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Modulare Automation

Dima ist auf dem Weg in die Umsetzung

| Autor/ Redakteur: Thomas Holm, Wolfgang Laufmann* / Anke Geipel-Kern

Nur mit dem Einsatz modularer Anlagen kann die Chemie- und Pharmaindustrie schnell genug auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren. Mit Dima (Dezentrale Intelligenz für Modulare Anlagen) hat Wago eine Methodik zur Automatisierung modularer Anlagen präsentiert, die exakt dieser Anforderung gerecht wird. Zur SPS stellt das Unternehmen den ersten Prototyp vor.

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Der Screenshot veranschaulicht die MTP-Erzeugung aus E-Cockpit.
Der Screenshot veranschaulicht die MTP-Erzeugung aus E-Cockpit.
(Bild: Wago)

Nichts ist beständiger als der Wandel, sagt der Volksmund. Und explizit mit Blick auf unser Konsumverhalten hat er damit sicher nicht Unrecht. Die Auswirkungen: Produzierende Unternehmen werden mit Marktanforderungen konfrontiert, die so dynamisch und komplex sind, dass sie sich kaum antizipieren lassen und, die einen erheblichen Einfluss auf die Produktion dieser Unternehmen haben.

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Der Wunsch nach individuellen Gütern führt zu einer höheren Variantenvielfalt – teilweise bis zur Fertigung von individualisierten Produkten. Die globale Verfügbarkeit von Waren sorgt für schwankende Auftragseingänge und sich regional verschiebende Absatzmärkte. Kürzere Produktlebenszyklen reduzieren sowohl die Entwicklungszeit als auch die schlussendlichen Lieferfristen.

Darwin und Dima

Weniger vom Marktverhalten gesteuert, aber mit nicht minder großem Einfluss auf die Produktion der Unternehmen verbunden, sind überdies neue Technologien, Gesetze oder Regularien. So herausfordernd sie sind, so wichtig ist es für produzierende Unternehmen diesen Veränderungen Rechnung zu tragen, um selbst wettbewerbsfähig bleiben zu können. Denn, wie es bereits Charles Darwin formulierte: „Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, aber diejenige, die am anpassungsfähigsten auf Veränderungen reagiert“.

Um mit den dynamischen Marktveränderungen Schritt halten zu können, müssen sich produzierende Unternehmen wandeln – sich und ihre Produktionsprozesse.

Was gefragt ist, sind Produktionsprozesse, die schon heute den Marktbedürfnissen von morgen gerecht werden, oder viel mehr: Produktionsprozesse, die ausreichend wandlungsfähig sind, um sich zuverlässig an Anforderungen anzupassen, die heute möglicherweise noch gar nicht bedacht werden.

Wie werden Anlagen fit für die Zukunft?

Explizit mit Blick auf die technologischen Grundlagen einer Produktion stellt sich für Unternehmen darum heute mehr denn je die Frage nach der Zukunftsfähigkeit ihrer Maschinen und Anlagen. Produktionsprozesse sind dann wandlungsfähig, wenn sie universell, mobil, skalierbar, modular und kompatibel sind.

Für Maschinen und Anlagen, die in den Produktionsprozess integriert sind, gelten entsprechend die gleichen Anforderungen: sie müssen ebenfalls universell, mobil, skalierbar, modular und kompatibel sein, um die Wandlungen eines Produktionsprozesses überhaupt ermöglichen zu können.

Die Wandlungsfähigkeit einer Anlage darf sich dabei jedoch nicht auf ihren physischen Aufbau beschränken. Explizit, das Automatisierungssystem muss etwaige Veränderungen ermöglichen, es muss entsprechend ebenfalls wandlungsfähig sein.

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