Anbieter zum Thema
Ist der Druckmittler nicht auf derselben Höhe wie das Messinstrument angebracht, und sind beide Geräte durch eine Kapillarleitung miteinander verbunden, muss der vom Instrument angezeigte Druck um den Druckwert korrigiert werden, welcher der Höhe der Flüssigkeitssäule in der Kapillare entspricht. Eine negative Korrektur erfolgt, wenn das Messgerät unterhalb des Druckmittlers angebracht ist, ein positive, wenn es darüber montiert ist. Aufgrund des durch die Säulenhöhe entstehenden Vakuums darf das Messinstrument jedoch nie mehr als sechs Meter über dem Druckmittler installiert werden. Bei der Füllflüssigkeit LRS4 liegt diese Grenze bei vier Metern.
Schutz vor unerwartetem Überdruck
In manchen Anwendungen ist das Messgerät vor unerwarteten oder versehentlichen Überdrücken zu schützen. So kann sich z.B. in einer Spritzmaschine Prozessflüssigkeit anstauen und dann plötzlich durchfließen, wodurch es zu Druckspitzen kommt. Hier ist ein Druckbegrenzer zwischen Druckmittler und Messinstrument empfehlenswert. Auch bei der Prüfdruckmessung in Raffinerien kann es zu einem hohen Überdruck kommen. Erfolgt z.B. die Füllstandsmessung in einem Behälter im Normalfall bei einem niedrigen Druck zwischen 0 und 1 bar (entspricht 0 bis 10 Metern), muss die Installation für einen entsprechend höheren Überdruck von 50 bar ausgelegt sein. Der Prüfdruck wird in regelmäßigen Abständen getestet, wobei auch hier ein Druckbegrenzer das Messsystem schützt.
Baumer bietet eine Reihe unterschiedlicher Überduckschutzvorrichtungen für Niederdruck- (AORPB) und Hochdruckbereiche (AORP) an. Um den Anforderungen der FDA, EHEDG, 3A und allgemein geltenden Standards für Anwendungen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie zu entsprechen, steht ein breites Spektrum an hygienegerechten Druckmittlern zur Verfügung. Besonderes Augenmerk gilt hierbei der Oberflächenbeschaffenheit der Membran und der Nahtstellen. Die Druckmittler erfüllen auch die Atex 94/9/CE-Anforderungen für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen sowie die Forderungen der Druckgeräterichtlinie 97/23/CE.
Der Autor ist Produktmanager bei Baumer.
(ID:311007)