen. Er repräsentiert dort als Experte die chemische Industrie in Deutschland.

Die chemische Industrie hat in ihrer Roadmap 2050 den Weg der Branche zur CO2-Neutralität vorgelegt. Die Erzeugung und Nutzung von klimafreundlichem Wasserstoff zur Herstellung chemischer Produkte spielt darin eine zentrale Rolle. Covestro verfolgt zudem das Ziel, sich vollständig auf die Kreislaufwirtschaft auszurichten. Auch hierbei kommt Wasserstoff eine hohe Bedeutung als Energieträger und alternativer Rohstoff zu.

Wie Schäfer erklärte, hat die chemische Industrie großes Interesse daran, die Energiewende mit ihrem Know-How und ihren Ideen zu unterstützen. Er wolle das Fachwissen der Branche einbringen, damit Deutschland und Europa beim Thema Wasserstoff an der Spitze bleibe. Der promovierte Physiker sieht Technologieoffenheit und eine umfassende Analyse der Potenziale für die Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff als Grundlage. Auch verwandte Fragen wie der notwendige Ausbau erneuerbarer Energien müssten dabei eine Rolle spielen.

Der Nationale Wasserstoffrat wurde im Rahmen der im Juni 2020 vom Bundeskabinett verabschiedeten Nationalen Wasserstoffstrategie ins Leben gerufen. Die insgesamt 26 Experten stammen u.a. aus den Bereichen Forschung, Industrie und Verkehr. Sie sollen Vorschläge und Handlungsempfehlungen zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Wasserstoffstrategie erarbeiten.

Neben seiner neuen Position im Nationalen Wasserstoffrat ist Dr. Schäfer Vorsitzender des Ausschusses Energie, Klimaschutz und Rohstoffe im Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI), Vorsitzender der Dechema Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. und Mitglied des Vorstands des VCI NRW. Bei Covestro ist er als Vorstandsmitglied verantwortlich für die Bereiche Produktion und Technik sowie für alle Chemie-Produktionsstandorte weltweit.

Renommierter Mikrobiologe wird Ehrenvorsitzender des Solvay-Solidaritätsfonds

Solvay hat die Ernennung von Baron Peter Piot, dem weltweit anerkannten belgischen Mikrobiologen, Direktor der London School of Hygiene and Tropical Medicine und Professor für globale Gesundheit, zum Ehrenvorsitzenden des Solvay-Solidaritätsfonds bekannt gegeben.

Der Solvay-Solidaritätsfonds wurde am 9. April 2020 ins Leben gerufen, um allen Solvay-Mitarbeitern und ihren Angehörigen, die aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Not geraten könnten, zusätzliche finanzielle und nicht-finanzielle Unterstützung zu gewähren. Darüber hinaus zielt der Fonds darauf ab, zusätzliche Unterstützung für Wohltätigkeits- und Forschungsorganisationen von Covid-19 bereitzustellen, ein Aspekt der Gesamtmission, zu dem Dr. Piot besondere Ratschläge geben soll.

Dr. Piot war Mitentdecker des Ebola-Virus in Zaire, als er am Institut für Tropenmedizin in Antwerpen, Belgien, arbeitete, und leitete Forschungsarbeiten über HIV/Aids, sexuell übertragbare Krankheiten und die Gesundheit von Frauen, vor allem in Afrika südlich der Sahara. Seine akademische Laufbahn umfasste Lehr- und Managementpositionen in vielen angesehenen Institutionen in Brüssel, Nairobi, Washington, London und Paris. Er ist Mitglied nationaler Wissenschafts- und Medizinakademien in Belgien, Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten.

Digitales Netzwerk statt Präsenzveranstaltung

Angesichts der jüngsten Entwicklungen rund um das Coronavirus werden reihenweise Veranstaltungen abgesagt oder verschoben. Digitalen Plattformen, die diese Entwicklung kompensieren können, kann die Zukunft gehören. „Industrial Generation Network“ ist so eine Lösung für Professionals in der Industrie. Die Plattform ermöglicht eine umfassende Vernetzung sowie Produktpräsentation und thematischer Austausch mithilfe von Tools wie Terminvereinbarung und Videokonferenzen. Damit ersetzt die Plattform die aktuell stark eingeschränkte Face-to-Face-Kommunikation vor allem auf Messen.

Wie kann die Plattform mir helfen?

Von 1995 bis 2008 war er Gründungsexekutivdirektor von Unaids und Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen sowie stellvertretender Direktor des Global Programme on Aids der WHO. Heute gibt er sein Fachwissen in vielen verschiedenen Organisationen weiter und wurde vor kurzem zum Sonderberater des Präsidenten der Europäischen Kommission für Forschung und Innovation für Covid-19 ernannt. Er hat über 600 wissenschaftliche Artikel und 17 Bücher veröffentlicht, darunter seine Memoiren „No Time to Lose“ im Jahr 2012 (WW Norton), die ins Französische, Niederländische, Japanische und Koreanische übersetzt wurden, und „Aids zwischen Wissenschaft und Politik“ im Jahr 2015 (Columbia University Press).

Evonik verlängert Vertrag von Vorstandmitglied Thomas Wessel

Der Aufsichtsrat von Evonik hat den Vertrag von Vorstandsmitglied Thomas Wessel (57) um fünf Jahre bis 2026 verlängert. Wessel ist bereits seit September 2011 Personalvorstand und Arbeitsdirektor bei dem Spezialchemiekonzern. Davor hatte er Leitungsaufgaben im Personalbereich von Industrieunternehmen. In der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens hat Wessel für wichtige personalpolitische Weichenstellungen gesorgt.

Als Personalvorstand und Arbeitsdirektor sind ihm angesichts des demografischen Wandels und der fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt außerdem richtungsweisende neue Konzepte in der Personalarbeit ein besonderes Anliegen. Im Verband der Chemischen Industrie (VCI) ist Thomas Wessel im August 2020 zum neuen Vorstandsvorsitzenden des VCI NRW gewählt worden.

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