Asset Performance Managament Den Anlagenbetrieb in der Öl- und Gasindustrie optimieren

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Wer beim Betrieb von Anlagen der Öl- und Gasindustrie Geld sparen kann, gewinnt Wettbewerbsvorteile in einem hart umkämpften Markt. Ein neues Asset Performance Management System setzt auf Zustands basierte, vorausschauende Analysen und verspricht Betreibern niedrigere Instandhaltungskosten beim Betrieb von Verdichter-Stationen und Gasverarbeitungsanlagen.

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Blick auf eine Öl- und Gasanlage
Blick auf eine Öl- und Gasanlage
(Bild: Siemens Energy)

Das neue "Asset Performance Management for Oil & Gas (APM4O&G)" ist eine gemeinsame Entwicklung von Siemens und Bentley und basiert auf der Asset-Performance-Software von Bentley und dem Technologie- und Service-Know-how von Siemens Energy.

Die Lösung ist Teil des digitalen Lösungsportfolios Omnivise von Siemens Energy und unterstützt Instandhaltungsmaßnahmen über sämtliche Anwendungen, darunter Onshore-Verdichterstationen und Gasverarbeitungsanlagen ebenso wie Offshore-Förderplattformen und FPSO-Schiffe (Floating Production, Storage and Offloading units).

Die APM4O&G-Lösung soll durch den Einsatz intelligenter, zustandsbasierter Strategien auf Basis vorausschauender Analysen die Wartungspläne für Verdichterstationen und Gasverarbeitungsanlagen optimieren und so die Lebensdauer dieser Anlagen verlängern und die Instandhaltungskosten niedrig zu halten. Im Offshore-Bereich helfe die Lösung, die mit ungeplanten Instandhaltungsmaßnahmen verbundenen Logistikkosten zu senken, betonen die Entwickler. Zudem könnten die Betreiber die begrenzten Liege- und Lagerflächen vor der Küste optimal nutzen, indem sie auf der Grundlage risikobasierter Instandhaltungsstrategien genau den richtigen Ersatzteilvorrat bereithalten.

Zusätzlich zur Überwachung der Anlagen könne die APM4O&G-Lösung aussagekräftige Diagnose- und Risikoanalyseverfahren für verschiedene Szenarien nutzen, mit denen sich die Betriebszeit der Anlage weiter optimieren lässt; dazu gehören eine FMEA-Analyse der Fehlermöglichkeiten und einflüsse ebenso wie ein Betriebszustandsindex der Ausrüstung und eine Schätzung der Restnutzungsdauer für einzelne Komponenten oder die komplette Anlage.

Die Einführung von APM4O&G knüpft an die APM-Lösung für Kraftwerke an, die Siemens Energy und Bentley Systems 2018 vorgestellt haben.

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