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Wenn sich der Laborant hier einmal festgelegt, alle Präparate und Materialien in den Isolator geräumt und die Dekontamination gestartet hat, können keine Änderungen mehr vorgenommen werden. Aus diesem Grund nimmt auch hier die Technik den notwendigen Schritt der sorgfältigen Auflistung nicht ab, welcher genau aufzeigt, welche Materialien wann und in welcher Menge wie in den Isolator gebracht werden müssen.
Vor diesem Hintergrund und zur Sicherung eines reibungslosen Ablaufs sind regelmäßige Schulungen und Trainings aller Mitarbeiter entscheidend. Nur so können optimale Testbedingungen – angefangen von der fehlerfreien Beladung bis hin zur sicheren Dekontamination – gewährleistet werden. Denn gerade auch das Arbeiten mit doppelten Handschuhen bereitet Mitarbeitern mitunter Schwierigkeiten. Daher sind regelmäßige Übungen wichtig, um ein sicheres Gefühl für die Griffigkeit von Gefäßen und Materialien zu bekommen. Vor diesem Hintergrund werden insbesondere bei neuen Verpackungsmaterialien oder neuen Entnahmegeräten mehrere vorgelagerte Testläufe durchgeführt.
Alle Beteiligten, die mit dem Isolator arbeiten, müssen zudem mit dessen Technik und den Maßnahmen zur Vermeidung falsch positiver Ergebnisse geschult sein. Darüber hinaus müssen die Laboranten immer wieder Trainings zum fehlerfreien Umgang mit dem Gerät durchlaufen. Bewährt haben sich dabei Best-Practice-Trainings, bei denen vier bis sechs Techniker den Arbeitsablauf eines anderen Kollegen beobachten. Anschließend wird dann gemeinsam ausgewertet, was gut war und was in Zukunft verbessert werden könnte. In den Laboren von SGS Institut Fresenius werden etwa viermal jährlich derartige umfangreiche Best-Practice-Kurse durchgeführt.
Fehlerquellen minimieren
Der einwandfreie Umgang mit dem Testmaterial beginnt schon in der Vorbereitungsphase. Denn gerade hier liegen erfahrungsgemäß die beiden größten Fehlerquellen: Zum einen in der unzureichenden Desinfektion vor der Beladung sowie zum anderen in der nicht-qualifizierten Beladung des Isolators.
Alle Gebinde der Prüfmuster, der Medien und anderer Materialien werden daher mit größter Sorgfalt und Hygiene desinfiziert, da sonst verunreinigtes Material in den Isolator gelangt und die Dekontamination erschwert oder verhindert. Dies beginnt schon mit dem Tragen von Schutzkleidung, Haarhauben, Mundschutz und Handschuhen bei Arbeiten am geöffneten Isolator. Dies ist von entscheidender Bedeutung, um schon im Vorfeld das Risiko von Mikroorganismen in einem sterilen Umfeld zu vermeiden.
Den Isolator beladen
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