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Druckmittler

Druckmittler schützen Messgeräte in schwierigen Umgebungsbedingungen

26.08.2009 | Autor / Redakteur: Ali Cökmez / Dr. Jörg Kempf

Differenzialmessumformer mit zwei Druckmittlern am Boden eines Gastanks
Differenzialmessumformer mit zwei Druckmittlern am Boden eines Gastanks

In der chemischen und petrochemischen Industrie, aber auch in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie, müssen Messgeräte unter schwierigen Bedingungen störungsfrei arbeiten. Bei der Druckmessung von Gasen und Flüssigkeiten gibt es unterschiedliche Herausforderungen, die den Einsatz von Druckmittlern erforderlich machen. Lesen Sie, was dabei zu beachten ist.

Zähflüssige oder trübe Flüssigkeiten wie Klebstoff, Zahnpasta, Abwasser oder Erdöl können Druckmessgeräte beeinträchtigen, wenn ein direkter Kontakt zum Messmedium besteht. Durch den Einsatz eines Druckmittlers wird dies verhindert. Ein Druckmittler besteht aus einer elastischen Membran, die zwischen zwei starre Flansche geklemmt oder geschweißt ist. Der Raum zwischen der Membran und dem Druckmessgerät ist mit einer Druckübertragungsflüssigkeit gefüllt, die den Prozessdruck auf das Messgerät überträgt. Bei Prozessflüssigkeiten, die bei Raumtemperatur erstarren, wie Honig, Zucker, Gummi oder Teer, verhindert ein Druckmittler das Verstopfen der Rohrleitung. Er kann in der Isolierung installiert werden, sodass die Flüssigkeit selbst auf Prozesstemperatur gehalten wird, oder außerhalb der Isolierung, wo ihn ein Heizsystem (z.B. Dampfkreislauf) auf Prozesstemperatur hält.

Auch bei korrosiven Flüssigkeiten wie Salzwasser oder Säuren ist das Messgerät vom Messmedium zu trennen. Die Teile des Druckmittlers, die mit der Prozessflüssigkeit in Kontakt kommen (untere Halterung und Membran) müssen für diese Flüssigkeit geeignet sein. Unter Umständen ist zusätzlich eine Membranbeschichtung erforderlich. Bei toxischen Flüssigkeiten wie Chlor, Lösungsmitteln oder chemischen Gasen bildet der Druckmittler eine zusätzliche Barriere zwischen Flüssigkeit und Umgebung.

Toträume vermeiden

In Prozessen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie geht es vor allem darum, Toträume möglichst zu vermeiden, da diese für die Reinigung unzugänglich sind und den Nährboden für Bakterien bilden. Hierfür kommen entweder Druckmittler mit lebensmittelgerechtem Anschluss zum Einsatz oder passgenaue Druckmittler, die eine Reinigung und Sterilisierung vor Ort (CIP, SIP) unterstützen. Als Material sollte Edelstahl mit einer Oberflächenrauheit von Ra ≤ 0,8 µm verwendet werden.

 

Produkt-Neuheit: Prozess-Druckmittler für hohe Temperaturen

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