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Bioethanolwirtschaft: E10-Verbrauch steigt

Deutsche Bioethanol-Produktion auch 2014 gestiegen

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Auch im letzten Jahr ist die Produktion von Bioethanol in Deutschland gestiegen. Der größte Anteil kommt aus der Futtergetreide-Herstellung.
Auch im letzten Jahr ist die Produktion von Bioethanol in Deutschland gestiegen. Der größte Anteil kommt aus der Futtergetreide-Herstellung. (Bild: Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft)

Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft meldet einen Produktionsanstieg von zertifiziertem Bioethanol im vergangenen Jahr um 8,2 %. Kontinuierlich steigt auch der E10-Kraftstoffverbrauch und trägt zur positiven Entwicklung der Branche bei.

Berlin – In den Bioethanolwerken im Osten und Norden Deutschlands wurde ein deutlicher Produktionszuwachs erzielt: Im Jahr 2014 wurden insgesamt 726 881 t Bioethanol aus den nachwachsenden Rohstoffen Industrierüben und Futtergetreide produziert, das sind 54 852 t bzw. 8,2 % mehr als im Jahr 2013.

Im Jahr 2014 wurden aus Futtergetreide 475 962 t Bioethanol hergestellt, ein Plus von 17,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die zu Bioethanol verarbeiteten 1,5 Millionen Tonnen Futtergetreide entsprechen einem Anteil von 2,9 % der auf 51,9 Millionen Tonnen geschätzten Getreideernte im Jahr 2014. Brotgetreide wird für die Herstellung von Bioethanol nicht verwendet.

Aus Industrierüben wurden 242 714 t Bioethanol hergestellt, ein Minus von 9,1 % gegenüber dem Jahr 2013. Dies entspricht einem Anteil von 2,6 Millionen Tonnen Industrierüben bzw. 8,8 % an der auf insgesamt 29,5 Millionen Tonnen geschätzten deutschen Rübenernte im Jahr 2014.

„Bioethanol sorgt für CO2-Einsparung von mindestens 50 %“

Etwa ein Drittel der pflanzlichen Rohstoffe wird zu Bioethanol verarbeitet, sonstige pflanzliche Inhaltsstoffe fließen in Produkte wie Proteinfuttermittel aus Getreide, Kraftfutter aus Industrierüben und sonstige Produkte für die Lebens- und Futtermittelindustrie wie beispielsweise Hefe oder Gluten als Aquafeed.

Dietrich Klein, Geschäftsführer des BDBE: „Der Produktionszuwachs beweist die hohe Konkurrenzfähigkeit der deutschen Bioethanolwirtschaft. Wesentliche Gründe hierfür sind der führende Technologiestandard und die Energieeffizienz der deutschen Bioethanolwerke. Bei der Herstellung von Bioethanol aus Industrierüben und Futtergetreide wird die gesetzliche CO2-Mindesteinsparung von 35 % gegenüber fossilem Benzin deutlich übertroffen. Im Durchschnitt wird vom Anbau der Rohstoffe bis zur Verwendung des Bioethanols als Kraftstoff eine zertifizierte CO2-Einsparung von mindestens 50 % erreicht.“

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