Energieeffizienz Deutsche Industrie investiert verstärkt in Energieeffizienz

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Um den steigenden Strompreisen entgegenzuwirken, haben deutsche Unternehmen aus Industrie und produzierendem Gewerbe in den vergangenen beiden Jahren durchschnittlich 50 000 Euro in Energieeffizienzmaßnahmen investiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (Dena). Beinahe 50 % der Betriebe erwarten in den kommenden zwei Jahre nochmals eine starke Erhöhung der Strompreise.

Firmen zum Thema

Die deutsche Industrie liegt mit den Haushalten in Deutschland beim Energieverbrauch gleich auf.
Die deutsche Industrie liegt mit den Haushalten in Deutschland beim Energieverbrauch gleich auf.
(Bild: Dena)

Berlin – Deutsche Unternehmen investieren verstärkt in Energieeffizienz. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag der Initiative Energieeffizienz der Dena durchgeführte Umfrage unter Betrieben aus Industrie und produzierendem Gewerbe. So haben die Unternehmen nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Jahren durchschnittlich 50 000 Euro für Energieeffizienzmaßnahmen ausgegeben. Im Jahr 2011 lag dieser Wert noch bei 30 000 Euro. 65 % der Befragten wollen auch in Zukunft weitere Maßnahmen ergreifen.

Gleichzeitig befürchten die Unternehmen steigende Strompreise. 44 % erwarten innerhalb der nächsten zwei Jahre eine starke Erhöhung der Strompreise, 2011 waren es nur 24 %. Für die nächsten fünf Jahre rechnet jedes dritte Unternehmen mit einer deutlichen Zunahme der Preise.

„Die richtige Antwort auf steigende Strompreise ist Energieeffizienz. Die Unternehmen haben die Chancen und Potenziale erkannt und verstärkt in die energetische Optimierung von Anlagen und Systemen investiert“, so Annegret-Cl. Agricola, Bereichsleiterin der Dena. „Wichtig ist allerdings, nicht nur die Investitionen zu erhöhen, sondern auch die Qualität der Energieeffizienzmaßnahmen sicherzustellen. Die Nutzung eines betrieblichen Energiemanagements bietet die Chance, um vorhandene Effizienzpotenziale systematisch zu erschließen.“

Der Anteil an Unternehmen, die Maßnahmen zur energetischen Optimierung von Anlagen und Maschinen durchgeführt haben, blieb gegenüber dem Vorjahr mit 60 % auf hohem Niveau stabil. Dabei steigen die Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit. Die Vorgaben für die Verzinsung des eingesetzten Kapitals liegen bei mehr als der Hälfte der Unternehmen bei 25 % und höher. Fördermaßnahmen bieten dabei für etwa jedes zweite Unternehmen einen Anreiz für Investitionen.

Hier setzt beispielsweise das Förderprogramm „Investitionszuschüsse zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien im Mittelstand“ an. Es gewährt kleinen und mittleren Unternehmen Zuschüsse für Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen. Das Programm des Bundeswirtschaftsministeriums fördert den Austausch von Altanlagen gegen hocheffiziente Anlagen sowie die systemische Optimierung.

(ID:38947300)