Coriolis-Durchflussmessung

Coriolis-Durchflussmessgeräte – in der Chemie kommt es auf hohe Praxisgenauigkeit an

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Fazit: Die hohe Praxisgenauigkeit der Promass-Geräte macht sich im langen Lebenszyklus einer chemischen Anlage mehrfach bezahlt. Dafür sorgen die Stabilität im Prozess, Robustheit und Spannungsunempfindlichkeit. Der Anwender erhält reproduzierbare Messwerte und kann sich letztlich auf eine konstante Produktqualität verlassen. Das größte Kompliment für das Coriolis-Durchflussmessgerät ist dabei: „Ein Stück Rohr, das man nach dem Einbau getrost vergessen kann“. Betreiber können dadurch ihre Total Cost of Ownership (TOC) senken und ihre Investitionen langfristig schützen.

Anhang: Grundbegriffe der Kalibrier-Messtechnik

Kalibrieren bedeutet, dass der von einem Messgerät angezeigte Messwert mit dem „wahren“ Bezugswert der Kalibrieranlage verglichen wird. Kalibrieren beinhaltet das Dokumentieren der Messabweichung (Messgenauigkeit), die Berechnung der Messunsicherheit und das Erstellen eines Kalibrier-Protokolls oder -Zertifikats. Kalibrierungen finden unter genau festgelegten Referenzbedingungen statt. Beim Kalibrieren sind keine technischen Eingriffe am Messgerät erforderlich.

Unter Justieren versteht man das Einstellen des von einem Gerät angezeigten Messwertes auf die kleinstmögliche Abweichung zum „wahren“ Bezugswert der Kalibrieranlage. Beim Justieren ist ein Eingriff am Messgerät erforderlich.

Messgenauigkeit: Ausmaß der Übereinstimmung zwischen dem Messergebnis eines Messgerätes und dem „wahren“ Wert der Messgröße (Durchfluss, Druck, Temperatur usw.). Die Überprüfung der Messgenauigkeit erfolgt in der Regel mit fest installierten oder mobilen Kalibriereinrichtungen.

Die Praxisgenauigkeit ist diejenige Messgenauigkeit, die ein Messgerät unter den vor Ort herrschenden Prozess- und Umweltbedingungen noch erreicht. Diese Bedingungen – beispielsweise Messstofftyp, Viskosität, Prozesstemperatur, Prozessdruck, Rohrleitungsvibrationen oder die Umgebungstemperatur – unterscheiden sich im Normfall von den Referenzbedingungen, unter denen eine Kalibrieranlage arbeitet.

Unter Akkreditierung wird die formelle Anerkennung der Fachkompetenz einer Stelle verstanden, um konkrete, im akkreditierten Tätigkeitsbereich beschriebene Dienstleistungen – z.B. eine Kalibrierung – durchzuführen. Diese Anerkennung erfolgt durch autorisierte Instanzen, z.B. durch eine nationale Metrologie-Behörde. Mit der Akkreditierung bewegt sich ein Prüf- bzw. Kalibrierlabor weit über die Analyse von Messresultaten und Vergleichsmessungen hinaus in Richtung Fachkompetenz, welche die Grundlage für Transparenz, Vertrauen und Vergleichbarkeit bildet. Akkreditierung ist somit eine vertrauensbildende Maßnahme, die es Behörden, Industrie und Gesellschaft erlaubt, zu beurteilen, ob Prüf-, Inspektions- oder Zertifizierungsstellen bestimmte Aufgaben mit hoher Zuverlässigkeit ausführen. Die Basis solcher Akkreditierungen bilden umfangreiche internationale Normenwerke.

Rückführbarkeit bedeutet, dass Messergebnisse durch eine ununterbrochene „Nachweiskette“ von Vergleichsmessungen bzw. Kalibrierungen auf nationale oder internationale Vergleichsnormale bezogen werden können.

Der Autor ist im Produktmanagement bei der Endress+Hauser Messtechnik GmbH+Co. KG, Weil am Rhein, tätig.

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