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Druckluft-Membranpumpen Druckluft-Membranpumpen als Dosierspezialisten

| Autor / Redakteur: Peter Schüten / Dr. Jörg Kempf

Lesen Sie wie ein führender europäischer Tierfutterproduzent mit Druckluft-Membranpumpen die gewünschte Dosiergenauigkeit bei der Anreicherung von Ziegenfutter mit Enzymen erreicht.

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Zur Bestimmung der besten Pumpenlösung wandte sich Gerrit Brinkman (rechts), Projektmanager bei Technology Unlimited, an Gerrit Klaassen (links), Commercial Director bei Holland Air Pumps. Die Feinschmecker-Ziege(n) freut’s ...
Zur Bestimmung der besten Pumpenlösung wandte sich Gerrit Brinkman (rechts), Projektmanager bei Technology Unlimited, an Gerrit Klaassen (links), Commercial Director bei Holland Air Pumps. Die Feinschmecker-Ziege(n) freut’s ...
(Bild: Almatec;© rostyle - stock.adobe.com; [M] GötzelHorn)

Es mag nicht die drängendste philosophische Frage unserer Tage sein, aber es gibt offenbar weit auseinandergehende Auffassungen über die Fressgewohnheiten von Ziegen. Auf der einen Seite sind viele der Ansicht, Ziegen seien sehr eigen bei der Nahrungsaufnahme und würden nicht alles fressen, was ihnen in den Weg kommt. Andere hingegen behaupten steif und fest, Ziegen seien wandelnde Müllverwerter, die alles verschlingen – sogar Blechdosen.

Gerrit Brinkman weiß jedoch aus erster Hand, dass Ziegen in der Tat sehr wählerisch sind, wenn es um ihren Speisezettel geht. „Ziegen sind bei ihrem Futter sehr pingelig“, erläutert Brinkman. „Sie mögen es nicht, wenn Staub oder andere Verunreinigungen auf ihrem Futter sind. Daher fressen sie mehr, wenn das Futter sauber ist.“ Nein, Gerrit Brinkman ist kein Ziegenbauer und auch kein Tierarzt, aber er hat sich eingehend mit dem Fressverhalten dieser Tiere beschäftigt.

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Das liegt daran, dass er Projektmanager bei Technology Unlimited ist, einem in den Niederlanden ansässigen Hersteller maßgefertigter Edelstahlsysteme und -komponenten, die bei der Herstellung von Tierfutter und anderen Nahrungsmittelprodukten zum Einsatz kommen. Brinkman und Technology Unlimited erhielten die Aufgabe, für einen der größten Tierfutterproduzenten Europas ein System zu entwerfen, mit dem sich ein hauptsächlich aus Palmöl bestehendes Enzym auf Ziegenfutter würde auftragen lassen. Dieser Vorgang spielt eine wesentliche Rolle bei der Herstellung von Futter, das wählerische Ziegen nicht verschmähen.

„Durch die Enzymbeschichtung können sie das Futter besser verdauen“, erklärt Brinkman weiter. „Es schmeckt gut, und es tut ihren Mägen und ihrem Verdauungssystem gut. Die Ziegen schätzen das Enzym nicht nur wegen des guten Geschmacks, sondern auch weil es Staubansammlung auf ihrem Futter verhindert.“

Präzisionsarbeit gefragt

Ziegenfutter mit einer schmackhaften Enzymbeschichtung zu versehen ist nicht so einfach wie es scheinen mag. Der Vorgang bei dieser speziellen Kundenanlage beginnt, wenn das Enzym von einem Außentank durch eine Rohrleitung in das Produktionsgebäude zu einem kleinen Raum geleitet wird, der 35 m oberhalb des Lagertanks liegt. In diesem Raum befinden sich mehrere Pumpen, die mit Durchflussmengenmessern, Temperatur- und Druckanzeigen sowie mit einem Filtersystem ausgestattet sind.

Nachdem das Enzym diese Komponenten durchlaufen hat, wird es durch kleine Ventile zu einer Reihe von Auftragsdüsen geleitet, die mit vorgegebener Durchflussrate und Druckstärke eine streng regulierte Menge des Enzyms auf das Ziegenfutter abgeben. Pulsationsdämpfer sorgen dafür, dass die Durchflussrate nicht schwankt und dass während des gesamten Ablaufs die Dosiergenauigkeit erhalten bleibt.

Event-Tipp der Redaktion Das 16. Pumpen-Forum findet auch 2018 wieder im Rahmen der Förderprozessforen statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf unserer Eventseite. Unsere Bildergalerie zur letztjährigen Veranstaltung zeigt die Referenten des 15. Pumpen-Forums mit ihren Themenschwerpunkten.

„Die Herausforderung liegt darin, dass der Durchfluss sehr gering ist und aus Gründen der Genauigkeit sehr stabil sein muss“, erläutert Brinkman. „Das ist nicht so einfach zu erreichen, daher hat uns der Kunde gebeten, eine entsprechende Lösung zu entwerfen. Die Strömungsmenge muss an den Durchflussmessern sehr stabil sein, um die nötige Präzision zu erzielen.“

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