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Innovationen durch Venture Capital Covestro investiert in Start-ups

Redakteur: MA Alexander Stark

Covestro wird Start-up-Investor: Mit dem Covestro Venture Capital (Covec)-Ansatz verknüpft das Unternehmen den Bedarf von Start-ups in Bereichen wie Finanzierung, Know-how und Netzwerk mit den eigenen strategischen Zielen und will so eine langfristig nachhaltige Entwicklung sicherstellen.

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Covestro hat eine Beteiligungen an Jung-Unternehmen in fünf Bereichen geplant.
Covestro hat eine Beteiligungen an Jung-Unternehmen in fünf Bereichen geplant.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Leverkusen – Die Zusammenarbeit mit jungen Unternehmen und ihren neuartigen Lösungen soll es Covestro ermöglichen, entscheidende Entwicklungsschritte zu machen.

Jüngstes Beispiel ist das französische Tech-Start-up-Unternehmen Crime Science Technology (C.S.T). Mit der Beteiligung stärkt das Unternehmen sein Geschäft mit Spezialfolien für Ausweisdokumente und sichert sich exklusiven Zugang zur Optical Variable Material (O.V.M) Technologie für Polycarbonate und Polyurethane. Die innovative, von C.S.T entwickelte Technologie ermöglicht neue Sicherheitsmerkmale und macht Identifikationsdokumente noch fälschungssicherer als bisher.

Die UN-Nachhaltigkeitszielen haben bei der Auswahl der geplanten Start-up-Beteiligungen ein wichtiges Kriterium darstellen. Für Covestro Venture Capital wurden daher fünf Fokusbereiche definiert, in die investiert werden soll: biobasierte Rohstoffe und Biotechnologie, Additive Fertigung wie 3D-Druck, Zirkulärwirtschaft, digitale Technologien sowie neue Märkte und Technologien für bereits bestehende Kerngeschäfte.

Bei der Auswahl der Start-ups konzentriert sich der Konzern nach eigenen Angaben hauptsächlich auf Unternehmen in Series-A- und Series-B-Finanzierungsrunden. Der Fokus liegt dabei auf der Skalierung dieser zwar noch jungen, aber nicht mehr ganz neuen Unternehmen. Die Kooperation mit Start-ups in einem früheren Stadium schließe das Unternehmen damit aber nicht aus, sondern nutze dazu seinen Open-Innovation-Ansatz, so Dietrich Firnhaber, Leiter Strategie und Portfolio-Entwicklung bei Covestro. Bis zu fünf Millionen Euro Initialfinanzierung will der Konzern pro Vorhaben investieren sowie im Einzelfall an nachlaufenden Folgefinanzierungen partizipieren. Der Vorstand muss dem Finanzierungsvorhaben zustimmen, ein eigener Fonds für die Venture-Aktivitäten ist nicht geplant.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Leverkusener die erste Venture Capital-Investition getätigt und sich im Rahmen einer Series-B-Finanzierungsrunde am deutschen Start-up Hydrogenious LOHC Technologies beteiligt. Gemeinsam mit dem jungen Unternehmen soll aktiv die Entwicklung einer internationalen Infrastruktur für Wasserstoff als alternativen Energieträger gefördert werden.

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