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Technische Gase in der Praxis: Die Infrastruktur entscheidet
Der Transport mittels Tankwagen ist typisch für Prozessgase: Steht keine Pipeline-Infrastruktur zur Verfügung oder soll Gas über lange Strecken transportiert werden, wird es durch Kühlung und Kompression verflüssigt, um das Volumen zu reduzieren. Flüssiggase können so in isolierten und druckfesten Behältern, Kesselwagen, Gasflaschen oder speziellen Tankschiffen transportiert werden.
Damit gehen aber auch Probleme einher: Tiefkaltes Flüssiggas kann zahllose Werkstoffe „verspröden“. Das betrifft besonders Kunststoffe, die für Lagerung oder Transport von Flüssiggas ungeeignet sind. Andere Gase, besonders der diffusionsfreudige Wasserstoff, können in das Kristallgitter metallischer Werkstoffen eindringen und Metallhydride entstehen lassen. Dadurch, sowie durch Einlagerung entlang von Fehlstellen und Korngrenzen, steigt die Gefahr von Brüchen oder Spannungsrisskorrosionen erheblich. Entweicht Flüssiggas, kann das Gas in Bodennähe Senken oder Seen bilden, in denen der Luftsauerstoff verdrängt wird oder Explosionsgefahr herrscht.
Es ist also Vorsicht geboten beim Umgang mit Industriegasen – dann aber sind die flüchtigen Rohstoffe vielseitige Helfer für nahezu jede Industrie. Egal, ob aus Eigenproduktion, vom Chemiewerk oder einer Spezialfirma eingekauft.
Fracking
Energiequelle Schiefergas – Fakten, Pros und Contras
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