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Explosionsdruckentlastung

Druckwelle und Flamme kontrolliert ablenken

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Das Aufsatzmodul Targo-Vent kann auch auf bereits bestehende Berstscheibeninstallationen aufgesetzt werden.
Das Aufsatzmodul Targo-Vent kann auch auf bereits bestehende Berstscheibeninstallationen aufgesetzt werden. (Bild: Rembe)

Intelligenter Explosionsschutz muss nicht zwangsläufig teuer oder kompliziert sein. Eine innovative Technologie ermöglicht es, Druckwelle und Flamme einer Explosion kontrolliert abzulenken. Das Aufsatzmodul Targo-Vent von Rembe beispielsweise kann auch auf bereits bestehende Berstscheibeninstallationen aufgesetzt werden. Das Ergebnis: Der erforderliche Sicherheitsbereich wird reduziert, die frei verfügbare Fläche erhöht sich.

Berstscheiben sind äußerst wirtschaftliche und verhältnismäßig einfache handhabbare Entlastungseinrichtungen. Allerdings stellte diese Art der herkömmlichen Explosionsdruckentlastung viele Anlagenbetreiber vor ein großes Problem: Zum Schutz von Menschen und Maschinen müssen erhebliche Sicherheitsbereiche um die Entlastungsfläche eingerichtet werden, die nicht genutzt werden dürfen. Bei baulichen Veränderungen sehen sich Anlagenbetreiber mitunter gezwungen, zuvor definierte Sicherheitsbereiche zu bebauen oder anderweitig zu nutzen.

Flammenlose Druckentlastung oder Explosionsunterdrückung sind in solchen Situationen nicht immer eine Alternative. Allzu oft werden deshalb als Notlösung Deflektorplatten vor den installierten Berstscheiben angebracht. Statt die neue Infrastruktur zu schützen, stellen diese Platten oft ein zusätzliches Sicherheitsrisiko dar. Nach der europäischen Norm EN 14491 dürfen Deflektorplatten lediglich bis zu einem Behältervolumen von 20 m3 genutzt werden.

Industrieübliche Behältergrößen übersteigen dieses Maß. Die Norm „verschweigt“ außerdem, dass die Deflektorplatten mit erheblichem Aufwand gebaut und befestigt werden müssen, da enorme Rückstoßkräfte wirken. Ferner stellen diese Elemente während des Normalbetriebes ein massives Hindernis dar.

Das Targo-Vent ist ein speziell für Berstscheiben entwickelter Öffnungswinkelbegrenzer, der die Druckentlastung gezielt in Bereiche lenkt, in denen für die angrenzende Infrastruktur keine Gefahr besteht. Dieser federt die darunter liegende Berstscheibe dynamisch, progressiv ab und ist so in der Lage, auch große kinetische Kräfte elastisch aufzunehmen.

Das Dämpfungselement absorbiert die enormen Rückstoßkräfte der Explosionsenergie und lenkt Flamme und Druckwelle in die gewünschte Richtung. Je nach Bedarf werden Flamme und Druck in einem definierten Winkel von etwa 30° bis 45° nach oben oder zur Seite abgeleitet. So können Anlagenbetreiber die Sicherheitsbereiche um die Entlastungsöffnung minimieren.

Das Aufsatzmodul wird in allen gängigen Berstscheibenabmessungen gefertigt, sodass auch eine Nachrüstung problemlos realisiert werden kann. Um- oder Neubauten werden durch das Targo-Vent geschützt ohne, dass das Explosionsschutzkonzept der bestehenden Anlage signifikant verändert werden muss. Das Modul wird platzsparend auf der Berstscheibe montiert. Es werden keine aufwandigen Fundamente oder Verstärkungen benötigt.

Das System ist aus wartungsfreien Edelstahlmaterialien gefertigt und in Kombination mit Rembe-Berstscheiben und Druckenlastungspanelen gemäß der Atex- Richtlinie 94/9/EG (Atex 114) baumustergeprüft und zugelassen (FSA 13 Atex 1637).

Schüttgut Dortmund 2015: Halle 5, Stand K 02

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