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Für Ineos-Geschäftsführer Dr. Patrick Giefers „hört Klimaschutz an den Grenzen nicht auf“, deshalb müsse darauf geachtet werden, dass sich Produktionen wegen strenger Bestimmungen nicht ins Ausland verlagern. Eine Meinung, der nicht nur Prof. Ulrich Lehner, Aufsichtsratsvorsitzender von Thyssen Krupp und Präsident der IHK Düsseldorf, zustimmen konnte. Auch Markert schlug in die gleiche Kerbe und ist der Meinung „Politik wird dann ätzend, wenn sie überreguliert“.
Nach der Diskussionsrunde im Bayer Kommunikationszentrum in Leverkusen hatte die Initiative Chemcologne weitere Gäste mit spannenden Vorträgen zu aktuellen Themen geladen. Sander van Veen erklärte den europäischen Markt als Chance für ein brasilianisches Chemieunternehmen. Der Commercial Director von Braskem Europe berichtete vom schnellen Erfolg der Biopolymer-Sparte und dass „Kunden bereit sind, für grünes Plastik mehr zu zahlen“.
Shale Gas und Umsatzchancen in China
Zu einem weiteren Trendthema gab Dr. Ruprecht Brandis von BP Zahlen und Daten. Der Vortrag „Die Shale-Gas-Revolution in den USA und ihre globalen Auswirkungen“ stieß auf ebenso großes Interesse wie die Präsentation von Dr. Hans-Josef Ritzert, Evonik. Der President Greater China Region berichtete von der Unternehmensstrategie in China und ambitionierten Zielen. Im Jahr 2015 will Evonik vier Milliarden Euro, also rund 30 % des Umsatzes in China erwirtschaften. Das Land mit den nach wie vor höchsten Wachstumsraten ist der weltweit größte Absatzmarkt für Spezialchemikalien. Aber auch in China steigt das Gehaltsniveau rapide, und Themen wie Work Life Balance werden wichtiger. Die passenden Talente zu finden, ist neben Innovation eine der Kernaufgaben, um im Reich der Mitte bestehen zu können. „China ist Key Battlefield der globalen Chemieindustrie und starker Motor für Wachstum“, so Ritzert.
Hochzufrieden zeigte sich der Chemcologne-Vorstandsvorsitzende Grigat: „Das war eine Spitzenveranstaltung mit qualitativ überaus hochwertigen Beiträgen. Das haben mir auch viele Teilnehmer bestätigt, und ich habe schon weitere Mitgliedsanfragen bekommen. Das verdeutlicht nachdrücklich, wie sehr Chemcologne in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewonnen hat. Wir haben viele neue Mitglieder hinzugewonnen und repräsentieren die Chemiebranche im Rheinland. Durch unser Engagement sind wir ein wichtiger Faktor der Industrieentwicklung.“
Weitere Informationen zu Chemcologne finden Sie auf der Website der Initiative.
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