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Nach 40 Jahren Dauerbetrieb Currenta saniert für vier Millionen Euro Flusswasserwerk im Chempark Krefeld-Uerdingen

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

50 Meter lang und zehn Meter tief ist das Filterbecken im Flusswasserwerk des Chempark Krefeld-Uerdingen, das derzeit – nach 40 Jahren Dauerbetrieb – trockengelegt ist. Mehr als eine halbe Million Euro investiert der Chempark-Manager und -Betreiber Currenta allein in die Sanierung dieses Beckens. In Summe fließen rund vier Millionen in die Infrastrukturmaßnahme.

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Betriebsleiter Stephan Wenders im trockengelegten Filterbecken des Flusswasserwerks im Chempark Krefeld-Uerdingen. Hier werden sonst täglich rund 120.000 Kubikmeter Wasser durch 1400 Tonnen Kies gefiltert.
Betriebsleiter Stephan Wenders im trockengelegten Filterbecken des Flusswasserwerks im Chempark Krefeld-Uerdingen. Hier werden sonst täglich rund 120.000 Kubikmeter Wasser durch 1400 Tonnen Kies gefiltert.
(Bild: Currenta)

Krefeld-Uerdingen – Insgesamt werden acht solcher Becken aufgebessert. Chempark-Leiter Dr. Ernst Grigat erklärt: „Eine gut funktionierende Infrastruktur ist von großer Bedeutung für uns. Daher investiert Currenta hierfür jährlich einen erheblichen Betrag.“

Wohl jeder, der die Rheinuferstraße schon einmal entlanggegangen ist oder sie befahren hat, kennt das große blaue Chempark-Schild an der Außenmauer des Flusswasserwerks. Auf gleicher Höhe befindet sich der Rechen, mit dem die groben Verunreinigungen des Flusswassers, wie etwa Baumstämme oder anderes Treibgut, abgefangen werden. Dort entnimmt Currenta bis zu 30.000 Kubikmeter Wasser pro Stunde über Einlaufbauwerke aus dem Rhein. „Das ist der Inhalt von mehr als 210.000 Badewannen“, betont Stephan Wenders, Betriebsleiter des Flusswasserwerks. Die Leistung des jetzt sanierten Filters beträgt rund 5000 Kubikmeter Wasser pro Stunde. Genutzt wird dieses gereinigte Wasser als Betriebswasser, das eine bestimmte Qualität haben und rund um die Uhr verfügbar sein muss.

Beim Filtervorgang fließt das Wasser durch die Hohlräume des mit Kies befüllten Filterbeckens. Die Schmutzpartikel lagern sich dort an und werden so zurückgehalten. So werden die Schwebeteilchen aus dem Rheinwasser gefiltert, und klares Wasser in Betriebswasserqualität verlässt schließlich den Filter. Bei der jetzigen Sanierung erfolgt übrigens gleichzeitig auch der Austausch des Kieses – zum ersten Mal seit dem Bau dieser Filtergeneration in den 1970er Jahren.

Jährlich benötigt das Flusswasserwerk rund 30 Gigawattstunden elektrischer Energie. Die Hauptmenge verbrauchen große Pumpen, die das Wasser von der Rheinsohle in der ersten Stufe auf eine 50 Meter lange Verteilrinne anheben. Die Sedimentationsbecken, die Kiesfilter und die Speicherbecken für das gereinigte Wasser sind übereinander angeordnet.

„Auf diese Weise erfolgt der Wasserfluss von der Verteilrinne über die einzelnen Filterstufen bis in den Speicher allein mit Hilfe der Schwerkraft. Wir erreichen damit eine hohe Energieeffizienz“, erläutert Wenders. Pumpen fördern anschließend das gereinigte Wasser in das Currenta-Betriebswasser-Netz. Damit sorgt das Unternehmen dafür, dass für die Produktionsbetriebe aller Chempark-Partner das so wichtige Wasser jederzeit in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

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