Suchen

Coriolis-Durchflussmessung Coriolis-Durchflussmessgeräte – in der Chemie kommt es auf hohe Praxisgenauigkeit an

Autor / Redakteur: Udo Bosch / Dr. Jörg Kempf

Eine hohe Messgenauigkeit unter idealisierten Referenzbedingungen ist auch beim multivariablen und äußerst vielseitigen Coriolis-Messprinzip nicht alles. Vielmehr kommt es darauf an, dass die Geräte im Praxisalltag halten, was sie versprechen. Die Promass-Geräte von Endress+Hauser zeichnen sich durch hohe Stabilität und Genauigkeit im Prozess aus.

Firmen zum Thema

In dieser Anlage zur Herstellung von PVC misst der Coriolis-Durchflussmesser Promass F nicht nur den Durchfluss, sondern auch die Dichte und die Konzentration eines Gemisches aus Wasser und PVC-Pulver.
In dieser Anlage zur Herstellung von PVC misst der Coriolis-Durchflussmesser Promass F nicht nur den Durchfluss, sondern auch die Dichte und die Konzentration eines Gemisches aus Wasser und PVC-Pulver.
( Bild: Endress+Hauser )

Messgeräte weisen heute immer höhere Genauigkeiten auf. Erstmals sind jetzt auch Coriolis-Durchflussmessgeräte mit ±0,05% Genauigkeit lieferbar. Allerdings stellt sich die Frage: Ist es das, worauf es den Kunden in der Breite der Anwendung wirklich ankommt? Nein! Wenn Planungs- oder MSR-Abteilungen von Genauigkeit sprechen, meinen sie die Praxisgenauigkeit, also die Genauigkeit unter Praxisbedingungen vor Ort und im Prozess, und nicht die im Labor. Eine reale Genauigkeit von ±0,5% ist für viele Prozesssteuerungen schon ausreichend.

Verlässliche Werte im Dschungel der Spezifikationsdaten

Was sich die Anwender wünschen, sind verlässliche, transparente und vergleichbare Werte im Dschungel der Spezifikationsdaten. Ein Vortrag auf der letzten Hauptsitzung der NAMUR zum Thema „Praxisgerechtere Messgenauigkeiten“ bestätigt diesen Trend. Dort beklagte die Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie, dass sich in technischen Datenblättern immer häufiger Messgenauigkeiten finden, die unter realen Einbau- und Prozessbedingungen nicht erreichbar sind.

Bildergalerie

„Es nützt dem Anlagenbetreiber nur bedingt, wenn der Messwert eines Durchfluss-Messgerätes auf dem Papier unter stabilen Referenzbedingungen im akkreditierten Kalibrierlabor im Null-Komma-Null-Bereich liegt. Es nützt jedoch sehr wohl etwas, wenn das Messgerät sich in der Praxis robust, stabil und mit hoher Reproduzierbarkeit bewährt. Das erlaubt eine Prozessführung näher am kritischen Punkt, beispielsweise um die Ausbeute zu erhöhen“, macht Wolfgang Lubcke, Global Chemical Industry Manager bei Endress + Hauser deutlich.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:263281)