Suchen

Registrierungspflichtiger Artikel

Meldepflicht für gefährliche Gemische Die Dosis macht das Gift: So schützen Treuhänder sensible Gefahrstoff-Daten

Redakteur: Dominik Stephan

Wer gesundheitsgefährdende, chemische Produkte in Europa vertreibt, muss diese bis 2021 eindeutig kennzeichnen und die Zusammensetzung den Giftnotrufzentralen oder der Europäischen Chemikalienagentur ECHA übermitteln. Mit dem Unique Formular Identifier (UFI) haben Giftnotrufzentralen alle Informationen, um im Notfall schnelle Hilfe zu leisten. Das bedeutet auf seitens der Unternehmen einen nicht unerheblichen Vertrauensvorschuss - dabei könnten Unternehmen sensible Daten von unabhängigen Dritten sicher verwalten lassen....

Firmen zum Thema

(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Bei einer Vergiftung kommt es darauf an, das Gift und seine Wirkung zu kennen. Dabei helfen bisher schon die nationalen Giftnotrufzentralen. Nun will die EU die gesundheitliche Notversorgung harmonisieren und hat dazu die Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen entsprechend geändert. Unternehmen, die im europäischen Wirtschaftsraum gefährliche Gemische in Verkehr bringen, müssen diese demnach bei der zuständigen Notrufzentrale oder der ECHA melden.

Zu der Meldung, der Poison Center Notification (PCN), gehören Informationen zur Zusammensetzung und der Toxikologie, der Handelsname, die Farbe sowie Angaben zur Verpackung – außerdem ein 16-stelliger, eindeutiger Rezepturidentifikator, der UFI. Spätestens ab 2025 muss dieser Code auf den Etiketten oder in den Sicherheitsdatenblättern aller gefährlichen Gemische abgedruckt sein. Insbesondere bei Gemischen zur gewerblichen Nutzung gibt es aktuell noch großen Nachholbedarf.